Beamtenmentalität


Also ich überlege ja schon lang, mal meinen Unmut über die Beamtenmentalität in den deutschen Amtsstuben zu äussern..

Spiegel hat mal wieder einen Beweis geschildert…. hier
Streiten sich bis zum Gericht, ob das Dorf nun 602 oder 780 Leute hat, statt mal in das Dorf zu gehen und die Anwesenden raustreten und durchzählen zu lassen….

Von meiner aktuellen KMS Geschichte hab ich ja gestern schon berichtet.
Heute nun hab ich den mit i.V. Unterschreibenden des Bescheides mal kurzer Hand angerufen…
War ein lustiges Gespräch.
ich: „Sie beziehen sich auf die Satzung mit Datum 01.03.2012 und verweisen darauf, dass diese zu finden sei auf wehwehweh.zv-kms.de.“
er: „ja“
ich „die gibts da nicht auf der Seite…. da sind nur 35 andere Satzungen“
er: „warten Sie mal….
klick
klick
klick hier ist sie doch!“ (Download!)
ich: „da steht aber 28.02.2012“
er „ja…. aber mit Wirkung vom 01.03.2012…“

Ahja

Weiter gings dann ein bisschen geplänkelt von mir, dass die Satzung ja nicht wirklich rechtens ist… wollt ihn nicht zu sehr in die Ecke treiben… macht ja auch nur seinen Job… wenn auch mit Beamtenmentalität…

naja… haben uns dann darauf geeinigt, dass ich die Satzung durcharbeite und meinen Widerspruch aufsetze, auf den sie dann antworten werden…
Hab noch gefragt, ob er denn weiss, dass in dem von ihm zitierten §80 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) Abs 2 Nr.1 („Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung“) es noch weitere Festlegunen gibt, die aussagen, dass man eine aufschiebende Wirkung beantragen kann, wenn Dem Antrag ist zu entsprechen, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verwaltungsakts bestehen..

Ehrlich gesagt hab ich die, wenn ich das lese.
Hier wurde gerade erst durch das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass eine gesetzliche Regelung des Bayerischen Kommunalabgabengesetzes verfassungswidrig ist. Und drei Tage später stellte das Cottbsser Verwaltungsgericht fest, dass die Brandenburger Regelung vergleichbar ist.

Lustig

Und die Beamtenmentalität schreibt lustig weiter Bescheide und verbreitet im Land Angst und Bange.

Und noch lustiger fand ich ja, dass er in einem Satz leise, wie nebenbei darauf verwies, dass man sich ja auch einigen könnte, dann…. nach meinem Schreiben….

Nun interessiert mich, wass die Bescheidschreibenden Beamten oder Angestellten sich dabei denken, ob sie dabei an die Leute denken… oder ob sie einfach nur Ihren Job machen…
Wie wäre ich drauf, wenn ich dieser Bescheidschreibender wäre? Würde ich mir Gedanken machen? Oder würde ich einfach nur meinen Job machen?

Veröffentlicht am 27. Juni 2013 in Allgemein, Ärgernisse und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Beamtenmentalität.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: