Broiler


Angesteckt vom „25-Jahre-Erinnerungshype“ der Medien, eine kleine Selbstreflektion.

ostdt.:
gegrilltes Hähnchen

engl.
broiler „Brathähnchen“, zu to broil „rösten, grillen, schmoren“, wohl aus frz. bruler „brennen, rösten“,
die Übernahme steht für einen sprachlichen Sonderweg auf dem Gebiet der früheren DDR

[Quelle: http://www.wissen.de/wortherkunft/broiler]

Ich mit meinen

  • 15 Jahren DDR-,
  • 10 Jahren Brandenburg-,
  • 2 Jahren China- und
  • 13 Jahren Baden-Würtemberg – Sozialisation

nenn das Hähnchen nicht mehr „Broiler“.

Ich bezeichne auch die 2-Raum-Wohnung als 2-Zimmer-Wohnung.

Und wenn ich so weiter nachdenke, ist mein „Sonnabend“ (ausgesprochen [Sonn-amd]) auch meist ein „Samstag“.

Verwestlicht?

Ich sag immer noch nur in Ausnahmefällen (und wenn, dann nur absichtlich)  „S’Göckele“.
Bei „Gsälz“ brech ich mir immer noch die Zunge und denk dabei an ein Salzgebäck und nicht an Marmelade. Und es gab auch schon Telefonate, bei denen mein unbekanntes Gegenüber mir nach dem ersten Satz gesagt hat, wo ich her komm.

Allet jut und schick, würd ick mal sagen….

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Veröffentlicht am 8. November 2014, in schön. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Broiler.

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