Archiv für den Monat Oktober 2015

Wie bekämpft man die Auswirkungen einer 4.000m Feier?

Wir im Tunnelbau finden ja alle Nese lang einen Grund zu feiern.
Zum Glück.
Gestern wars dann mal wieder so weit, denn bis zur heiligen Barbara am 04. Dezember sind´s ja noch mehr als vier Wochen!
Und ein Vielfaches von tausend Metern Vortrieb zu feiern, hat gute Tradition.
Naja, es ging dann doch etwas länger, konnte mich los-eisen so kurz vor halb drei.
Und hab dann auch gleich noch beschlossen, etwas länger zu schlafen,
Wecker gestellt auf 08 Uhr.
Naja, so halb neun bin ich dann tatsächlich aufgestanden.
Frau Kollegin spendierte mir freundlicherweise ne kleine Tablette.
Viel Wasser trinken soll helfen.
Auf Frühstück hab ich bewusst verzichtet, denn zur Mittagszeit rief wieder der Zweitjob als Personal-Trainer!

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Nett. Bei Tageslicht durch den Nieselregen über die Felder der Gegend zu laufen, tat richtig gut und spätestens danach gabs keinen dicken Kopf mehr. *g*

Und zur nächsten Party gibt´s weniger Gold-Ochsenbier… plödes Kopfmachergetränk…

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Wochennachtrag

Nachdem ich Held es letzte Woche ja geschafft habe, mein PC Kabel für die olle Forerunner zu Hause zu lassen, schulde ich ja noch die bildliche Darstellung meiner sportlichen Aktivität der letzten Woche

Der Mittagslauf am Dienstag mit Cheffe

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Der Solomorgenlauf am Mittwoch

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Und ja, ich war in Ossiland dies Wochenende ein faules Stück 🙂

To go?

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Dabei müssten die doch wissen, daß die meisten Leute an ner Autobahnraststätte mit dem Auto da sind!… Coffee to drive!

Zweitjob in der Mittagspause

Nachdem ich am Wochenende ne echt faule Sau war und nur auf der Couch lag, hab ich den Cheffe davon überzeugt, dass er ne Kopfausschaltübung in der Mittagspause machen muss und ich ihn begleite. Dummerweise kann ich´s derzeit hier nicht bildlich belegen, da ich das GPS-Uhr-Übertragungskabel plöderweise nicht bei hab… liefer ich nach *g*. Ich mag laufen in der Mittagspause.

The Fog, der Nebel des Grauens

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Es gibt kein schlechtes Wetter für den richtigen Läufer!

Obigen Satz hab ich mal vor Kurzem im Netzt gelesen…. Alles Andere seien bloss „Jogger“…
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Ok, steh ich zu: ich bin ein Jogger….

So scheibenkleister kalt heute morgen, als es um 06 Uhr morgens wieder auf Piste ging…
Nach gestern das zweite Mal in dieser Woche!
Nur heute kam noch der Regen dazu!…

fühl mich furchtbar strebsam…

Atemlos, durch die Nacht

Heute mal eine Laufmeldung, ohne Streckenbild.

Hatte die olle GPS-Uhr einfach im Büro gelassen und wollt so früh da noch nicht rüber,
sie zu holen.

06Uhr gings. Hab mich nicht getraut, den Chef anzurufen und zu fragen, ob er mit will
(ich weiss: unzureichende Feinabstimmung im Vorfeld….
lag wohl an den Bierchen gestern abend *g*), so dass ich dann heute mal wieder allein lief.

Lockere 5Kilometer am Morgen im leichten Trainingsmodus (muss ja schliesslich noch
den ganzen Tag arbeiten und kann mich daher nicht auspowern*g*)…

war kalt, war dunkel, war gut.
(langsam müsst ich mal über lange Sportklamotten nachdenken)

Coming Out Day

Der 11. Oktober ist seit einigen Jahren der offizielle „outing“ Tag… come out of the closet, raus aus dem Schrank, steh zu Dir, zeig es der Welt, lebe frei.

Schade, dass es diesen Tag immer noch geben muss, aber daher um so wichtiger!

Hier in Stuttgart treibt seit rund zwei Jahren eine Gruppierung ihr Unwesen, die sich
„Demo für Alle“ nennt. Von konservativen, christlich fundamentalistischen Ewiggestrigen, die es nicht ertragen können, dass es dann doch schon das 21. Jahrhundert ist und Baden Würtemberg von den Grünen regiert wird. Trauen die Grünen sich doch mit ihrem Bildungsplan den armen kleinen Kindern weiss machen zu wollen, dass die Welt keine Scheibe ist und diese noch dazu größer, bunter und vielfältiger (als das elterliche Denkvermögen es zu läßt) und dass es womöglich noch mehr gibt als Vater, Mutter, Kind und Kirche.

Und dieser Bildungsplan macht Angst.

Angst davor, dass die Kinder sexualisiert werden könnten und womöglich noch auf dumme Ideen kommen! Womöglich selber noch entdecken, dass sie homosexuell sind (kann ja nur per Ansteckung passiert sein, denn von uns haben sie´s ja nicht!) und dieses dann nicht schlimm finden würden und sich womöglich nicht mehr verstecken und nicht mehr dafür schämen würden…. Was sollen nur die Nachbarn denken?!

Die Welt würde untergehen, wenn die Kinder womöglich entdecken, dass „schwul“ eigentlich kein Schimpfwort ist.

Die Welt würde untergehen, wenn man erkennen würde, dass man vor Andersartigkeit keine Scheu haben braucht.

Die Welt würde untergehen, wenn die Kinder womöglich entspannt die wunderbare Welt entdecken und nicht wie man selber, vorurteilsbeladen in Angst und Schrecken.

Und ihre perfide Denkweise wollen sie unters Volk bringen und rufen eben alle zur Demo. Heute war wieder so ein Tag. Für 14 Uhr riefen Sie mit dem Slogan „Wir werden wieder gegen die Gender-Agenda und Sexualisierung per Schulpflicht auf die Straße gehen und damit der Politik im Wahlkampf-Herbst ordentlich einheizen.“ auf, sich das verquere antiquierte Gedankengut auch noch offiziell per Lautsprechervorträgen in die hohlen Birnen hämmern zu lassen. Und die Hohlköpfe kamen.

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Ja, richtig gesehen… viel Polizei… die haben Angst.

Angst vor den Leuten, die sie selber angreifen, Angst vor Wahrheiten und natürlich auch Angst vor der Antifa. Denn die hat zur Gegendemo aufgerufen.

Und mit Sicherheit auch vor den Leuten, die sich nicht im Schrank verstecken, wie es sich für anständige Leute gehört, die rein zufälligerweise schwul oder anderweitig anders sind…
Denn die haben auch zur Gegendemo aufgerufen….
Auf dem mit Regenbogenfahren geschmückten Marktplatz zur gleichen Zeit gabs die
Demo für Alle Familienmitglieder *g*… Da hinten irgendwo.

 

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OK, wir waren vielleicht nicht so viele wie auf dem Schillerplatz, so what, dafür sind wir nu mal ne Minderheit.

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Auf jeden Fall ein wichtiges Zeichen!

… und Gold im Mund ist ungesund

Früher, als junger Mann so bis um die 30 oder so, war schlafen noch wichtig…
je länger, desto besser.

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Mittlerweile, so um die fourty something,  kams schon lang nicht mehr vor, dass ich an nem Arbeitstag mal verschlafen hätte. Ich brauch auch keine drei Wecker mehr. Das hab ich abgeschafft, als sich die Nachbarn unter mir mal genervt beschwert haben, dass sie wach werden davon, dass der Ratterwecker über Stunden hinweg seinen Dienst tat (was mich nicht störte, hab ja schliesslich geschlafen *g*).

Jetzt klingelt an Wochentagen nur noch kurz das Telefon und ich bin wach und auf. An meiner morgendlichen Unlust oder miesen Stimmung hat das freilich nichts geändert. Auch darf man mich im Büro vor Acht immer noch nicht ansprechen, ohne die miese Laune entsprechend an den Kopf geschmettert zu bekommen (und das wissen auch die meisten Kollegen und lassen es auch, mich mit Problemen zu belästigen).

Und doch hat sich mittlerweile eingebürgert, dass ich am Wochenende zu unchristlicher Zeit um halb sieben aufwache. Ich genieße den ruhigen Morgen. Da sitzen, Netz durchstöbern und mich auf den aktuellen Stand bringen beim Frühstück und vor allem Radio Eins hören.♥

Stromausfall beim Wasenwirt…

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Hoffentlich läuft die Schankanlage übern nen anderen Stromkreislauf…

Friedensnobelpreisträgerin Angela M.

Hab heute im Spiegel online gelesen, dass es (CDU-) Abgeordnete gibt, die Angela M. für den Friedensnobelpreis nominiert haben.

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Jedes Jahr das Gleiche:
Die Christdemokraten versuchen händeringend Ihre Idole zu diesem Preis zu verhelfen.
Erst über Jahre hinweg dem Herrn Kohl und jetzt der Mutti…
Ist ja auch verständlich: Jeder grosse Staatschef, der was auf sich hält, hat dieses Ding irgendwie mal bekommen.
Obama, Carter, Gorbatschow, Kofi Annan (Staatenverbund-Chef), Brandt, Arafat, Rabin, Peres, Walesa, Menachem Begin, de Klerk…
Sogar Vize-Chefs wurden schon mal bedacht (Al Gore), Organisationen oder kleine Teenagermädchen (Malala Yousafzai).
Ob nun die Vorgenannten zurecht oder unrecht den Preis erhielten, eines hatten sie gemeinsam: Sie haben mal was Gutes gemacht (bis auf Obama, der mehr oder weniger für seine Chance irgendwann mal was Gutes zu machen, den Preis sozusagen vorab bekam).
Aber wie soll denn bitte Frau Merkel da rein passen?!
Da hat sie einmal in den knapp zehn Jahren Kanzlerschaft was richtig gemacht und klare Kante und somit Humanität gezeigt und schon ist der Preis verdient?
Ich versteh den Hype nicht ganz. Bis vor wenigen Wochen hiess es in der Presse doch immer noch: „wann bezieht sie mal Stellung?“
Dann bezog sie endlich Stellung (und wird auch prompt von den eigenen Leuten dafür gescholten) und schon ist sie die „Supermerkel“?…

Nee, so einfach bitte nicht….

So ein Zweitjob ist schon anstrengend

Aufstehen 05:45Uhr
Frischmachen, Sportklamotten an und dann los

Heute morgen wieder Personal-Trainer-Einsatz

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ok… das Anstrengendste daran ist wohl doch das frühe Aufstehen… *g*

Die Nebelhölle von Ulm

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Es ist wieder so weit…. Herbst in Ulm…. Ich hasse es…
So ein fantastischer Sonnenaufgang in Stuttgart und dann das hier….

Ein geruhsames Wochenende oder Das Haupt der Welt

Nachdem ich ja derzeit gerade meine ökologischen Wochen habe, bin ich dies Wochenende mal nicht durch die halbe Republik zum Göttergatten gefahren, sondern bin einfach faul und träge zu Hause geblieben…

Gestern bei schönstem Einheitswetter hab ich mich vor mein grosses Fenster gesetzt, mir mein Buch genommen und die Sonne genossen.

„Joggen jehn kannste ja morgen och noch“…

Frau Mutter klärte mich am Abend dann über die Sonntagswetteraussichten auf und leider kam es dann auch so: Regen… ne ganze Menge davon, so dass mir der morgendliche Lauf auch nicht in den Sinn kam. So nahm ich wieder mein Buch… Das Haupt der Welt von Rebecca Gable. Die Frau fasziniert mich mit Ihren Büchern immer wieder.

Und dann zwang ich mich doch: Die ökologischen Wochen vergessend und die ganzen 1,6km bis ins Fitnesstudio gefahren, um dann dort zwei (!) Stunden auf dem Rad strampelnd den Rest des Buches lesend mich auszupowern.
Normalerweise mach ich das immer nur ne Stunde, aber ich wollt unbedingt das Buch auslesen *g*… und jetzt sitzen mir die 45km echt in den Knochen…

25 Jahre Deutsche Eintracht

Ich erinnere mich noch, trotz Black-Out zwischendurch, an den Beitrittstag vor 25 Jahren.

Die Volkskammer der DDR hat im August 1990 beschlossen, dem Geltungsbereich des Grundgesetzes beizutreten.

Wir als DDR Bürger, die wir immer noch da waren und auch da bleiben wollten, wurden nur indirekt gefragt.
Die Volkskammerwahl im März 1990 gewannen, trotz zuvor anderslautender Prognosen, die CDU mit ihren Anhängseln.

Das damalige Endergebnis lässt sich kaum von heutigen Ergebnissen unterscheiden:

40,8% für die CDU

21,9% für die SPD

16,4% für die PDS (ok, darüber würde die gesamtdeutsche Linke sich heutzutage wohl ziemlich freuen *g*)

Wie kam´s?

CDU machte nur mit der Birne Wahlkampf und dem Versprechen „Allet wird jut“. An substantielle Aussagen kann ich mich eigentlich nicht erinnern. Die „Einheit“ war irgendwie schwammig das Fernziel.

Die West-SPD schickte logischerweise Ihren alten Grande Brandt als Galionsfigur und den Vorsitzenden Lafontaine in den 8 wöchigen Wahlkampf… Wobei Letzterer wohl der grosse Fehler war. Denn Oskar spielte den grossen Realitätsmahner – „Ohje, das wird teuer“… das machte ihn wohl aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen für uns Ossi´s unsympathisch.

Kohl und Genscher waren die netten Wessi´s, Lafontaine kam bei den Leuten nicht an, Ostpolitiker ausserhalb der SED-PDS fanden öffentlichkeitswirksam nicht statt. Wer kannte schon Lothar de M.?

Wikipedia zitiert den damaligen Bürgerrechtler Jens Reich wie folgt:

„Das Bonner Nilpferd ist in einer Massivität gekommen, dass man einfach hilflos war. Im Wahlkampf ist einfach der gesamte Apparatismus des Westens in den Osten gebracht worden. Dem hatten wir nichts entgegenzusetzen. Das waren in die DDR exportierte Westwahlen.“

Trifft meine Erinnerung eines damals wohl unwissenden, aber politikinteressierten 15 Jährigen ziemlich genau.

De Maizière gründete darauf hin dann aber trotz des Wahlergebnisses eine ganz „Grosse Koalition“ aus CDU, SPD und Liberalen , komischerweise ohne die PDS. Schnell nen Kassensturz gemacht und dabei festgestellt, dass jetzt Eile geboten ist, bevor der Laden komplett zusammenbricht.

Schwuppsdiwupps hatten wir die D-Mark, einen schönen Sommer und den Volkskammerentscheid im August.

Ich erinnere mich daran, dass wir Teenies diskutierten, dass so ein Beitritt zum bundesrepublikanischen Deutschland sich schon ziemlich unterwürfig klang. Eigentlich sahen die Väter des Grundgesetzes ja damals vor, dass das gesamtdeutsche Volk sich eine eigene Verfassung gibt und erst dann die Einheit hergestellt ist.

Hätte wohl ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen… Zeit, die die DDR nicht mehr hatte…
Die Leute liefen weg, die Kassen waren leer.

Dann einfach nach dem GG Artikel 23 mit dazu treten und fertig. Die Wessi´s fragen wir nicht… wobei ich mir sicher bin, dass zum damaligen Zeitpunkt die grosse Mehrheit uns den Beitritt nicht versagt hätte. Sie wussten ja noch nicht, wie teuer das Ganze den Steuerzahler kommen wird *g*.

Für mich als damals dann 16 Jähriger ging´s am Abend des 02.Oktober 1990 dann in die Landgaststätte des Nachbardorfes in unsere Stammdisse. Warum wir nicht einen geschichtsträchtigeren Ort gewählt haben, wohnten wir doch vor den Toren Berlin´s, kann ich aus heutiger Sicht nur mit jugendlicher Dummheit begründen.
Disko in Telz! Mit Life-Übertragung auf grosser Leinwand von der Vereinigungsparty am Brandenburger Tor… War halt wie jede Wochenenddisko, nur dass ich nicht mit Moped da war und so mir auch ein oder zwei Bier gönnen konnte…. oder was anderes. Ich erinnere mich genau an das Feuerwerkknallen auf dem Balkon der Kneipe um Punkt Mitternacht (inkl. nem Brandloch in meiner neuen Jacke in dem Gedränge), um mich dann selber völlig breit an ner Mauer draussen sitzend zu sehen ne halbe Stunde später… also ich seh auf mich hinab, weil der Typ, der da sitzt, ja eh nischt mehr mitbekommt *g*.

In diesem Sinne:

EINEN SCHÖNEN TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT!

Entschleunigung

Nun hab ich ja letztens schon berichtet, dass mich der Abgasskandal mal wieder zum ökologischen Nachdenken angeregt hat.
Montag bin ich dann mit dreckiger Scheibe der Sonne entgegen,
völlig entschleunigt zur Arbeit gefahren.

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Ok, ich kam zwar irgendwie ne Viertelstunde später dort an,
obwohl ich zehn Minuten früher losgefahren,
aber beim Durchschnittsverbrauch konnte man das schon sehen.

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Die Woche über zähl ich ich für mein ökologisch gutes Gewissen die Tatsache, dass ich jedes Mal bei den Kollegen im Büro das Licht ausmach, wenn sie gerade mal 4 Stunden lang nicht drin sind (lassen die eigentlich zu hause auch immer das Licht an, wenn sie den Raum verlassen?)

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche ging´s heute abend dann den umgekehrten Weg zurück von Ulm nach Stuttgart…
wohl den Berg runter, wie man am Ergebnis sehen kann.

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