Archiv für den Monat Oktober 2016

Monatsende

Das Gute an meinem guten Vorsatz für den Monat ist, wenn ich den Vorsatz erreicht habe, dass mal wieder ein neuer Rekord gebrochen wurde!

Oktober

94,8km – 3,5km mehr als im September…
Kleine Schritte. Eigentlich hatte ich die Marke schon letzten Donnerstag geschafft. Danach kein Laufen mehr, nicht dass die Zielmarke für den nächsten Monat zu hoch wird 🙂
Und ausserdem ist Ausruhen auch mal nicht schlecht.
Um nicht ganz unsportlich die letzten Tage des Monats zu verbringen, ging es Sonntag ins Sportstudio und so kommt es, dass auch die Gesamtzusammenfassung einen Rekord widerspiegelt – 151,8km

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Auf gehts in den nächsten Monat! 94,81km ist das Ziel 🙂

Muslim Street in Xi’an

Da war ja noch was!
Wie nach jedem Urlaub kleb ich hinterher ja dann tagelang Bilder in mein Internetfotoalbum. Dabei fiel mir auf, dass ich von der „Fressgasse“ noch recht wenig berichtet habe, dafür dass wir dies Jahr dreimal da gewesen sind.

Aber bevor wir dazu kommen, noch was anderes:

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Vom Trommelturm hab ich schon das eine oder andere Bild veröffentlicht.

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Könnt ich noch einige seitenlang so weiter machen.

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Ist aber auch zu faszinierend und verlockend, hier desabends die Kamera draufzuhalten.

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Warum auch immer man an diesem Abend diese eine Treppe nicht betreten durfte. Die anderen ringsum waren offen. Aber wie immer: Man muss nicht immer alles verstehen in Chinaland *g*

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Aber auch der nahegelegene Belltower ist nachts schick anzusehen.

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soll reichen, auf in die Strasse

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Wer meint, wir hätten uns nen schlechten Tag für die Srasse ausgesucht, weils so voll ist:
Ich kenn die Strasse eigentlich nicht anders, sie ist immer voll 🙂

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Alles festbinden, Brieftasche in die vordere Hosentasche, Kamera in der Hand behalten und rein ins Getümmel!

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Hab so damals vor vielen Jahren auch meine aufkeimenden klaustrophobischen Anwandlungen bekämpft.
Hilft echt und heute bin ich komplett frei davon 🙂

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Göttergatte hat mich tatsächlich gezwungen, ne Tomate zu probieren!
Und ich hasse Tomaten. Aber das hier ne Abart davon, ne süsse…

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Schmeckt wie Obst.

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Süsses mit Reis…

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Weltspartag – spar ich mir, oder Big Brother is whatching YOU

Der 28.Oktober eines jeden Jahres ist ausgerufen als „Weltpartag“.
Schon lustig, bei den Sparzinsen heutzutage. Kann man sich also auch den Tag sparen.

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Die hier sich anbahnende Sonne sparte sich auch den eigentlichen Sonnenaufgang

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und versteckte sich für ne Weile.

Aber darüber wollt ich ja gar nicht berichten. Auch spar ich mir mal den eigentlichen zuammenfassenden Wochensportbeitrag

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(Montag)

und rede lieber die Sparmaßnahmen bei der Postbank.
Die spart sich nämlich ab 01. November die Kundenfreundlichkeit und verlangt fürs normale Girokonto tatsächlich monatliche Grundgebühren. Und dabei dachte ich echt, aus diesem Alter sind wir raus.

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(Mittwoch)

Göttergatte war wie erwartet von dieser Neuigkeit nicht sehr erfreut und so war die Kontokündigung schnell geschrieben. Gibt ja immer noch kostenlosen Service bei anderen Banken. Ist schon ne Weile her, dass ich die Kündigung schrieb und so fiel mir heute noch gerade so ein, dass da ja noch was war. Dauerauftrag für Miete ändern. Unternehmen informieren, die per Lastschrift einziehen usw., war dann heute abend angesagt.

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(Donnerstag)

Irgendwie surfte ich da bei Unitymedia (Kabelanschluss für Düsseldorf) auf den Seiten und versuchte verzweifelt, nen Log-In hinzubekommen, was irgendwie nicht gelang, als unten links ein kleines Fenster aufging und „Martin“ schrieb, ob er mir helfen könne…???
Ich war im ersten Moment echt verunsichert, ob das sein könne oder ob das nicht vielleicht so ein
Werbe-Ding-Pop-Up-Fenster sei, wie man es von den einschlägigen Pornoseiten kennt, von denen ich mal irgendwie gehört habe (in Realität gesehn hab ich sowas natürlich noch nie nich *fg*)
Es stellte sich echt raus, dass da ein richtiger Martin saß und mir helfen wollte! Hat mir dann nen Link geschickt und schon hätte ich mich registrieren können, wenn die Seite funktioniert hätte. Dass die nicht funktionierte, lag wohl nicht an Martin, sondern an der ollen Technik oder mir als dummen User. Aber das ist ja nicht schlimm. Hab mich dann doch entschieden, denen ne herkömmliche E-Mail zu schicken. Wird schon werden.
Was mich total fasziniert und zeitgleich auch erschreckt, so toll der Service auch ist: Da sitzen offensichtlich Leute, die den Usern beim Surfen heimlich über die Schulter und auf ihren Einsatz warten…. Big Brother is whatching you-mässig. Weiss nicht, ob ich das gut finden soll. Kann mir nicht vorstellen, dass das der Datenschutzbeauftragte weiss…

Xi’an – Westliche Stadt

Ich hab ja schon das eine oder andere Mal von Xi#’an berichtet. War ja auch schon desöfteren mal da.
Diesmal hätte Frau K. aus D-dorf ein Bild von der neuen Metro, wie sie mir gestern verraten hat.
Bitte schön:

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Wikipedia weiss: „Xi’an (chinesisch 西安市, Pinyin Xī’ān Shì, [-ɕi-an]), auch Si’an oder Hsi-An (früher: Sianfu), ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi und eine der 15 Unterprovinzstädte Chinas. Xi’an besitzt eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer und war der Ausgangspunkt der Seidenstraße. Die Stadt ist Sitz der Universität Nordwestchinas und Ausgangspunkt für Besichtigungen der Terrakotta-Armee.“

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Naja, die Soldaten hab ich schon 2005 und 2009 gesehen. Auf der Stadtmauer waren wir 2012. Den Beginn der Seidenstrasse hab ich Frau K. aus D-dorf auch schon mal gezeigt. Also mal einfach so durch die Stadt laufen.

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Gatte muss mal wieder Geschäfte checken.
Ob es hier wirklich echte Markenklamotten gibt, wenn man sich die Schuhe der Verkäuferin so anschaut?

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Hab ja schon von während der täglichen smartphone-live-Berichterstattung vom Duchenhuang Temple of Xi’an berichtet und davon, dass mir das Bauwerk in all den Jahren zuvor nie wirklich aufgefallen ist. Mittlerweile bild ich mir ein, dass die die ganze Zeit einfach nur dran restauriert haben und von daher ich nie was sehen konnte. Das Gebäude an sich ist noch aus der Ming Dynastie (1387) und zwischendurch auch schon mal abgebrannt und wieder aufgebaut worden.

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Nen Frosch mit Geldscheinen zu bewerfen ist einfach doof.

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Die Leutchen dahinten schauen beim chinesischen Schach zu. Ein Spiel, dass ich nie verstehen werde, auch wenn mein Friseur damals in Hua Shan mir das mal beibringen wollte… dummerweise hat er mir das auf chinesisch erklärt. Ist nicht so viel hängen geblieben :-).

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Die hier spielen Majong. Ein Spiel dass ich verstanden habe, aber dessen Sinn mir verborgen blieb. Naja, Gesellschaftsspiele sind eben nicht so meins.

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Der HTS-Lauf hat meine GPS Uhr überfordert! oder, jetzt hab ich´s amtlich: Ich gehör zu den Senioren.

Noch bevor ich mit meiner sportlichen Laufkarriere begann, hab ich ein Projekt begonnen, dass ich am letzten Samstag abgeschlossen hab. Ein kleines nettes Tunnelchen in Siegen / NRW.

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In knapp fünf Wochen steht die offzielle Verkehrsfreigabe an und bevor da dann auf der Bundesstrasse Verbrennungsmotoren das Bild bestimmen werden, ging es am Samstag sportlich zu: Läufer im Tunnel!

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400m Bambini-Lauf
2.000m Schüler-Lauf
5.000m Jedermann-Lauf
10.000m Lauf (warum haben sich hier die Veranstalter keinen Zusatznamen ausgedacht?)

Dreimal dürft Ihr raten, was ich gemacht hab:
Morgens halb acht in Stuttgart losgefahren und dran teilgenommen!
Mein ehemaliger Projektleiter dort (ein Teil meiner Laufgruppe in Ulm) ist die 5km gelaufen, sein Sohnemann die 2km. Insgesamt haben wohl mehr als 1.000 964 Läufer teilgenommen!

Erst ging es vom Westportal weg vom Tunnel nach Rheinland-Pfalz rüber, dort wurde gewendet und dann ging es durch den „Bühltunnel“ zum nächsten Wendepunkt auf der Ostseite. Insgesamt viermal ging es durch den 525m langen Tunnel.

Irgendwie hat meine GPS Uhr erwartungsgemäß tief im Berg den Faden verlosen und nicht mehr mitgezählt und dann erst wieder weitergemacht, als genug Frischluft über ihr war. Im Ziel fehlten ihr mehr als 5km!

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Korrigiert sieht das dann so aus:

HTS-Lauf

HTS-Urkunde

Das Ergebnis ist vergleichbar mit dem vom Dabendorfer Herbstlauf vor vier Wochen, was mich sehr froh stimmt, zumahl hier auch einige Höhenmeter zu bewältigen waren (obige Angabe aufgrund der Unzulänglichkeiten meiner Forerunner geschätzt). Im Endergebnis 160.igster Platz von 437. Hat sich doch echt gelohnt, vom Vorsatz nur einen Wettkampf pro Jahr zu machen, abzuweichen. Nur dass mein Kollege jetzt schon von weiteren gemeinsamen Starts im kommenden Jahr spricht, macht mir etwas Angst. Muss ich wohl weiter trainieren *g*

Sport zwischendurch

Jetzt bin ich wieder ne Woche im normalen Alltagsleben und während so zwischendurch ab und zu mal so ein netter kleiner Beitrag vom Urlaub veröffentlicht wird, hat mich auch das normale Alltagsleben wieder.
Inkl. netter Alltagsmittagspause 🙂

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Aber ein paar Bilder aus fremdländischen Gefilden hab ich noch.
Die kommen demnächst. Dranbleiben!

Hangzhou – nochmal

Von unserem zweiten Rundgangstag in Hangzhou gibt auch Bildmaterial.

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Der Kaiserkanal / Der Grosse Kanal / Jing Hang Grande Canal

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Was Wiki dazu schreibt, steht hier

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Zu den beieindruckenden facts gehts hier

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Cabrioboot! Man beachte: Dach abgenommen, Wände abgeklappt… coole Sache

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Anfang September fand in Hangzhou der G20 Gipfel statt.
Typisch chinesisch hierzu wurde die Stadt vorbereitet.

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Werbung hierfür überall (hat 4 Wochen später noch keiner abgenommen).

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Ein neues kleines Stadtviertel. Man beachte hier das Schild auf der rechten Seite
(Name Restaurant, your text here). Laden ist wohl noch nicht vermietet *g*

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Und sehr schnell sind wir auch wieder am Westsee angekommen…
und schon wieder waren da viele Leute.

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Da erstmal wieder wegzukommen, war nicht so einfach

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Aber wir haben es dann doch geschafft. Ich wollt ja unbedingt noch an den Qiantang-Fluss.
Schaut Euch mal das Video an.

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An unseren letzten Hangzhou-Tag ging es schon wieder an nen See. Diesmal ne Nummer kleiner.

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Aber auch nett

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Hangzhou – Westsee

Wikipedia weiss zu berichten:
„Hangzhou (chinesisch 杭州, Pinyin Hángzhōu, Kurzzeichen 杭) ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Zhejiang und zudem das Zentrum der Metropolregion Hangzhou. Die eigentliche Stadtregion hat über acht Millionen Einwohner und liegt an der Mündung des Qiantang-Flusses in die Hangzhou-Bucht. In Hangzhou beginnt der Kaiserkanal, eine wichtige Verbindung in den Norden Chinas. Die Stadt ist auch heute noch eine bedeutende Produktions- und Handelsstätte für chinesische Seide.“
Muss ich dazu ja nichts Neues erfinden *g*.
Als ich damals in China lebte, kam im TV immer wieder diese Fersehsehwerbung mit dem Slogan
„Visit Hangzhou, Chinas most beautifull City!“, daher wollt ich hierher immer schon mal.

Die Hauptattraktion ist wohl der berühmte Westsee. Dazu gibts sogar nen eigenen Wiki-Artikel (hier).

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Schon seit Jahren wird mir immer wieder gesagt: „Wenn Du in China verreisen willst, mach dies ausserhalb der goldenen Weeks“, den Feiertagswochen. In China gibt es drei grosse Tage, nach denen jeweils eine Woche Feiertag ist und nischt im Land läuft und alle blau machen oder unterwegs sind. Das chinesische Neujahr (Spring Festival), der 1. Mai (Kampftag der arbeitenden Werktätigen) und der 1. Oktober (Nationalfeiertag). Bisher hab ich diese Unkenrufe nicht wirklich immer nachvollziehen können und daher waren wir zu diesen Zeiten immer unterwegs. Eigentlich recht problemlos, bis auf 4 Stunden Wartezeit bei der Einreise von Shenzen nach Hongkong, damals im Jahre 2006, egal.
Was dies Jahr aber rund um den See los war, hab auch ich als erfahrener Chinatouri noch nicht gesehen.

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Himmel und Menschen.
Was mich noch mehr überrascht hat: Verdammt wenig Lao Wai´s / Ausländer mit dabei.

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Aber lassen wir das. Zwischen all den Menschen hab ich auch was vom See sehen können 🙂

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Wohl eine der berühmtesten Hochzeitsfoto-locations in Hangzhou

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Der Westsee gehört übrigens seit 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe.

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So ein Marsch um den See kann ganz schön lang dauern.

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The broken Bridge

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So kaputt ist sie dann wohl doch nicht, sie lassen immer noch Menschen drüber, was wir uns aber verkniffen haben.

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Internet im Reich der Mitte

Wenn man als normaler Touri im Grossreich unterwegs sein will, ohne von der restlichen digitalen Welt abgehängt zu werden, sollte man sich vorbereiten.

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Logischerweise hab ich als erfahrener Chinabesucher dies mal wieder verpasst. Hatte mir zwar schon extra ein Tor-Zugang aufs Telefon geladen, dummerweise hat dies dort vor Ort nicht funktioniert. Und so kam es, dass ich auch dies Jahr wieder Folgendes desöfteren sah:

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Jibbieh!
Viele Meldungen, dass ich Nachrichten bei Facebook hab, aber mehr als das gabs dann auch nicht,

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weil FB an sich, sich nicht laden lässt. Ok, ohne Facebook kann ich ne ganze Weile ganz gut leben.
Bilder bei Flickr hochladen? Schwierig

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Mich über die Neuigkeiten Stuttgarts ins Bildsetzen? Nicht möglich.

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Schnell mal ne Google-Anfrage?
Ihr ahnt es.

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Nicht gesperrt ist Spiegel-Online! Auch wenn die Seiten-Anfragen stellenweise quälend langsam sind und sehr oft immer mal wieder diese Meldung kommt

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Meistens funktionierts aber. Das gleiche Bild bei Zeit-Online

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Ist die technologische Weltmacht, die sogar zum Mond fliegt, nun ein Internet-Dritte-Welt-Land?
Mitnichten. Innerhalb des Landes ist das Netz (die Vorsilbe „Inter“ lass ich jetzt bewusst mal weg) sehr gut ausgebaut. Downloadgeschwindigkeiten und Verfügbarkeiten, da träumt die Kanzlerin in Ihrem Neuland von.
Aber eben muss man sich vergegenwärtigen, dass überall noch die Chinesische Mauer steht. Und immer wenn es nach draussen geht, ist der Überprüfungsprozess, ob das angeorderte Wissen nicht schädlich für den Staat oder für das ihm unterstellte Volk ist, doch zeit- und ressourcenaufwändig.
Einzig richtig störend für mich als Touri daran wohl, die liebgewordene Goggle-Map-App nicht benutzen zu können.
GPS Daten werden zwar noch angezeigt (siehe oben erstes Bild), aber wenn man sich die Karten nicht vorher zur – offline – Nutzung runterlädt, hat man dann sehr schnell beim Zoomen verloren. Und schon ist man wieder auf die Chinesisch-Kenntnisse des Gatten angewiesen, der ja logischerweise auch ne Chinakarten-App auf seinem Telefon hat, die er, im Gegensatz zu mir, lesen kann. Wohl einer der Punkte, warum man als normaler China-Besucher nur in ner geführten Gruppe das Land besuchen sollte.

Aber das mit den Supergeschwindigkeiten innerhalbdes Landes ist noch nicht wirklich alles. Sie nutzen es auch entsprechend! Die meisten Leute schauen TV nur noch online. Video on demand sozusagen.

Von Digi, der Taxialternative, die man per Smartphone ruft, hab ich schon berichtet. Das man da auch digital bezahlt, ist nur folgerichtig.

Schwiegermutter bestellt selbst ihre Knabberchipps online und lässt sie sich liefern.

In so ziemlich jedem Shop zeigt man beim Bestellen das Telefon vor und lässt den Barcode scannen. 10% Rabatt sind da völlig normal.

Den Kaffee (oder Tee) im Lokal bezahlen? Wozu braucht man Bargeld? Bezahlen kann man auch mit Wechat, der besseren Whatsapp-alternative. 1984 lässt zwar grüßen, aber es hat auch was, so ein richtiger Fortschritt.

Sport im Reich der Mitte

Einige meiner lieben Follower hier werden sich schon seit einigen Tagen und Wochen fragen, ob ich denn dem Sport abgeschworen habe, da diesen Monat noch nicht ein einziger Beitrag dazu veröffentlicht wurde. Die Antwort ist einfach: Nein, auch in der Ferne hab ich mich auf die eine oder andere Strecke begeben, wenn auch leicht weniger oft, als sonst so die letzten Monate. Aber das schiebe ich nicht auf meine Faulheit, sondern auf die Tatsache, dass wir erkundungstechnisch, wie immer im Urlaub, sehr viel fussläufig unterwegs waren. Daher hats in Hangzhou auch nur für einen Lauf gereicht.

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Bei Frau Schwiegermutter daheim in XianYang war ich auch unterwegs.

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Verkehrsmittel im Schwiegermutterland oder Didi, das Über-Uber

Auf meinem alten Blog aus den Jahren 2005 bis 2008, den es heute nicht mehr gibt, hab ich ja auch das eine oder andere Bild von der Verkehrssituation in China gezeichnet.

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Die von Katie Melua im Jahre 2005 besungenen „Nine Million Bicycles (in Beijing)“ gab es nach meinen Erfahrungen damals schon nicht mehr, und wenn, standen sie wohl alle irgendwo im Keller rum. Viel mehr war man motosisiert unterwegs. Zu meiner Überraschung, war ein Grossteil damals schon elektisch unterwegs. Wenn man sich heute in Chinas Grosststädten so umschaut, findet man zwar immer noch sehr viele Zwei- und Dreiräder, aber von denen haben so gut wie keine mehr Verbrennungsmotoren. Alles läuft geräusch- und abgaslos.

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Dies Jahr zum ersten Mal gesehen:

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An sehr vielen Punkten in den Großstädten werden neuerdings Fahhrräder verliehen! Die Vermietung läuft ganz normal mit der ÖPNV-Fahrkarte.
Die erste Stunde ist kostenlos, danach kostets grad mal 1 Yuan/Stunde (13 Cent).

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Der „normale“ Strassenverkehr ist immer noch geprägt von Staus´s und crazy Drivern.

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Daran wird sich wohl so schnell nichts ändern. Proportional gesehen hatte ich dies Jahr das Gefühl, dass der Anteil von Mittelklassewagen zugenommen hat. Aber immer noch gilt: Kenne kein weiteres Land, wo es so wichtig ist, nen grossen Wagen zu fahren. Big-SUV´s, 3,0, 4,0, 5,0 Maschine, Audi A-8 in der Langversion, Porsche Cayenne usw.. Selbst mit nem Ferrari scheint man nicht mehr wirklich aufzufallen. Geld spielt keine Rolle.

Für die meisten wird Geld dann wohl doch eine Rolle spielen. Und für die gibts immer noch den ÖPNV. Und der wird massiv ausgebaut. Seit Jahren schon (war ja damals 2006 bis 2007 extra dort hinbeordert für).
Mit dem Schnellzug von einer Millionenmetropole in die andere? Kein Problem!

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Hier sind wir von Hangzhou nach Shanghai in knapp einer Stunde (200km für ca. 10 Euro) unterwegs. Die Strecke wurde 2010 eröffnet und hat wohl bei 18 Monaten Bauzeit 3,2 Mrd. Euro gekostet (einen Vergleich mit Bauzeit und Kosten in Deutschland erspar ich mir hier jetzt mal fechgrinsend).

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Hey, warum sind die Bahnsteige so leer?!
Weil diese erst zehn Minuten vor Zugabfahrt betreten werden dürfen.

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Irgendwo muss man ja drängeln dürfen.
Drängeln kann man sich auch in der Metro.

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Vom Bahnsteig geschubst werden kann man dabei nicht. Die Metrosysteme in den grossen Städten sind gerade erst noch im Aufbau und am Wachsen. In Xi’an oder in Hangzhou gibt es gerade mal zwei bzw. drei richtige Linien, aber damit kommt man schon gut durch die ganze Stadt bzw. darüber hinaus von Süd nach Nord und von Ost nach West. Ich gehe mal davon aus, dass innerhalb der kommenden zehn Jahre sämtliche Städte komplett unterkellert sein werden.

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Immer wieder zu finden: Erinnerungen an das gute Verhalten im öffentlichen Lebensraum.
Der Bahnsteigvorsteher oben hat auf seiner Schleppe zu stehen „Sei zivilisiert!“

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Schwarzfahren ist Dank der gut funktionierenden Schrankensysteme so gut wie unmöglich. Auch nicht wirklich nötig. Für je nach Strecke 2 bis 6 Yuan kann man durch die ganze Stadt fahren. Da kommt kein Taxi mit.

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Apropos Taxi. Die gibts immer noch und die sind im Verhältnis zu anderen Ländern immer noch recht günstig (wenn man sich vom Fahrer nicht berumpsen lässt). Aber wie immer geht da noch was. In der grossen Restwelt versucht ja „Uber“ gerade das Taxiwesen zu revolutionieren. Privatleute kutschieren Fahrgäste, wohin sie wollen und nehmen dafür Geld (deutlich weniger als Taxipreise). Per App auf dem Telefon schaut man gerade, welcher Fahrer irgendwo in der Nähe ist und ordert diesen zum GPS erkannten eigenen Standort. Der Fahrpreis wird vorher auf dem Telefon schon angezeigt und Uber kassiert nen gewissen Betrag (20%?) davon. In Deutschland wird sich diese Geschäftsidee Dank genre-schützender Gesetze wohl nicht durchsetzen (Stichwort Personenbeförderungsgetz, 1-jähriger TÜV, Versicherung). Ein (sarkastisches) Hoch auf die Taxi-Lobby, wobei dies natürlich auch wieder ne zweischneidige Sache ist, wenn man an Arbeitnehmerrechte, Selbstausbeutung und sowas in der Art denkt.
Aber auch in China hat Uber so seine Probleme. Aber nicht aufgrund tradierter Gesetze, sondern aufgrund Konkurrenz. Didi ist mittlerweile wohl so stark, dass sich gerüchteweise Uber demnächst aus dem chinesischen Markt wieder verabschieden wird.
Bei unseren Orderungen eines Fahres war immer (!tags wie nachts!) jemand innerhalb von weniger als 3 Minuten an unserem Standort und brachte uns ohne viel Gequatsche an den gewünschten Ort. Ne richtig tolle Sache für einen selbst.

Rückreise vom Besuch bei Schwiegermutter

So einen Besuch bei Frau Schwiegermama macht ja nicht jeder immer gern. Bei mir ist das anders, ich freu mich immer drauf. Auch wenn ich nur alle zwei Jahre mal da hin fahre. Der Grund ist einfach: Es ist weit, es ist umständlich. Ein Visa brauch ich auch. Mittleriwele kostet so ein Teil 160 Euro für nen einmaligen Besuch. Dafür sind die weiteren Reisekosten einigermaßen ok, wenn auch für nen normalen Schwiegermutterbesuch eines Normalbürgers immer noch überproportional. Flüge 400€, Bahn zum Flieger nochmal 85€.
Gestern wars dann wieder soweit: Die zwei Wochen im Schwiegermutterland waren um.
13Uhr Ortszeit gings mit nem Didi zum Flughafen („Didi“ erklär ich die Tage nochmal).
15.50Uhr gings dann erstmal von Xi’an 1440km Richtung Süden nach Hongkong.

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Da der Flieger statt der vorhergesagten 3 Stunden dann vier Stunden brauchte, war der Aufenthalt in HK dann doch nur etwas über vier Stunden. Trotzdem noch genug Zeit für den Gatten zum ausgiebigen Duty Free Shopping (was bei ihm ja meist nur „gucken“ heisst). Gatte war zufrieden.

Weiter gings dann wieder in entgegengesetzte Richtung mit der Cathay Pacific Boeing 777-367 für 11 Stunden und 29 Minuten durch die Nacht nach Frankfurt. Pünktliche Landung um 06.13Uhr. Mit Einchecken in die EU (bei mir keine drei Minuten anstehen, beim Gatten >30min) und Koffergreifen stand ich dann schon um kurz nach acht auf dem Bahnsteig Richtung Stuttgart und um halb zehn war ich dann auch hier. Alles zusammen also nur 27 Stunden für die Rückreise von der Schwiegermama.

Das muss doch auch mal besser gehen! Fraport besitzt jetzt schon seit 10Jahren 25% am Flughafen Xi’an. Und es hat sich bisher noch keiner gefunden, der ne Direktverbindung dahin betreibt! Hätt ich mir glatt 3.000km sparen können! Noch besser wär, gleich von Stuttgart aus, dann wär die ganze Sache in einem Drittel der Zeit zu bewerkstelligen.

Schon wieder komisches Essen in der Moslemstreet 

Zuerst macht man sich selber das trockene Brot klein

Dann gibt man es zurück in die Küche und erhält kurze Zeit später ne Suppe zurück. Komische Sitten sind das.

Beim letzten Paomo musste man nicht vorher arbeiten und günstiger wars auch.

Chinesisches Essen 

Auf der einen Seite könnte ich die 14 Tage hier ne tolle Diät machen,  wenn ich nur den Gatten bestellen ließe, auf der anderen Seite könnte ich auch dick und rund werden, wenn ich ihm mal sage, was ich will.

Die letzten Tage sind wir nur unterwegs von einer Luncheinladung zur nächsten Dinnerverabredung. Gestern der vierte Tag hintereinander und heute schon wieder bei Tante zum Abendessen geladen.

Das mit dem Bilderhochladen dazu vergess ich heute mal wieder (plöde Leitung über die Mauer rüber… ) ich hol es nach! Zum Glück bin ich auch dazu gekommen,  den ein oder anderen Kilometer zu laufen 😆

Ananasbier und schon wieder Moslemstreet

Nachdem wir gestern ein Kumpelpärchen von Gen zum Dinner getroffen haben, war heute schon wieder ein alter Freund dran. Nur das Essen war ehrlich gesagt überwiegend nicht mein Fall und davon auch noch zu viel.

Dafür gab’s Bier,  wenn auch zum Schluss solch Ekligkeiten wie Ananasbier.

Anschließend ein kleiner Rundgang durch die Stadt (Hätte hier gern ein Bild vom Drum Tower eingefügt, aber die Mauer ist heute wieder besonders hoch… wird nachgeliefert! ) und zum Schluss waren wir wieder in der Moslemstreet… immer wieder schön.

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