Laufen ist langweilig und manchmal gefährlich!


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Klar, einen Schritt nach dem anderen und immer weiter und weiter.
Dabei kann man meist auch etwas länger über Dinge nachdenken, die einen beschäftigen.
Beim samstäglichen Lauf hab ich über Seppos Laufblog nachgedacht.
Er hat kürzlich die Frage nach der Beschallung während des Laufens gestellt.
Und so ist mir während des Laufens erstmal aufgefallen, wie viele Leute doch tatsächlich mit nem Knopf im Ohr sich mitten im Wald von der Umwelt abschotten!
Mag nun jeder halten, wie er oder sie es für richtig hält. Ich persönlich laufe ohne Knopf im Ohr und genieße den Wald um mich rum oder, wenn ich an nem Wochenede mal wieder zu früh aus dem Bett gefallen bin, die Stille der Stadt.
Und ich freu mich dabei, wie umsichtig und vernünftig ich doch bin. Laufen mit Knopf im Ohr ist gefährlich. Gestern mitten im Wald hab ich ne Läuferin überholt, die da locker flockig so vor sich hin trabte und sich total erschreckte, als ich dann an ihr vorbei zog. Ich an Ihrer Stelle hätte bestimmt nen Herzinfarkt bekommen…. *grins*.

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Noch langweiliger wirds, wenn man an zwei aufeinanderfolgenden Tagen annähernd die gleiche Runde dreht.
Bei der heutigen Runde wollt ich mehr oder weniger ein bisschen auch dem für morgen angekündigten Feinstaubalarm aus dem Weg rennen.
So drehten sich die Gedanken rund um den Artikel der Stuttgarter Zeitung.

Auch wenn heute ein richtig schön blauer Himmel dem Läufer entgegen strahlte, war der doch recht kurze Weg den Berg hoch zum Kräherwald echt shit. Merkt man gar nicht so doll, wenn man normal atmet. Aber so bald sich die Lungen etwas mehr öffnen, ist es echt mies.
In der Stuttgarter wird berichtet, dass es diesmal wohl länger dauern wird, bis das Wetter umschlägt und die schlechte Luft verscheucht und so folgt wie immer der Aufruf, die Autos stehen zu lassen.
Geht das? Kann man das Auto so einfach stehen lassen?
Wie soll man sonst in den Wald zum Waldspaziergang kommen?
Ab 2018 wird Stuttgart wohl die ersten Maßnahmen ergreifen (müssen). Bis dahin immer nur die Aufrufe, die Kisten stehen zu lassen. Toll finde ich in dem Zusammenhang die Aktion, dass die VVS ermässigte Fahrkarten rausgibt. Hoffe, das hilft irgendwie, auch wenn ich nicht dran glaube, aber es zählt wohl jeder kleine Schritt.
Welche konkreten Maßnahmen ab 2018 dann ergriffen werden, steht wohl noch nicht fest. Ob nun komplette Fahrverbote oder halbe Verbote (wie in chinesischen Großstädten jeweils nur die geraden oder die ungeraden Kennzeichen fahren zu lassen), wir werden sehen.
Hoffe nur, dass die Stadtregierung sich bis dahin auch vorbereitet. Bin mal gepannt, wie dann der ÖPNV zusammenbrechen wird und die Stadtränder zugeparkt werden (Tipp: P+R Plätze bauen). Ob ich mit meinem Diesel-Golf dann noch auf Baustelle komm?
In Vorbereitung dessen könnte man ja noch anderweitige Maßnahmen treffen. Verkehr flüssiger machen zum Beispiel. Wenn ich montags die Stadt verlasse, passiere ich geschätzt 15 Ampeln und an 14 von denen stehe ich erstmal. Ne grüne Welle wär ne tolle Idee.
Bevor man die Stuttgarter Einwohner total drangsaliert, könnte man auch drüber nachdenken, erstmal nur die Nicht-hier-Wohnenden nicht mehr in die Stadt zu lassen. Wär ne einfach zu kontrollierende Maßnahme, da bei den meisten Anwohnern ein „S“ auf dem Autokennzeichen steht (oder ne grüne Anwohnerparkplatte im Auto liegen haben).

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Veröffentlicht am 20. November 2016 in Laufen und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Laufen ist langweilig und manchmal gefährlich!.

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