Kohlenstoffdioxid


Wochenende und nichts wirklich wichtiges zu tun. Also entspannt vorm Rechner sitzen, den Frühstückskaffee und Radio Eins geniessen und durchs Netz surfen.
Über Spiegel.de bin ich dann auf der Seite des Umweltbundesamtes gelandet, auf der man seinen persönlichen CO2 Verbrauch ermitteln kann.

Einige überraschende Einsichten gewonnen: Wenn die „friday for future“ Bewegung den Test mal macht, werden sie bestimmt sehr schnell desillusioniert sein. Die jungen Leute machen die alten Leute ja dafür verantwortlich, dass sie unseren Planeten abwirtschaften. Aber das Bundesumweltamt belehrt sie eines Besseren:

bis17

Während der 17 Jährige 2,36 to CO2 bei der jährlichen Ernährung verursacht…

ueber60

… braucht der alte weisse Mann nur 1,8 to.

Hat der Populist Lindner also doch recht, wenn er meint, die jungen Leute sollten lieber in die Schule gehen, als die Klappe aufzumachen? Das wär ja erschreckend!
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Eine weitere erschreckende Botschaft: Sport ist Umweltverschmutzung!

nosport

Der alte weisse Mann kann seine Klimabilanz massiv aufbessern, wenn er keinen Sport mehr betreibt!
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Das man durch eine einfache geschlechtsändernde Operation noch weiter sparen könnte, schließe ich für mich mal als No Go aus. Ebenso, dass ich für den Klimaschutz freiwillig 20 kg abnehme (würde lt. diesem Online-Tool immerhin 320kg pro Jahr sparen).
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Aber werden wir mal persönlich.
Der Durchschnittsdeutsche verursacht pro Jahr 11,61to CO2.
Wenn ich das richtig recherchiert habe, soll dieser Wert bis zum Jahr 2050 auf 3to reduziert werden.
Meine derzeitige persönliche Rechnung dazu:

co2-bilanz-s

Ich Umweltsau verursache mehr als 25to pro jahr!

Nun könnte ich mich bequem zurücklehnen und sagen, dass das ja nur durch die rd. 5.000 km kommt, die ich pro Monat in meinem Diesel arbeitschenisch durch die Republik fahre und ich von daher fast unschuldig bin an der Situation, denn ohne Arbeit ist ja auch doof.
Aber wenn ich ehrlich bin, kommt der Grossteil dann doch durch die eine (1) Reise nach Thailand im März und wenn ich jetzt noch ehrlicher bin, wollten wir dieses Jahr nochmal in Urlaub…
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Die ganze Thematik lässt mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurück.
Beim Sport bleib ich wohl. Frau werd ich nicht. Gewicht geht auch eher nach oben, als nach unten. Veganer werd ich nicht. Arbeit auf Baustelle in der Nähe, anstatt 400km weit weg, liegt auch nicht wirklich in meinem Entscheidungsspielraum und auf Fernreise-Urlaub will ich nicht verzichten, so lang es geht.

Bleibt also nur wieder mal die liebe Politik, die es regeln muss:
Macht sämtliche klimaschädlichen Dinge so teuer, wie es notwendig ist. Dieselsteuer massiv anheben (zahlt ja mein Arbeitsgeber *g*). Flugbenzin-Steuer einführen (wär ich tatsächlich bereit für zu bezahlen). Den Versuch die Leute zu beeinflussen, den Fleisch-Konsum zu reduzieren um Klimaschäden zu vermeiden oder ausschliesslich auf Produkte aus der Region auszuweichen, halte ich diesbezüglich für nicht ganz so zielführend. Das regelt sich schon mit der Diesel- oder LKW Steuer von ganz allein.

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Veröffentlicht am 27. April 2019 in Allgemein und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Kohlenstoffdioxid.

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