Archiv für den Monat Mai 2020

Sport – Eine Geschichte des Scheiterns

Man nimmt ich ja immer sooo viel vor im Leben und insbesondere auch im Sport.
Leider gehört gerade auch im Sport dazu, dass es nicht so viele Gewinner geben kann und daher die meisten dann auch scheitern.
Meine eigene Sportkarriere zum Beispiel ist ein einziges Scheitern.
Zur letzten Weltmeisterschaft erkältet gewesen, die Quali zu Olympia nicht geschafft, die EM war ein Desaster. Fail
Zum Glück hab ich ja noch nen anderen Job und mich daher zu allen drei Wettbewerben gar nicht erst angemeldet, bin ja auch nur Hobbysportler, der auch noch eine gewisse Art downsizing betreiben, d.h. seine eigenen Kochen etwas schon will.
Den aktuellen Vorsatz, nicht mehr als jeden zweiten Tag laufen zu gehen, hab ich diesen Monat nur leicht gerissen (18 Mal bdeutet alle 1,72 Tage). Aber trotzdem: Fail.

Mai-2020

Meine Monatslaufkilometerstatistik sollte nicht mehr als 115km betragen. Mit dem heutigen Tag hab ich die 200km überschritten. Fail.

Also hab ich jetzt mal beschlossen, dass mit dem Laufen zu lassen.
Der heutige Lauf war jetzt wirklich der letzte für diesen Monat!

200531

Ein Hoch auf Garmin!

Hatte ich doch die letzten Wochen mit meiner liebgewonnenen 8 Monate alten Forerunner massiv gehadert, weil die mit ehemals 8 bis 9 Tage angepriesene Akkulaufzeit keine 48h mehr hergab und falls ich ausnahmsweise mal das Teil auch als Laufuhr verwendete, nicht mal mehr 1 Tag.
Letzten Montag durfte ich sie dann zu Garmin zur Reparatur einschicken, sollte auch nur 10 Arbeitstage dauern, Dienstag kam die Bestätigung, dass sie eingegangen sei, Mittwoch die Mitteilung, dass sie fertig ist und mir die neue Uhr demnächst zugeht. Freitag klingelte der DHL-Bote, was ja bei DHL derzeit in Stuttart nicht wirklich selbstverständlich ist, und übergab mir ein komplett neues Teil!
Ein Hoch auf Garmin!
Schwuppsdiwupps aufgeladen und eingerichtet und schon ging es wieder in die Kräherwald!

200529

Und auch gleich mal getestet, was so geht derzeit. Sehr zufriedenstellend… 🙂

Tausche CLK gegen PLK

Gestern mit dem CLK mal wieder eine kleine Feierabendrunde am Abend unterwegs gewesen. Cheffe meinte, nachdem er tatsächlich letzte Woche seinen guten Vorsatz, an achten Tagen hintereinander laufen zu gehen, wahr gemacht hatte, dass er etwas erschöpft sei und wir doch bitte langsam machen sollen. Hab ich ja nichts dagegen, nur wer dann wieder Druck gemacht hat, als wir dann unterwegs waren, war natürlich wieder er…
Nach dem Lauf teilte er mir mit, dass er am Mittwoch dann doch lieber etwas ruhiger macht und stattdessen mit zwei anderen Kollegen seine Baustellenradsportgruppe wieder beleben möchte. Ist ja auch kein Problem, hat doch letzte Woche unser neuer Praktikant angefragt, ob er uns begleiten könne…. Hab ich mich natürlich gefreut und ihn aufs Herzlichste eingeladen! Tausche ich einfach CLK gegen PLK.
Er meinte zu mir, dass er erst wieder angefangen hat, etwas mehr zu laufen, und so normalerweise um die 5 bis 6 Kilometer macht. Ist ja kein Problem für mich, kann ich mich drauf einstellen! Laufen wir eben etwas langsamer. Macht ja auch Spaß.
Heute stellte sich dann raus, dass die Baustellenradfahrprofi´s doch lieber nicht wollten und so kam Cheflaufkollege CLK eben doch wieder bei uns mit. So waren wir mal zu dritt! Das kam schon lang nicht mehr vor.
Naja, nur dass aus der erhofften / erwarteten Entspannungsrunde mit CLK und PLK (PraktikantLaufKollege) dann doch nichts wurde!

CLK und ich waren offensichtlich dem neuen Kollegen dann doch zu langsam und meine anfängliche Angst, wir könnten ihn überfordern, wich dann eher schon fast der Angst, er könnte uns überfordern!
Insgesamt mehr als 5 min schneller, als letzte Woche auf der Pilgerwegrunde.
Naja, merkt man eben dann doch, wenn da jemand mit Grundsubstanz kommt und der auch noch nur halb so alt ist :-).
Die Idee, den CLK gegen den PLK einfach auszutauschen, weil der CLK jetzt mittlerweile so hochtrainiert fast schon anstrengend ist, hab ich jetzt auch wieder verworfen. Wird dann jetzt einfach dauerhaft der PLK ergänzt (so er denn mit uns alten Männern weiter so langsam laufen will *g*). Bin ehrlich schon gespannt auf die Runden, die ich mal mit ihm allein drehe… Da geht noch was 🙂

Wer sich jetzt wundert, wieso ich da so gefakte bebilderte Laufberichte veröffentliche: Ich hab mich dazu entschieden, meine 8 Monate alte Garmin Forerunner dann doch wieder einzusenden, auf dass die sich mal des schwachen Akkus annehmen. Bin sehr gespannt, wann ich die Uhr wieder bekommen.

Sonntägliche Entspannung auf der Hasenbergsteige

Nachdem ich mich zwei Tage lang vor sportlicher Aktivität gedrückt habe, sah es den ganzen sonntäglichen Vormittag auch so aus, als ob mir das auch den dritten Tag hintereinander noch gelingen würde. Wobei, sich zwei Tage vor sportlicher Aktivität zu drücken, ja mehr oder weniger meinem aktuellen guten Vorsatz entspricht, auch mal ne Sportpause einzulegen. Aber irgendwie kam zum Nachmittag hin doch noch die Sonne raus und überzeugte meine Sonnenbrille davon, aufgesetzt werden zu wollen. Und was soll man denn sonst noch so machen, ausser laufen zu gehen, wenn man ob der gesundheitspolitischen Lage immer noch Kontakte reduzieren und nicht so viele andere Leute treffen soll. Die Affen-Demo in Stuttgart ist ja abgesagt bzw. reduziert worden, so dass man da zum Glück nicht hinrennen musste, um sie auszubuhen :-).

Also hab ich mich mal dazu durchringen können, mal nur ne kleine feine sonntägliche Runde durch Stuttgart zu laufen. Geplant hatte ich ja auch nur ne extra kurze Runde, ohne viele Höhenmeter, in einem sehr gemächlichem Tempo. Aber irgendwie stand ich dann vorm Schwabtunnel, die Treppe hoch lächelte mich an und als ich dann oben war, hatte ich irgendwie keine Lust mehr auf Innenstadt und bin dann doch die Hasenbergsteige hoch. So ziemlich der schlimmste Anstieg, den man strassentechnisch in Stuttgart finden kann. Was man natürlich auch an Durchschnittspace der ersten Kilometer ablesen kann. Und irgendwie ist es dann doch eine sehr entspannte Runde mit einer sehr lockeren Pace geworden, bei der es im Endeffekt nicht wirklich einer größeren Erholungsphase hinterher bedarf.

200524

Herrentagsrunde – dicke Waden, statt dicker Bierbauch

40 Tage nach Ostern geht Mann ja normalerweise mit Bier und Bollerwagen um die Häuser ziehend auf Achse und feiert sich und die Männerwelt. Coronabedingt war dies dies Jahr natürlich nur bedingt möglich. Ich weiss gar nicht, ob das überhaupt irgendjemand irgendwo gemacht hat. Für mich persönlich gesprochen jetzt nicht wirklich ein großer Verlust, konnte ich dieser Kulturtradition eh schon früher nicht wirklich viel abgewinnen oder hab es jemals megamäßig zelebriert.

200521

Trotzdem war ich natürlich mal schauen, ob die anderen eventuell im Kräherwald Party machen, aber ich kann berichten, dass sich das niemand getraut hat. Alles ruhig, ich musste nicht die Einsatzkräfte rufen, eher wenig Leute unterwegs für nen Feiertag.

Lustig fand ich die kurze Unterhaltung auf halber Strecke, die ich an ner Ampel wartend führen durfte.
Da standen 2 etwas jüngere Männer mit ner gleichaltrigen jungen Dame auf Rädern, ebenfalls auf Grünlicht wartend, als ich mit irrwitziger Pace angeflitzt kam.
„Boah, joggen bei der Hitze!“
„Sind doch nur 23,9 Grad, ich bin doch erst bei Kilometer sechs und ausserdem ist´s doch recht schattig im Wald“ erwiderte ich, als es auch grün wurde, ich mich verabschiedete und wieder losflitzte.
So bekam ich gerade noch mit, wie der eine zum anderen meinte:
„Kein Wunder, haste die Waden gesehen!“

Nun haben sich meine Waden seit Beginn meiner Läuferkarriere vor einigen Jahren in der Tat etwas verändert (um es vorsichtig auszudrücken *g*), was ich ehrlicherweise gesagt auch einigermaßen beeindruckend finde. Aber wenn man das von jemand Jüngerem hört, der noch dazu auch recht sportlich aussah, ist das schon etwas schmeichelnd irgendwie und gut fürs Ego eines alten Mannes :-).

Neue Normalität

Es geht wieder los.
Es muss ja wieder losgehen.
So ein bisschen zumindest.
Die Woche Besuch bei uns auf Baustelle.
Chefs waren da und luden zum abendlichen Essen in eine nahegelegene Gastronomie.
Seit Neuestem haben die Lokale in Hessen ja wieder einigermaßen offen, auch wenn man in den Lokalen ob der mangelnden Zahl an Gästen wohl noch nicht so viel merkt.
Hat die Beendigung des Lockdowns noch keiner gemerkt oder lag es daran, dass es ein Montagabend war?
Wir waren zu acht und die einzigen Gäste in dem früher eigentlich recht gut besuchten Etablissement.
Der Tisch war vorbestellt und die Stühle so gestellt, dass jeweils der Mindestabstand eingehalten war (an dem Tisch hätten wir früher zu dreissigst gesessen).
Zutritt zur Lokalität nur mit Maske, am Tisch durfte diese dann abgesetzt werden.
Die Kellnerin, ebenfalls bemasket, hatte ihre liebe Mühe, die frisch desinfizierten Speisekarten zu verteilen, da diese zusammenklebten. Hoffen wir mal, dass es am Desinfektionsmittel lag.
Dann brachte sie uns auch noch nen Zettel, auf dem wir unsere Namen vermerken mussten, für den Fall, dass sich die Lokalität später als Corona-Hotspot herausstellen sollte. Jeder bekommt seinen eigenen ebenfalls frisch desinfizierten Kugelschreiber (und ein Kollege hat nichts besseres zu tun, als gleich alle anzutatschen *g* … dafür durfte er dann auch gleich alle unsere Namen aufschreiben).
Das Speisenangebot war coronabedingt ausgedünnt: Schnitzel in den verschiedensten Variationen.
Ich mag Schnitzel.

Eine Grundvoraussetzung für so ein Schnitzelspargelfestschlemmen ist natürlich,
dass man vorher Platz schafft.
ChefLaufKollege CLK und ich waren daher schon zur montäglichen Mittagspause in der Baustellenumgebung unterwegs.

200518

Er überraschte mich mit der Ansage, dass sein dieswöchentlicher Vorsatz es sei, an acht Tagen hintereinander laufen zu gehen. Der Montagslauf war dann Nummer 2 für ihn, für mich Nummer 3 hinterenander.

„Wozu?!“ fragte ich.
„Ist halt so“ sagte er.
Passt nicht wirklich zu meinem aktuellen Vorsatz, nach einem Lauftag einen Pausentag einzulegen.
„Ist mir egal“ sagte er.
„Na schauen wir mal….“

Nachdem Schnitzel, Spargel und die 12 Bier vom Vorabend verdaut waren, ging es, meinen guten Vorsatz negierend, am Dienstag Abend wieder auf eine kleine Tour.

200519

Bereits während dieser, nach meinem Empfinden sehr entspannenden Runde, kam vom CLK
„Ich glaube, ich überleg mir das mit dem 8-Tage-Vorsatz nochmal…“

Sonntagsroutine

6 Uhr wachwerden.
6 Uhr 10 aufstehen und frühstücken.
Bis 14 Uhr radiohören und Zeit vergammeln.
Dann ne kurze Runde um Block.

200517

Eigentlich wollte ich ja heute die Sache etwas entspannter angehen. Aber als ich nach den ersten 2,5 Kilometer berghoch oben ankam, war ich immer noch so gut drauf, dass ich mal ein bisschen angezogen habe. Mal schauen, was so geht derzeit.
Bin zufrieden.

Fast noch untergegangen und nur nebenbei aufgeschnappt: UNO-Generalsekretär Guterres warnt davor, dass die LGBTI Comunity durch die Coronapandemie besonders bedroht ist.
Schlimm genug, dass es gerade erstmal 30 Jahre her ist, dass Homosexualität von der Liste psychischer-Krankheiten gestrichen wurde und der diesjährige Gedenktag wohl nur online stattfindet und dabei von der Presse recht ignoriert wird (wieder stattfindender Fussball und Berichte über Alu-Hutträger auf dem Canstätter Wasen sind wohl wichtiger).
„…. Guterres sagte, es gebe Berichte, dass Covid-19-Richtlinien von der Polizei missbraucht würden, um LGBTI-Personen und Organisationen ins Visier zu nehmen. Menschen, die ohnehin schon für ihre Persönlichkeit und ihre Beziehungen angegriffen würden, erlebten als Folge des Virus eine höhere Stigmatisierung und neue Hindernisse bei der medizinischen Versorgung….“
Wieso benennt der General nicht den Grund seiner Veranlassung zur Warnung?
In welchen Ländern sind wir wieder schuld an der aktuellen Virus-Plage?

Von der Technik überfordert, oder überforderte Technik?

Dass ich in letzter Zeit nicht mehr wirklich überzeugt bin von meiner Garmin Forerunner 235, hab ich vielleicht schon mal angedeutet.
Bei einem meiner letzten Entspannungsläufe (6er Pace!) mit dem Kollegen im Nordhessischen hab ich während des Laufes einfach mal so durchgeklickt um zu schauen, wie es dem aktuellen Puls so geht. Erschrocken durte ich feststellen, dass ich kurz vor dem Herzkasper stehe. Hab dann einfach mal die Uhr ein wenig fester umgemacht und schon ging der gemessene Puls irgendwie runter.
Wegen der dramatisch verringerten Akkulaufzeit meiner Forerunner, die ich erst seit 9 Moanten habe, hatte ich ja letzte Woche das Ding schon mal auf Werkseinstellung zurückgestellt. Hat auch nichts gebracht.
Heute hab ich dann mal an den Support geschrieben, mal schauen, ob die sich melden und vielleicht ne Idee haben.
Meinen sonnabendlichen Stuttgartlauf find ich zwar im Statistikkeller auf meiner Uhr und meinem Telefon angezeigt, aber nicht mehr im zugehörigen Konto bei Garmin im Netz. Da steht immer noch der Donnerstagslauf als letzter Eintrag. Wie soll ich da mein Monatssoll verfolgen?! Sehr ärgerlich. Da muss was Größeres dahinterstecken. Wird vermutlich die Weltverschwörung sein, oder die Gatesverschwörung. Garminverschwörung. Fängt ja auch beides mit „Ga“ an.
Überlege schon, ob ich mich kommende Woche dann mit auf dem Cannstatter Wasen einfinde. Sind ja auch nur 6km bis dahin. Kann man gut hin laufen und mit dem Training verbinden.
So geht das doch nicht weiter! Muss ich mir jetzt nur noch was einfallen lassen, wie beim Laufen der Alu-Hut nicht wegflattert.

Immer weiter, immer mehr…

Ist doch wohl überall das Gleiche in dieser Welt des „immer weiter, immer höher, immer schneller“ der Vorgesetzten. Von nischt kommt nischt und es muss immer mehr werden (ok, bei „immer schneller“ sind wir noch nicht *g*).
Eigentlich hatte ich mir doch jüngst erst den guten Vorsatz vorgenommen „1 Tage laufen, 1 Tag Pause“, und auch nicht unbedingt mehr als 10km.
Und kaum ist man wieder regelmäßig auf Baustelle, kommt der Chef und zwingt einen zum Laufen.
Gestern kam er auf die Idee, mal eine neue Strecke zu probieren.

Sieht für mich wie eine Pelikanrunde aus.
Man sieht ganz gut, dass wir in Teilen nicht wirklich gerade wussten, wo wir hinrennen sollen.
Eigentlich sehr tiefenentspannt, allerdings bei den Höhenmetern auch nicht ganz ohne. So wurde es bei dem Quatschtempo gestern doch noch unerwartet recht spät.

Den lauffreien Tag heute wollte CLK nicht gelten lassen und so begaben wir uns heute Abend abermals auf eine neue Runde.

Das ist die Verbindung der bereits bekannten Pilgerwegrunde, auslaufend in den sehr gefälligen Bergab-teil des gestrigen Pelikans.
Ich glaube, das ist die lauftechnisch optimalste gefälligste Runde, die wir bisher hatten. Auch wenn mir bei der Grundrissprojektion ausnahmsweise auch mal kein passender Name zu einfällt.
Auch heute wieder sehr angenehmes, nicht zu forderndes Tempo zum Quatschen. Womit ich trotz meiner guten Vorsätze dann doch schon wieder zur Monatsmitte 80% meines kompletten Monatssolls erfüllt hätte. Zum Glück ist CLK morgen nicht da und ich kann mal tatsächlich „lauffrei“ machen.

Wo soll das noch hinführen?!

Als ich letztens nach der Arbeitswoche spät abends wieder in den Talkessel Stuttgarts einfuhr, begrüßte mich die Stadt auf der B27 mit einem Warnhinweis auf einer Anzeigetafel, der mich daran erinnern sollte, dass ein Virus umgeht…. Sauber bleiben und so und natürlich die Alltagsmaske nicht vergessen….
Die was?!
Ja, die Alltagsmaske…. Zuerst war das ja nur der Mund-Nasenschutz, der Stofffetzen vor der Schnute, weil Deutschland ja unter Maskenmangel litt.
Jetzt ist es schon die Alltagsmaske.
Heute durfte ich mich hier im Hessischen im Edeka beim Reingehen von der Blockwärterin (die junge Dame hinter der Kasse) anschnauzen lassen: Ham wa nich wat vergessen?!….
Meine Alltagsmaske hatte ich auf. Was kann sie meinen?
„Einkaufswagen! Steht doch draussen dran!“
Stand nicht, stand nur dran, dass pro Einkaufswagen nur eine Person eintreten darf, was ich erstens nicht gelesen habe und zweitens mit der Wortwahl nicht wirklich als Verpflichtung sehen würde, aber sei es drum. Wortklauberei.
Wüsste glaube nicht, dass dies in BaWü verpflichtend wäre. Verbuch das mal unter Föderalismus.
Hatte zuvor im Spiegel gelesen: „Die Corona-Auflagen sind ein von einer dunklen, globalen „Elite“ geplanter Schritt in eine „Diktatur“.“ Ich leg mich doch nicht mit der Elite an und schwimme lieber mit. Auch wenn ich mir dann am nicht desinfizierten Einkaufswagen den Virus hole, den ich mir sonst wohl erspart hätte. Zum Glück besteht der Gatte drauf, dass ich immer Desinfektionsmittel in der Tasche bei hab, denn im Laden hab ich lustigerweise keines stehen sehen (ok, hab auch nicht gesucht).

Die böse Elite hat wohl auch dafür gesorgt, dass man seine zu viele Freizeit jetzt auch beim Streamen sinnvoll nutzt und Fremdsprachenkenntnisse auffrischt… auch wenn man sie bei den nicht anstehenden Fernreisen demnächst ja wohl nicht nutzen kann. Netflix stellt jetzt schon Serien online, die noch nicht (ins Deutsche) synchronisiert sind. Ein Trend, den ich bei englischen Originalen grad noch so verkraften kann. Falls die das bei der nächsten Staffel von Haus des Geldes auch so machen würden, müsste ich leider streiken. Oder es wird wieder so schlimmes, erbarmungsloses Lockdown-Ausgehverbot für mehrere Monate oder gar Jahre verhangen. Dann hätte ich ja Zeit, um spanisch zu lernen.

Denke immer noch übelst drüber nach, welche erlassenen Corona-Auflagen uns noch auf den direkten Weg in die
Corona-Diktatur führen… Aber Zwangseinkaufswagenschieben gehört wohl definitiv dazu.

Unsicherheit

Was soll man denn jetzt nun glauben?
Auf der einen Seite warnt das RKI vor einer ansteigenden Reproduktionszahl, die jetzt wieder über 1 liegt (waren ja schon mal auf 0,6 runter), auf der anderen Seite verkündet das gleiche Institut sinkende Infektionszahlen….
Da brauchen die Damen und Herren vom Institut und die Politikerschaft, die für eine weitere sehr vorsichtige Vorgehensweise eintreten, sich nicht wundern, wenn einige Unbelehrbare demonstrieren und rummeckern…. Einfach nur dumm, den Unbelehrbaren so eine offene Flanke zu bieten.
Ich denke, wenn man selber ein wenig aufpasst und gesunden Menschenverstand walten lässt, wird es schon gutgehen… muss ja. Soll doch jeder für entscheiden, ob man jetzt in Menschenmassen in der Shopping-Mall flanieren muss.

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Oder man sich auf dem Wochenmarkt zwischen anderen Leuten umhertreibt.

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Selbst zum Friseur darf man doch wieder!

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Wo ist also das Problem der Grundrechtebeschränkung, gegen die so viele am Wochenende protestiert haben?

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Ich versteh es nicht.

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Da geh ich doch lieber ne Runde laufen.

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Zeit des Lockdowns ist vorbei

Hab im vorherigen Beitrag ja schon berichtet, dass die Zeit des Sichwegschließens wohl glücklicherweise vorbei ist und ich demzufolge auch wieder mit dem Laufkollegen von der Baustelle unterwegs sein kann.
Die Zeit des Nichtzusammentrainierens hat er wirklich gut für sich genutzt, so dass er richtig doll in Form ist. Ich hadere ja noch ein bisschen mit mir und meinem Formstand und wollte ja eigentlich zusehen, dass ich einen Tag laufen geh und einen Pause mache.
Ist mir nur mit dem Kollegen die Woche, fast wie erwartet, nicht wirklich gelungen. Das Wetterchen war wirklich zu einladend, so dass ich nach dem Dienstagslauf (siehe vorheriger Beitrag) mit dem Mittwochslauf

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und dem Donnerstagslauf
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… in meiner Monatsstatistik (50%) und auch der Jahreslaufstatistik (39% Kilometer- bzw. 35% Laufanzahl) derzeit eigentlich ziemlich gut da steh. Nur mit der Sportstudio- und Kalorienverbrauchsstatstik wirds von Tag zu Tag desaströser.
Die Strecke vom Donnerstagslauf (die Pilgerwegstrecke) sind wir schon länger nicht mehr gelaufen. Hatte echt vergessen, wie anstrengend die in Teilen sein kann. Sieht man tatsächlich schön deutlich im Höhenprofil eine Relation zur Herzfrequenz.
Oder aber ich bin einfach nur unfit. 🙂

Wie passt das zusammen?

Da sieht man mal wieder, was in Deutschland wirklich wichtig ist.

Ich war ja noch nie wirklich der grosse Fußball-Fan. Aber das ist wirklich mehr als lächerlich. Haben die nichts besseres zu tun im Kanzleramt? Könnte man doch die Zeit viel besser nutzen und über die geforderten Kaufprämien zur Unterstützung der darbenden Auto-Industrie diskutieren :-).

Schau ich doch lieber mal ins Ausland.

Die Franzosen haben festgestellt, dass sie im Quarantäne Home-Office dicker werden.
Ich hab ehrlich gesagt derzeit auch wieder ein Kilo zu viel drauf und eines meiner Jahresziele (Kalorienverbrauch beim Sport >>150.000cal) droht ob des Sportstudio-Lockdowns tatsächlich ins Hintertreffen zu geraten.
Ein Glück, dass wir zumindest noch raus dürfen und wenigstens etwas dagegen tun können.
Ein Glück, dass ich wieder in mein Baustellenbüro gehen darf.
Und so konnte ich doch gestern mit dem lieben Laufkollegen wieder eine kleine bekannte Runde drehen.

Das ist leider nur ein Archiv-Bild, da meine liebe Forerunner pünktlich zu Laufbeginn vermeldete, dass der Akku leer ist…. doof: Der Akku meiner gerade mal vor 9 Monaten gekauften Forerunner hält neuerdings nicht mal mehr zwei Tage (verdammt, wo ist der Kassenzettel?!) und als ich am Sonntag Abend gedanklich meine Tasche für die Woche packte, hab ich mir noch gesagt, dass ich das Ladekabel nicht vergessen darf…. Beim Drandenken ist´s geblieben.
Nach dem Lauf fiel mir ein, dass ein anderer Kollege für seine Triathlonaktivitäten auch auf Garmin setzt. Und er hat sein Kabel bei. So komm ich zumindest über die Woche 🙂

Laufpause?

Ich hab die letzten Wochen und Monate ja realisiert, dass so ab und zu mal ein Pausentag zwischen den Läufen nicht schlecht ist zum Knochenschonen. Derzeit ist die Vorgabe meinerseits einen Tag laufen und einen Tag frei. Mit der Wallpurgisnacht und dem Maifeiertag hab ich mir sogar zwei Tage gegönnt!
Da kann man dann auch mal wieder zwei Tage hintereinander laufen…

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200503

Aber dafür wird der Montag lauffrei…. 🙂

Home Office und die Kreativität

Die Woche hab ich wieder mal drauf verzichtet, mich vom Süden in die Mitte der Republik zu bewegen und einfach mal wieder von zu Hause gearbeitet.
Ist ja ganz schön, wenn man ne Tankfüllung sparen kann, ökologisch korrekt und Arbeitsgeber freut sich, da er die nicht bezahlen muss, während ich mir effektiv 8 Stunden Lebenszeitvergeudung auf der Autobahn erspare. Darüber hinaus werd ich auch noch vom Gatten jeden Abend bekocht.
Aber auf Dauer ist das glaube nichts.
Nicht nur, dass man zu Hause seine eigenes Licht verbrennt und den Kaffee selber kaufen muss.
Der direkte Draht zu den Kollegen fehlt. Man bekommt alles nur noch auf dem halben Ohr mit. Wichtige Informationen kommen zu spät oder gar nicht an.
Selbst die Kreativität bei der Laufstreckenauswahl leidet irgendwie:

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Aber zumindest konnte ich so noch mit den letzten drei Lauftagen das Monatsziel (115km) für den April erreichen. Beim Jahreslaufziel (1.500km verteilt 160 Läufe) bin ich derzeit eigentlich ganz ok unterwegs.
Aber irgendwie sieht es derzeit mit den anderen sportlichen Jahreszielen recht mau aus. Den 1.Platz beim Stuttgarter Firmenlauf werd ich Mai wohl nicht machen (letztes Jahr war ich immerhin Platz 726 🙂 ), der Lauf ist verschoben auf Oktober. Meinen avisierten Jahreskalorienverbrauch von 150.000cal bei sportlichen Aktivitäten zu erreichen, scheint mit jeder zusätzlichen Woche des Sportstudioclosings mehr aussichtslos. Derzeit hab ich dieses Jahr erst knapp 38.000cal verbraucht. Es fehlen einfach die BodyPump- und Radfahreinheiten im Studio. Aber die werden schon irgendwann wieder mal aufmachen dürfen und dann werd ich dort erstmal einziehen oder so 🙂

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