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Konservativ

Wusstet Ihr eigentlich, dass es in Deutschland insgesamt 0 mal die „Göthestrasse“ gibt?
Überrascht? Aber wir könnten es auch mal richtig schreiben.
Insgesamt zweimal wurde eine Straße in Deutschland in „Göthestraße“ getauft.
Ohje, wird der grosse deutsche Dichter nicht genügend gewürdigt?
2.134 Straßen und Plätze schreiben sich allerdings „Goethestraße“, wobei die Version mit doppel „s“ nicht verwendet wird, ebenso die Version mit seinem kleinen Adelstitel „Von“ vor dem Namen (wobei ich jetzt nicht ausgetestet habe, ob er in Versionen mit seinen Vornamen irgendwo vorkommt). Danke an die Redaktion von Zeit-Online, für diese wichtigen Informationen.

Wie ich darauf komme?
In jüngeren Jahren hielt ich mich ja eher für nicht wirklich konservativ, sondern eher links-liberal. Als konservativ hielt ich mich nur bei der Verwendung von „alter“ zu „neuer“ Rechtschreibung. Die ganzen Diskussionen zur Umstellung damals Mitte der 90iger waren doch einfach furchtbar und unnütz und gingen auch an mir vorbei. Mittlerweile geb ich zu, dass es wohl einfach nur der Unwille war / ist, sich damit zu beschäftigen.
ES IST MIR EGAL.
Konservativ zu sein war für mich immer schon geichbedeutend mit alt, ewig gestrig, voms Dorf, wenig fortschrittlich. Jung und gleichzeitig konservativ zu sein, die Kombi ging nicht und geht auch immer noch nicht.
Bild – thanks to Wikipedia
Aber wie es auch schon früher die alten Philosophen prophezeit haben:
Im Alter wird man ruhiger und auch konservativer.
Ich stelle bei mir selber fest, dass ich die Linken nicht mehr wirklich verstehen kann, die Sozen zwar immer noch als die einzig wählbaren halte, aber auch die nicht mehr verstehe. Liegt es an der vielbeschworenen Merklisierung der Konservativen? Das Verschieben der alten konservativen Union in Richtung sozialdemokratische Mitte?
Aber das Ende dieser Politik bei der Union ist ja absehbar. Auch wenn die „alte“ Parteispitze jetzt noch schnell versucht, die CDU zukunftssicher aufzustellen und eine 50% Frauenquote für Vorstandsämter einzuführen. Wobei der Frauenanteil in der Partei wohl nur bei 25% liegt, was ja dann gleichbedeutend mit einer eindeutigen Benachteiligung der restlichen Männerwelt wär… Mist, jetzt teil ich schon wieder meine total konservative Meinung mit dem Ur-Konservativen Merz?!
Was ist mit mir los? Muss ich mich jetzt anpassen und für die Frauenquote sein, um mein Idealbild vom ur-links-liberalem Sozen in mir zu verteidigen?! Oder darf ich auch meinungstechnisch altern? Ist das eine Alterung, wenn sich meine Meinung nicht ändert, sondern nur die anderen ihre Meinung ändern? War ich also schon immer konservativ? Oder hat sich nur die Deutung von „konservativ“ geändert?
Dürfen mich, den alt liberalen sozialdemokratischen Konservativen, die Diskussionen um gendergerechte Sprache einfach nur NERVEN, auch wenn ich vom Grunde meines Herzens schon immer für Gerechtigkeit war und bin? Ich komm mir manchmal so schlecht vor. Bis ich wieder daran denke, wie absolut hirnrissig die profilneurotischen Typen sind, die dagegen auf der Straße protestieren. Die find ich ja noch schlechter als mich. Da würd ich am liebsten gleich mit gendern 🙂

Teststrecke Pilgerweg

Die Tage werden nun ja schon wieder rapide kürzer und mittlerweile rückt auch der September immer näher. Zwischenzeitlich gehe ich doch tatsächlich davon aus, dass der Dabendorfer Herbstlauf stattfinden wird, angemeldet bin ich ja zumindest schon mal.
Nachdem die letzten Wochen, wie gestern schon geschrieben, ja mehr oder weniger von Gesellschaftsläufen bestimmt waren, hab ich ja ehrlicherweise keine Ahnung, auf welchem Fitnessniveau ich mich derzeit grad befinde. Gesellschaftsläufe sind zwar gut, gesellig, gut fürs Gemüt und die zwischenmenschliche Kommunikation, aber eben schlecht für die sportliche Selbsteinschätzung. Müsste ich vielleicht mal meinen Baustellentriathlonkollegen fragen, ob er mich auf seine nächtlichen Runden mitnimmt, wenn er, wie fast jeden Tag, kurz nach der Arbeit abends um neun zu nem Halbmarathon aufbricht oder zum nahegelegenen See aufbricht, seine 60min dort zu schwimmen. Aber ehrlich gesagt, ist mir das zu spät :-). Also wollte ich heute mal die Abwesenheit vom CLK nutzen und allein auf Piste gehe. Wetterbericht meinte zu mir, dass ich etwas früher los müsse, so gegen 17Uhr, um noch vor dem grossen Regen wieder da zu sein. Naja, hat Google sich wieder mal verschätzt. Das kleine Südamerika-Regengebiet war dann doch pünktlich kurz vor 5 hier und brachte etwas Nass von oben. Viel Nass von oben.

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Aber hilft ja nischt. Auch Südamerika war irgendwann weg und ich konnte mich zu Testzwecken auf die Pilgerwegrunde begeben und dort mal schauen, was derzeit so geht.

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Überraschenderweise geht dann doch ne ganze Menge derzeit. Wer hätte das gedacht, nach all den Langsamläufen oder den coronabedingten Nichtsportstudiobesuchen zum sportlichen Ausgleich.
Ich bin sehr zufrieden mit mir und der Welt. Jetzt muss ich das nur noch zehn Wochen so halten 🙂

Schlecht gemachtes 1984

Wochenende, und der gute Vorsatz, mal mehr zu schlafen, auf dass meine Big-Brother-is-watching-you-Uhr mich endlich mal lobt.
Um 8 Uhr wach geworden und tatsächlich nochmal ne Stunde umgedreht und was muss ich dann schocking feststellen: Ich hab zu wenig geschlafen… shame on me once again.
OK, ich lass das jetzt mit der Totalüberwachung. Tatsächlich bin ich nämlich wieder gegen Mitternacht ins Bett und von daher hätte die Uhr knapp neun Stunden Schlaf anzeigen müssen. So lang Big Brother nachts noch ohne mich spazieren gehen kann, während ich friedlich im Bett liege, kann er sich jetzt allein überwachen und selbst optimieren.

Regenbogen

Bei Sauwetter mit den Saucony auf dem Saufangweg

Hat mich die Anzeige meines Telefons am Mittwoch doch wieder mal dran erinnert, dass ich ja nicht mehr so viel laufen gehen wollte. An 5 von 7 Tagen unterwegs gewesen… Nicht gut und nicht sehr konsequent.
Hab ich also für Donnerstag schlechtes Wetter befohlen (auch wenn CLK das nicht gefallen hat) und Freitag war eh als Autobahnheimreisetag angedacht. Sehr gut für die Knochen.
Aber nach zwei ganzen Tagen ohne Laufen fehlt schon was.
Kann man ja mal wieder kurz auf Piste gehen.
Dumm nur, dass das Wetter nicht wirklich gut werden wollte und ich meine Regenlaufjacke nicht finden konnte… doof, wenn es so selten regnet. 🙂

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Und irgendwie lief das heute in meinen Saucony Hurricane so gut und hat so viel Spaß gemacht, trotz der Einschränkungen, dass meine Brille immer noch keine Scheibenwischer hat und daher die Sicht leicht eingeschränkt war, zuerst auf den bekannten Wegen durch den #Kräherwald, dann auf einer alten #Römerstrasse und dann auf dem #Saufangweg, vorbei an Dutzenden von Wildschweinen (zum Glück waren die in nem Zwinger), dann doch recht weit, so dass nach dem Lauf auch heute wieder mein Telefon vermeldet, dass ich 5 der letzten 7 Tage laufen war…. Aber zwei Tage Pause gibts jetzt nicht!

Wo soll das noch hinführen?!

Als ich letztens nach der Arbeitswoche spät abends wieder in den Talkessel Stuttgarts einfuhr, begrüßte mich die Stadt auf der B27 mit einem Warnhinweis auf einer Anzeigetafel, der mich daran erinnern sollte, dass ein Virus umgeht…. Sauber bleiben und so und natürlich die Alltagsmaske nicht vergessen….
Die was?!
Ja, die Alltagsmaske…. Zuerst war das ja nur der Mund-Nasenschutz, der Stofffetzen vor der Schnute, weil Deutschland ja unter Maskenmangel litt.
Jetzt ist es schon die Alltagsmaske.
Heute durfte ich mich hier im Hessischen im Edeka beim Reingehen von der Blockwärterin (die junge Dame hinter der Kasse) anschnauzen lassen: Ham wa nich wat vergessen?!….
Meine Alltagsmaske hatte ich auf. Was kann sie meinen?
„Einkaufswagen! Steht doch draussen dran!“
Stand nicht, stand nur dran, dass pro Einkaufswagen nur eine Person eintreten darf, was ich erstens nicht gelesen habe und zweitens mit der Wortwahl nicht wirklich als Verpflichtung sehen würde, aber sei es drum. Wortklauberei.
Wüsste glaube nicht, dass dies in BaWü verpflichtend wäre. Verbuch das mal unter Föderalismus.
Hatte zuvor im Spiegel gelesen: „Die Corona-Auflagen sind ein von einer dunklen, globalen „Elite“ geplanter Schritt in eine „Diktatur“.“ Ich leg mich doch nicht mit der Elite an und schwimme lieber mit. Auch wenn ich mir dann am nicht desinfizierten Einkaufswagen den Virus hole, den ich mir sonst wohl erspart hätte. Zum Glück besteht der Gatte drauf, dass ich immer Desinfektionsmittel in der Tasche bei hab, denn im Laden hab ich lustigerweise keines stehen sehen (ok, hab auch nicht gesucht).

Die böse Elite hat wohl auch dafür gesorgt, dass man seine zu viele Freizeit jetzt auch beim Streamen sinnvoll nutzt und Fremdsprachenkenntnisse auffrischt… auch wenn man sie bei den nicht anstehenden Fernreisen demnächst ja wohl nicht nutzen kann. Netflix stellt jetzt schon Serien online, die noch nicht (ins Deutsche) synchronisiert sind. Ein Trend, den ich bei englischen Originalen grad noch so verkraften kann. Falls die das bei der nächsten Staffel von Haus des Geldes auch so machen würden, müsste ich leider streiken. Oder es wird wieder so schlimmes, erbarmungsloses Lockdown-Ausgehverbot für mehrere Monate oder gar Jahre verhangen. Dann hätte ich ja Zeit, um spanisch zu lernen.

Denke immer noch übelst drüber nach, welche erlassenen Corona-Auflagen uns noch auf den direkten Weg in die
Corona-Diktatur führen… Aber Zwangseinkaufswagenschieben gehört wohl definitiv dazu.

Maskenpflicht

Nachdem die Woche verkündet wurde, dass ab Montag in allen Bundesländern die Maskenpflicht im ÖPNV und in den Läden eingeführt wird, durfte ich auch einigen Gesprächen bei uns auf Baustelle lauschen.
„Ich geh jetzt nicht mehr einkaufen! Kann die Frau machen.“
„So ein Quatsch!“
„Bevormundung!“.

Ich sehe das etwas lockerer: Alles was hilft, den Alltag wieder hochzufahren / zur Normalität zurückzukehren und trotzdem nicht den nächsten Lockdown zu verursachen, sollten wir doch jetzt tun. Wer das nicht möchte, kann gern zu Hause bleiben. Ist wohl genauso effektiv.
Noch ist niemand gezwungen, auch draussen ne Maske aufzusetzen. Zum Glück, ist schon irgendwie ätzend, so ein Ding.
Der Gatte lässt mich ja auch wieder raus aus der Wohnung. Er war zufrieden damit, dass ich ihm verspreche, wenigstens im Treppenhaus ne Maske zu tragen.
War vorhin im Lotto-Laden und hab versucht, nen Schein auszufüllen. Echt umständlich, wenn einem ständig die Brille beschlägt.

200224

Für meinen gestrigen Lauf konnten wir uns auf das Tragen eines Multifuktionstuches im Treppenhaus einigen.
So ein Tuch hatte ich eh schon die letzten Läufe getragen. Nachdem ich mir vor 2 Jahren oder so mal bei warmen Wetter mit luftiger Brise mal nen richtigen Zug geholt habe, hatte ich mich mit solchen Tüchern eingedeckt. Sind schon recht praktisch. Im Treppenhaus kann man sich das Ding einfach vors Gesicht ziehen.

Neue Normalität

Wie oft haben wir diese Worte in letzter Zeit schon gehört?… Neue Normalität.
„Normal“ heißt es ja für mich schon seit sechs Wochen Home Office. Ist schon ne verdammt lange Zeit.
So nach den ersten drei Wochen hab ich mir mal noch ne neue Normalität verordnet und bin zu Frau K. ins Ostelbische gefahren.
Ich weiss, soll man ja nicht machen, so von wegen social distancing und so, aber war mir egal. Nur zu Hause in der Bude sitzen ist auf Dauer ja auch nicht gut und ob ich mein Home Office nun in Stuttgart betreibe oder im Brandenburgischen, ist auch meinem Arbeitgeber ziemlich egal.
War auch lauftechnisch recht fleißig dort, auch wenn man ja eigentlich kein Laufziel mehr hat, auf das man hintrainiert. Mit ein bisschen Glück klappts mit dem Dabendorfer Herbstlauf? Ich hoffe mal.
Hab da gleich mal die Strecke mehrfach ausgetestet.

april01

april02

Da meine Baustelle ja mehr oder weniger ungehindert weiterläuft, meinte mein Bauherrnvertreter diese Woche dann doch, mich mal wiedersehen zu müssen. Besprechen wir uns mal und das auch noch live, weil ViKo ist ja dann doch nicht so schön. Naja, bin ich mal nicht so, zumal ich mich auch auf meiner Baustelle mal wieder umsehen wollte. Ist eben doch was anderes, selber über die 6km lange Strecke zu dackeln. Und außerdem gibt’s ja hier auch ne schicke Laufstrecke 🙂

Zahlen

Seit Beginn der Krise schauen wir auf die jeweils aktuellen Zahlen. Ende des letzten Jahres war die erste Zahl, die ich gehört habe, „29“.
29 infizierte Patienten von einem neuartigem Virus in China infiziert. Die Zahl wuchs dann von Tag zu Tag, so dass man sich in der Presse ziemlich schnell darauf konzentrierte, die jeweilige Steigerungszahl hevorzuheben.
Als die Seuche in Deutschland ankam, wurden immer die Zahlen des Robert Koch Institutes in den Medien zitiert. Hochangesehene Forschungsanstalt, verleiht den Pressebeiträgen Integrität. Irgendwann kam dann die Kritik an der Zählweise der Betroffenenzahl in China. Die ganze Welt war entrüstet, dass die dort wohl nicht mal zählen können oder etwas zu verschleiern versuchen.

Die chinesischen Statistiker nahmen sich die Kritik zu Herzen und änderten ihre Zählweise, wodurch die Patientenzahl sprunghaft anstieg. Das war der chnesischen Regierung dann wieder nicht recht und die Zählweise wurde wieder geändert, so dass erstens niemand mehr durchsah, eine richtige Vergleichsmöglichkeit hatte und zweitens ein irgendwie geartetes Vertrauen in die genannten Zahlen gerechtfertigt wär.

Klamm und heimlich kam auch Kritik an der Zählweise des Robert Koch Institutes auf. Nicht up to date, veraltet, ungenau, so dass die Medien sich mehr und mehr auf die Zahlen der Johns Hopkins Uni bezogen. Schon lustig, aberwitzig und peinlich, dass wir als grosse Nation es nicht schaffen, unsere Zalen selber zu addieren und daher auf die Amerikaner zurückgreifen müssen. Scheint den Robert Koch Leuten aber auch ziemlich egal zu sein. Sie haben sich arrangiert und halten trotzdem ihre tagtäglichen Pressekonferenzen ab. Führen die RobertKochler Ihre Statistik jetzt eigentlich noch?

Ist ja auch nicht wichtig: Die Zahlen waren schon hoch und erschreckend genug, egal welche Zählweise. Sie wuchsen von Tag zu Tag.
Wo hat das ein Ende? Wo führt das hin?
Es versuchten sich die Statistiker und erfanden die Verdopplungszahl.
„Wenn der derzeitge Trend so anhält, wie lang dauert es, bis die Infiziertenzahl sich verdoppelt“.
Eine Erklärung, die in wirklich jeder Statistikmeldung in den Nachrichten immer mit erwähnt wurde.
Erst war die Zahl noch recht klein. Innerhalb von zwei Tagen. Innerhalb von 2,5 Tagen.
Innerhalb von 3 Tagen war dann schon ein Erfolg. Innerhalb von 6 Tagen („Wir sind auf dem richtigen Weg!“).
Es war eine greifbare, anschauliche, gut vermittelbare Zahl.
Kann man / muss man langsam auch mal darüber sprechen können, wann die auferlegten Einschränkungen so langsam zurückgefahren werden können. Doch niemand möchte was Falsches sagen oder sich festlegen. Nur ein bis dato seit Amtsantritt nicht mehr wirklich in Erscheinung getretener Kanzleramtsminister sieht seine Stunde gekommen und nennt ein Datum (nach Ostern). Helle Aufregung. Wie kann er so ein Datum nennen?! Das folgende Bashing war wohl nicht genug, so dass er am folgenden Tag in der Presse verlautbarte, dass die derzeit bei rund „6 bis 7“ liegende Verdopplungszahl doch mindestens bei „10“, „12“ oder „besser 14“ Tagen liegen sollte, bevor man sich wieder Richtung Normalität bewegen dürfte.
Österreich ist uns ja einige Tage Voraus, so dass dort bei einer Verdopplungszeit von 20,5 verkündet wurde, dass man jetzt langsam wieder die Läden aufmacht. Währenddessen Deutschland grad mal bei 12 war.
Zwischenzeitlich lag auch in Deutschland die Verdopplungszahl bei >35 Tagen.
Nach dem über eine Woche lang gebetsmühlenartig angekündigtem Termin (Mittwoch nach Ostern) war es endlich so weit: Die Verdopplungszahl ist tot. Es lebe die Reproduktionszahl!.
Eine die letzten Wochen immer wieder vermehrt in den Medien aufgetretene Kanzlerin (nachdem sie ja eigentlich vor der Krise schon in der Rentenvorbereitungszeit war) verkündet in ihrer PK, wie fragil doch sämtliche Zahlen noch zu sehen sind und wir derzeit Dank der Anstrengungen der letzten Monate eine Reproduktionszahl von 1,0 haben. Bitte weiter aufpassen, denn bei einem leichten Anstieg dieser Zahl auf 1,1 ist der Crash für Oktober zu erwarten, bei 1,3 bereits im Juli. Ein Szenario, dass sämtliche Politiker im Folgenden in ihren jeweiligen Statements gern aufgriffen. Der Untergang ist also immer noch nah.

Zwei Tage nach der Pressekonferenz lag die Reproduktionszahl bei nur noch 0,7.
Der Showeffekt dieser Zahl mit dem gewünschten Drohpotential ist dahin. Wir brauchen eine neue Zahl.
Ob Helge Braun in dieser Legislaturperiode nochmal ein Interview geben darf?

#Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz

Haben unsere Gesetzgeber doch schon vor einigen Wochen gewusst, dass uns schwierige Zeiten bevorstehen und schwierigen Zeiten man nur mit grossen Gesetzen begegnen kann. Und diese brauchen natürlich auch grosse Namen. Das #GuteKitaGesetz ist doch nur Klacks dagegen!
Ob das jetzt der große Wurf ist, werden wir wohl erst später sehen.
Warum jetzt nicht einfach das #Bürokratieabbaugesetz von 2019 entsprechend ergänzt wurde, könnte ja mal ein #Bürokratieabbaugesetzuntersuchungsausschuß ergründen. Machen wir später dann mal… nach der Krise.
Im Grunde genommen geht es bei der ganzen Sache ja wohl darum, die vielfältigen Einspruchsmöglichkeiten, die ein Anwohner, Beteiligter oder auch allzuoft ein Unbeteiligter in deutschen Landen ausnutzen kann, um Großprojekte zu verhindern, zu beschränken. Ein gutes Beispiel hier wohl vor Kurzem erst der Fall „Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern“ vs. „Tesla“ in Brandenburg.
Ob ich als demokratieliebender Bürger das nun gutheissen muss, lass ich an der Stelle mal unbeantwortet. Als jemand der beruflich eigentlich nur mit Großprojekten zu tun hat, kann ich die Verkürzung von Verfahrensdauern eigentlich nur begrüßen. Oftmals waren meine bisherigen Ausführungsbauprojekte von der ersten Idee her oft schon vor meiner Geburt erdacht worden. Und der Jüngste bin ich nun auch schon nicht mehr. Vielleicht denkt sich ja jetzt noch ein Entwurfsplaner mal ein Tunnelchen irgendwo aus, den ich noch vor meinem Renteneintritt abschließen kann? Sind ja nur noch 25 Jahre. Das wird sportlich.
Wirklich sportlich ist es derzeit für mich ja nicht wirklich. Meine eigentlich schon fast beendete Winterlaufpause hab ich ja vor mittlerweile 12 Tagen das letzte Mal unterbrochen und seitdem halte ich mich dran. #stayathome. Logisch, dass ich so natürlich auch meine eh schon deutlich verminderte #Laufplanungszielvorgabe für März verfehlt habe. Nur 63km im März. Das muss im April aber anders werden. Ich brauche wohl ein #Laufplanungszielumsetzungsgesetz. Meldet sich jemand freiwillig für den #Laufplanungszielumsetzungsgesetzarbeitskreis? Bei dem hätten wir zumindest mal mehr Buchstaben, als sich die Ideengeber dieser Headline ausgedacht haben!
Nimm das GroKo!

Es gibt wohl Wichtigeres…

Bereits schon vor einigen Wochen angemeldet und eigentlich für mich dieses Jahr als einer von nur zwei offiziellen Läufen gedacht (nachdem der Stuttgarter Lebenslauf sich entschieden hat, am gleichen Tag stattzufinden, wie mein obligatorischer Dabendorfer Herbstlauf) ist jetzt auch erwartbarerweise der Stuttgarter Firmenlauf im Mai abgesagt worden.
Firmenintern kam die Woche schon die Meldung, dass unser halbjährliches, in Teilen, geselliges Treffen im Juni auch schon auf ein unbestimmtes Datum verschoben wurde. Die Verschiebung von Olympia 2020 oder der Fußball-EM 2020 trifft mich nicht wirklich (hätte dies Jahr aufgrund zu wenig Trainingseinheiten vermutlich die Qualifikation eh nicht geschafft).
Mal schauen, wann der Papst verkündet, Ostern 2020 auf die Weihnachtsfeiertage zu verschieben.
Zur Zeit muss wohl alles im Kampf gegen den Virus zurückstehen.

Loch im Schuh – Ist Joggen jetzt gefährlich?

Ich bin ja nun schon seit 2 Wochen weg von der Baustelle und seitdem mehr oder weniger im Home Office im #stayawayofeverything-Modus, nur kurzzeitig unterbrochen von kurzzeitigen notwendigen und wohlüberlegten Supermarktbesuchen. Die jetzigen letzten Märztage hab ich tatsächlich noch Urlaub beantragt, statt im Home Office zu schuften. Der Resturlaub aus 2019 muss noch weg. Da hatte ich mir eigentlich überlegt: 14 Tage Selbstquarantäne, das reicht aus, um es verantworten zu können, jetzt zur Frau K. ins ostelbische D-Dorf zu fahren und ihr meine Anwesenheit für einige Tage zuzumuten. Mal rauszukommen für kurze Zeit aus der Innenstadtwohnung, wäre gar nicht mal so schlecht.
Heute morgen dann vermeldete dann der Gatte, dass er leichten Husten und ein Kratzen im Hals versprürt.
Nun wär das in normalen Zeiten zwar kein wirklicher Grund zur Panik und ehrlich gesagt ist es auch jetzt kein wirklicher Grund zur Panik, aber Frau K. und ich habe beschlossen, wirklich Null Risiko einzugehen. Ostelbien-Expedition erstmal für zwei Wochen verschoben. Dann schauen wir weiter.

Hab heute morgen von nem Pockenausbruch in Deutschland in den Sechzigern gelesen, bei dem man von einem 20m Sicherheitsradius ausgehen musste. Und in den diversen chinesischen Online-Medien liest man leider auch recht viel von zu geringen Sicherheitsabständen und Infektionen, die sich Passanten zugezogen haben beim bloßen Vorbeigehen an infizierten Leuten. Was kann man glauben?
Überall liest und hört man ja, dass man #socialdistancing betreiben soll und mindestens 1,5m weit weg von anderen Leuten bleiben soll. Aber wie sicher kann man sich sein, dass die Experten das später im Nachgang nicht wieder als zu wenig klassifizieren?

Die Frage „Kann man sich beim Joggen mit dem Virus infizieren?“ treibt den Gatten und demzufolge auch mich seit Längerem um. Also nicht, dass der Gatte jetzt der neue Jogger wird, aber er sorgt sich halt um mich. Das finde ich sehr nett von ihm und löblich noch dazu. Zeit-Online hat die Frage jetzt endlich mal beantwortet und ich glaube ziemlich erstmals in deutschen Medien auch darauf verwiesen, dass die blöden Viren auch durch die Luft übertragen werden können. Wenn auch noch mit dem Verweis darauf, dass die Chancen für das Überleben der Viren nicht sehr gross sind und Abstandhalten immer noch oberste Direktive ist.
Aber wie schlecht muss mein schlechtes Gewissen der Gesellschaft und dem Gatten gegenüber sein, wenn ich trotzdem gehe? Wie schlecht muss mein schlechtes Gewissen gegenüber dem Statistikkeller von Garmin sein, wenn die mir schon für die letzte Schritt-Challenge für meinen letzten Platz ein Loch in der Schuhlohle attestierten? Ich denke noch ein bisschen drüber nach.

#Stayathome-Depression

Am zweiten #Stayathome-Wochenende klären die Medien jetzt auch schon darüber auf, dass dieses Zuhausebleiben ja auch andere Schattenseiten haben kann. Für die katholische Kirche wird die Meldung aus anderen Ländern, dass die Sex-Spielzeug Industrie einen Umsatzboom vermeldet, mit blankem Entsetzen aufgenommen worden sein.
Auf der anderen Seite wird der daraus erwartete Babyboom in Zeiten einer alternden Gesellschaft hier in Europa wohl natürlich mit Freuden begrüsst werden. Bin sehr gespannt auf die Geburtenrate Ende des Jahres. Lustigerweise kamen aus deutschen Landen noch keine solchen Meldungen. Der Deutsche macht sowas nicht :-).
Nein, hier in deutschen Medien geht es eher darum, dass man sich nicht zu sehr im Kreise seiner Anverwandten und Lieben, mit denen man das Dach teilt, in die Haare bekommt und auf dass die Scheidungsrate zum Ende der Corona-Zeit nicht nach oben schnellt.
Man möge sich doch bitte nicht die Köpfe einschlagen. Hat man ja auch schon aus anderen Ländern gehört, dass dort die entsprechenden Meldungen häuslicher Gewalt nach oben gehen. Mal schauen, ob der Deutsche an sich auch dafür zu faul ist. Hoffen wir es mal.

Im Radio hab ich heute den schönen Satz einer Psychologin gehört: „Passivität ist der wirksamste Weg in die Depression“.
Irgendwie muss man sich wohl sonst noch beschäftgen, bevor einem die Decke auf den Kopf fällt. Man kann ja nicht nur Netflix und Co schauen, mit dem Partner wahlweise Sex haben oder sich prügeln.
Der Gatte hat da ein gutes Rezept: Er kocht gern (ich weiss, der Sex des Alters *g*). Heute meinte er, Kartoffel-Chips selber zu machen. Sehr lecker. Leider mag er das Kartoffelschälen nicht wirklich und so hatte ich auch gleich wieder ne Beschäftigung.
Kann man ja auch mal was zusammen machen.
Ausserdem spielt er noch gern Schach. Eigentlich ja mehr online, mit anderen, nicht mit mir, weil ich bin ja zu doof dazu [eigene Aussage], aber heute hab ich mich mal wieder hinreissen lassen bzw. ging die Initiative auch von mir aus. Und prompt wieder verloren. Wie immer halt.

Youtube ist auch ein wichtiges Ablenkungsmedium für ihn. Und da es dann meist auch chinesische Filme und Sendungen sind, die er da schaut, muss ich mich dann irgendwie ausklinken. Chinesische Kochsendungen kann ich irgendwie nicht ab, wenn ich lesen und Radio Eins hören will. Ein unverzichtbares Hilfsmittel daher: Köpfhörer! Für ihn und für mich :-). Nur manchmal ist das so spannend, dass ich ständig aufgefordert werde hinzuschauen…. heute mal, wie die junge Dame aus der Provinz Shaanxi Innereien wäscht und dann zubereitet. Die Dame hat übrigens bei ihren Kochvideos 175.000 Follower und stellenweise über 500.000 Klicks / Video.

Home Office IV

Juchu, die Krise ist vorbei!
Die Ölpreise steigen wieder, der Dax ist heute nicht gefallen… war was?
OK, wir waren heute wieder nicht draussen und haben somit wohl privat auch nichts zur Konsumsteigerung beigetragen. Wir warten wohl erstmal noch ab, wie sich die ganze Situation entwickelt. Die Voräte hier sind auch noch nicht ganz aufgebraucht, aber der Magen hängt trotzdem in den Kniekehlen. Woran das liegt? Wenn ich sonst die Woche über im Büro bin, versuch ich ja immer zur gleichen Zeit zu essen. Frühstück ca. sieben bis halb acht, Mittag um 12 und Abendessen gibts um 18Uhr.
Daran ist mein Montag-bis-Freitag-Magen gewöhnt. Und auch kleinere Verschiebungen aufgrund der Laufeinheiten macht er da spielend mit. Wochenende tickt er da lustigerweise anders. Da gibts ja meist nur Frühstück und Abendbrot und das auch zu nicht so festgelegten Zeiten.
Jetzt im Home Office wird mein Magen zu tiefst verwirrt. Knurrt zur rechten Zeit, nur bekommt er nichts! Während ich die Zeilen hier schreibe (18:30Uhr) ist der Koch (Gatte) noch im Home Office beschäftigt und erzählt mir seit ner Stunde, dass ich bald was bekomme… Werd bald einen Spendenaufruf tätigen müssen. Oder was vom Lieferservice bringen lassen? Aber die ham ja wohl auch Hochkonjunktur derzeit und klagen bestimmt nicht. Krisengewinnler?

Home Office II

Auf dem morgendlichen Weg ins isolatorische Home Office kam ich heute erstens beim Bäcker vorbei (Versorgungslage gut), der Tabakladen gehört wohl auch noch zur Grundversorgung in Deutschland und auch der Supermarkt um die Ecke hatte heute wieder seine Türen geöffnet.
Die gute Nachricht von hier: Es gibt wieder Toilettenpapier.
Die schlechte Nachricht: In den anderen Regalen sieht es doch verdammt leer aus. (Um nicht wieder von der Tagesschau als Panikmacher verschrien zu werden, hier mal kein Bild dazu.) Aber es ist schon ein Stück weit beängstigend, auch wenn ich immer noch nicht glaube, dass dies das Ende der Welt ist.
Ein Vorteil des Home Offices ist ja, dass die Wege nicht so weit sind. Auf der anderen Seite kann man so natürlich die von den Experten immer wieder empfohlenen 5 bis 10.000 Schritte wohl eher schwerlich erledigen.
Ein weiterer Vorteil: Ich muss die Spülmaschine in der Gemeinschaftsküche im Nordhessischen nicht mehr ausräumen. Der Nachteil dazu: Ich muss jetzt hier in Stuttgart selber abwaschen. Doof, wenn man selber keene Spülmaschine hat.
Hab gestern mit Überraschung festgestellt, dass man nach so einem Home Office Tag tatsächlich noch TV schauen kann! Wusste gar nicht, dass die unter der Woche auch senden (hab in Hessen kein TV).
Vorteil Home Office: Man wird bekocht.
Nachteil Home Office: Gatte mag seine selbst gemachten Nudeln und ich als alter Reis-Fan behaupte ja immer wieder, dass zu viel Nudeln dick machen. Fühl mich schon dick und rund nach dem zweiten Nudeltag in Folge. Schwester behauptete, dass die Nudeln komisch aussehen würden, aber ich denke nicht, dass dem so ist. Sind doch schön bunt und lecker mit dazu!
Ansonsten hatte ich hier mit dem Gatten heute eine Diskussion: Darf man eigentlich überhaupt noch rausgehen?
Die Meinung der deutschen Experten derzeit ist ganz klar, dass das wohl kein Problem ist. Gatte hat da allerdings natürlich auch ganz andere Informationen und Ängste aus Chinaland. Hier wird berichtet, dass man sich das Coronadingsbums auch beim bloßen aneinander Vorbeigehen holen kann. Sicherheitsabstand halten!
Wie man es nun am Ende macht, ist es wohl eh verkehrt, wobei beim Drinnenbleiben natürlich wohl kein Schaden entsteht, außer dass man dick und rund wird. Aber auch das macht ja wiederum nichts, da das eigentliche nächste Laufziel (Firmenlauf Stuttgart im Mai) wohl noch in den Sternen steht.
Dass am Ende die Klamotten nicht mehr passen? Auch egal. Im Home Office sieht dich ja keiner, da kann man die Krawatte auch mal etwas lockerer tragen.

Home Office I

Ich hab mich für heute ja mal selber ins Home Office befohlen, weil ich morgen eigentlich auf ne andere Baustelle schauen wollte und sich der Weg ins Nordhessische nicht wirklich gelohnt hätte.
Andere Baustelle besuchen? Abgesagt.
Stattdessen werd ich jetzt wohl ne ganze Weile im Home Office bleiben. Meine Baustelle hat entschieden, dass die, die ihre Arbeit auch von zu hause aus machen können, dann doch lieber da bleiben. Eine sehr vernünftige Entscheidung, wie ich finde. Auch wenn ich hier mein eigen Licht verbenn und meinen eigenen Kaffee trinken muss.
Und ich glaube, das haben auch mehr Leute (oder Firmen) so entschieden. Nicht nur meine Firma oder die, in der mein Gatte angestellt ist (der übrigens hier abends um halb sieben immer noch auf der HomeOfficeCouch lümmelt und arbeitenderweise in die Tasten haut, während ich diese Zeilen hier schreibe). Als ich heute Mittag aus dem Fenster schaute, standen da recht viele Autos rum, wo sonst doch zumindest mal zur Mittagszeit einige freie Plätze wären.
Freitag hatte Stuttgart ja schon entschieden, dass wir nicht mehr in Bars oder Bordelle gehen dürfen, Sonnabend kam die Schließung von Sportstudios hinterher und heute waren dann die Spielcasinos und Wettbüros dran. Besonders Letztere werden mich da bestimmt vermissen. Jetzt am Abend kommt dann noch die längst erwartbare, fürs ganze Bundesgebiet geltende Meldung hinterher, dass alle anderen Läden wohl auch dicht machen dürfen.
Und bevor mir Tagesschau wieder Panikmache vorwirft, hier auch nochmal die Betonung, dass die Supermärkte offen bleiben! Und zum Glück auch die Heimwerkermärkte für die Leute, die das Home Office auch gleich renovieren wollen.
Ich hatte ja eigentlich nicht vor, zu renovieren, aber irgendwie schafft man im Home Office immer so viel, dass die weniger werdende Arbeit am Ende des Tages doch tatsächlich mal weg ist! Soll ich jetzt die HomeOfficeWände streichen? Wie geht man denn mit dem Fakt um, wenn der Arbeitgeber das mal raus bekommt und auf die Idee kommt, einen für immer im HO zu lassen? Das wär ja furchtbar! Kommt man ja gar nicht mehr raus?!
Schön fand ich übrigens heute Mittag mal auf meinem kleinen Innenhofbalkon zu stehen und festzustellen, dass manche Schulkinder ihr Coronaschulfrei wohl auch wirklich zum Üben nutzen müssen anstatt sinnlos Computer zu spielen oder was auch sonst so ein kleiner Mensch macht, wenn er oder sie zu viel Tagesfreizeit hat. Da spielte tatsächlich jemand Geige und das auch gar nicht mal schlecht.

Corona und kein Ende

Mit dem Aufkommen des Covid-19-Erregers Anfang des Jahres verfolgt uns ja eine vermeintlich gefährliche Seuche, erst ganz langsam, vermutlich zu sehr unterschätzt, dann aber mit brachialer Gewalt in viele Lebensbereiche.
Auch wenn da immer ein gewisses Maß an Panikmache mitschwigt und die Experten hierzulande immer noch berechtigterweise versuchen zu beruhigen, macht man sich ja trotzdem irgendwie doch nen Kopf. Wohl auch vor Allem, wenn man Beziehungen nach Chinaland hat.
Mit Schwiegermutter haben wir schon abgeklärt, dass sie erstmal nicht mehr so oft das Haus verlassen soll und wenn dann doch, nicht unbedingt den Bus oder die Bahn nimmt. Das erschwert das Leben schon sehr, denn Taxis oder die viel mehr verbreiteten DiDis fahren in China so gut wie nicht mehr. Lieferservice in Corona-Zeiten? Auch sehr schwierig.

Ich bin ja derzeit wieder am Projekt „Resturlaubsabbau“ und hatte mir im Vorfeld vor einigen Wochen schon nen Termin beim Hausarzt meines Vertrauens geben lassen. Zum einen den dritten Teil der Zeckenschutzimpfung, die man ja unbedingt haben sollte, wenn man in kurzen Laufklamotten durch die Wälder rennt, und dann sollte ich doch unbedingt nochmal einige Blutwerte checken lassen, die bei meinem letzten 2-Jahres-Check unerklärlicherweise die vorgegebenen Grenzwerte nicht einhielten.
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Spitzensportler-Hurricane

Letztens hab ich ja berichtet, dass ich mit meiner Neuerwerbung Brook Ravenna nicht wirklich klar gekommen bin und die zurückbringen wollte.
Ham die in dem Fachgeschäft auch glatt weg gemacht und mich diesmal auch richtig beraten. Beim letzten Mal war ich wohl zu sehr vom Tragekomfort der Brooks beeindruckt, dass ich auf ausgiebiges Testen mehr oder weniger verzichtet habe. Das passiert mir nicht nochmal.
Bin diesmal echt mit den jeweils vorgelegten Stücken rausgegangen und jedes Mal um den Block gelaufen… Auch wenn die Leute mich komisch angesehen haben, wie ich da so mit unterschiedlichen Schuhen umherlaufe. Egal.
Begeistert bin ich jetzt von Saucony Hurricane 22. Hab ich noch nie gehört, aber richtig teuer waren die zumindest mal… Ist echt schon Spitzensportlerniveau… Aber wenn dadurch die Knochen heil bleiben, solls mir recht sein…
Jetzt bin ich ja sowas von gespannt auf meinen ersten Lauf damit… doof nur, dass ich eine selbstauferlegte Winterpause bis mindestens Mitte März habe…
So kann ich eigentlich auch jetzt schon am vorletzten Februartag den Monat mit der Verkündung der Monatsstatstk beschliessen: 184,5km verteilen sich auf 18 Läufe… Nicht schlecht, wie ich finde, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass heute schon der vierte Lauffrei-Tag der Winterpause ist…

Februar

Resturlaubsabbau

Eine blöde Besonderheit im deutschen Angestelltenverhältnis ist ja, dass man seinen Jahresurlaub immer im gleichen Jahr abbauen soll, in dem man den Anspruch erworben hat. Ausnahmsweise lässt ein guter Arbeitgeber einem noch Zeit bis Ende März des Folgejahres, bevor der Anspruch verfällt.
Da ich letztes Jahr nicht wirklich großartig zum Urlaubnehmen gekommen bin bzw. dem Göttergatten und mir auch kein schickes Reiseziel eingefallen ist, sitz ich jetzt noch auf dem einen oder anderen Urlaubstag, den ich jetzt ein bisschen vertrödeln darf. So geschehen mal wieder diesen Montag. So eine Vier-Tage-Woche hat doch was.

Da die Stuttgart-Laufschuh-Brooks, obwohl erst rd. 500km in sechs Monaten gelaufen, Dank der vielen Asphaltlaufeinheiten in der Hauptstadt, dann doch schon ziemlich fertig sind, hab ich beschlossen, mir neue zuzulegen. Das ist doch mal eine sinnvolle Urlaubsbeschäftigung…. Wieder Brooks, anderes Modell. Bin sehr gespannt auf die ersten Einsätze. Gestern gab es die aufgrund Urlaubsfaulheit, Regen und Trainingspause noch nicht.
Am ersten Arbeitstag der Woche muss ich ja meist früh aufstehen… sehr früh, um dann erstmal 400km durch die Republik fahren. Und da dann das Spätlaufen zum Feierabend aufgrund von Müdigkeit blöd ist, bietet sich doch die Mittagspause an!
CLK hatte die gleiche Idee und so stürmten wir dem Sturm bei Sonnenschein entgegen und wurden dann ab Kilometer 8 auch noch richtig nass von oben….

… aber war toll… mal wieder einen Sonnenbrillenlauf in der Statistik vermerkt 🙂
Die nordhessischen Brooks, mit denen ich mich ja überwiegend auf unbefestigten Waldwegen bewege, sind übrigens auch nach 760km noch ziemlich ok….

Überraschungsseminar, oder Sei mein Valentin

Am Donnerstag Abend rief LK 2 an: „Wie flexibel bist?“ Er ist Freitag und Sonnabend fürs Darmstädter Baubetriebsseminar gebucht und ein anderer Kollege von seiner Baustelle auch, nur kann der leider kurzfristig nicht.
Gut, dass ich vorbereitet bin und auch ein Paar Halbschuhe, ein Sakko und einige Hemden in Sontra hängen habe…
„Kündigung von Bauverträgen und aktuelle Nachtragsprobleme“….
Ja, ich weiss, jetzt kommt gleich wieder „die böse Bauindustrie will den armen Bauherrn übern Nuckel ziehen“ und so weiter. Aber leider ist die Welt nicht immer so schwarz und weiss, wie es in den Medien manchmal rüber kommt und auch waren typische Bauherrenvertreter dort zur Hälfte vertreten. Man muss eben auch in meinem Metier immer auf der aktuellen Höhe der Rechtssprechung sein und von daher geh ich da auch immer wieder sehr gern hin. Auch wenn man dann mal ein bisschen Wochenendfreizeit abgibt. Noch dazu, wenn am Abend ein Entspannungslauf mit dem erschreckend außer Form geratenen LK 2 ansteht! 🙂

200214

Nach dem Sturm, oder mein Garmin-Statistik-Keller ist ein ziemlich nachtragendes Wesen

Ok, Sabine hat sich zum Glück im Großraum Stuttgart ja nicht wirklich doll ausgelassen. Trotzdem hab ich mal ausnahmsweise am Montag Urlaub gemacht und war auch nicht laufen, sondern hab mich ins Sportstudio begeben.
Hier im Nordhessischen am Dienstag angekommen, überzeugte mich CLK am späteren Nachmittag kurz vor dem Dunkelwerden dann noch, mit ihm eine kleine Runde zu laufen. Mussten auch nur zweimal die Strecke verlassen und übers Feld krauchen, weil größere Bäume den Weg versperrten.

Ich laufe ja in letzter Zeit relativ viel mit CLK und dementsprechend auch mit einer sehr gemütlichen Pace (auch wenn er die Pace anders bewertet). Passend zu meinem guten Vorsatz, es etwas langsamer angehen zu lassen um die alten Knochen zu schonen. Aber dass mein Garmin-Statistik-Keller mir das dann gleich so übel nimmt und den Lauf so einschätzt, dass ich total unsportlich und überfordert sei, ist schon fast frech. Nicht nur, dass er den generellen VO2 max Wert (Bestwert vor knapp 6 Wochen bei 59) mittlerweile nur noch mit 48 ml/kg/min bewertet. Nein, er meint auch, dass ich diesmal mehr als 45min des Laufes an der Belastungsgrenze lief!…. Ok, es hat kurz geschneit und gehagelt, wir haben die ganze Zeit gequatscht, aber ansonsten war das ein wirklich sehr entspannter Lauf! Der Schweiß kam gerade mal durch das erste meiner vier Oberteile :-)… Wer weiß, wie die Puls-Uhr verrutscht ist oder was Garmin da antreibt.

Den Mittwochslauf hatten CLK und ich eigentlich schon abgetan aufgrund arbeitstechnischer Verpflichtungen, aber irgendwie hat es ihn abends um 18 Uhr dann doch nochmal geritten… er wollte unbedingt seine neue Stirnlampe austesten… naja, reicht ja für uns beide, wenn er eine hat 🙂

Metall-Ratte

Gestern hatte ich mich ja gewundert, wieso zum Jahr der Ratte Garmin nen Fisch als Bonuspunkt für eine sportliche Einheit vergibt; heute hab ich für den Sportstudiobesuch mit angeschlossener Body-Pump-Einheit auch noch nen Punkt bekommen…. diesmal richtig mit der Ratte…
Wird übrgens Zeit, dass es Ende Februar wird und die Leute mal wieder ihre Gute Vorsätze fürs neue Jahr verdrängen…. war heute echt voll im Kurs, so dass sämtliche vorrätigen Matten in Gebrauch waren…. Ich glaub, ich setzt jetzt erstmal einige Woche mit dem Kurs aus….

Wunderbarer Fortschritt – hasta la vista baby

Muskelkater à la Benjamin Button

Den Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ kennt ihr doch bestimmt. Ein Erwachsener entwickelt sich im Laufe der Zeit immer weiter zurück.
So ähnlich geht es auch meinem Muskelkater vom Sonntagslauf. Heute war es fast nur noch ein Muskelkaterchen. Und um diesen nicht allzu sehr zu überfordern (meine Garmin Uhr meinte ja gestern nach dem Lauf, dass ich wahnsinnige 61 Stunden zur Erholung bräuchte), hat Cheflaufkollege CLK heute beschlossen, mal wieder in der Mittagspause mitzukommen. Eine ganz entspannte „alte“ Walfrunde und auch nur die kurze Variante, weil er noch nen Nachfolgetermin hatte.

Und da morgen Freitag = Autobahn-nachhausefahr-tag ist, gibt es dann tatsächlich den Körperausruhtag, den die Garminuhr nach dem heutigen Lauf einforderte (41h).

Depressive Stimmung, Antriebslosigkeit, Muskelkater…

Bin ich doch den Muskelkater immer noch nicht losgeworden. Und in der zweiten Arbeitswoche des Jahres hat es mein Auftraggeber doch tatsächlich mal wieder geschafft, mich in der heutigen Besprechung durch seine Ignoranz, Angst und Unkooperationsfähigkeit so weit runterzuziehen, dass ich nach den vier Stunden Besprechen, da halb depressiv aus dem Saal verschwunden bin. Echt kein Wunder, wenn immer wieder durch die Presse geht, dass die Baupreise sich so massiv erhöhen und alles teurer wird, wenn jeder ingenieurtechnisch vernünftige Optimierungsvorschlag einfach derart begründet abgelehnt wird, dass es nicht im Vertrag steht….
Zum Glück hatte jedoch der Sommersonnenwettergott ein Einsehen und überzeugte mich, mich dann doch trotz Muskelkater auf eine kleine Runde zu begeben.

Normalerweise sag ich ja immer, dass man bei Muskelkater dann nochmal schnell ne Runde laufen soll… dann geht der weg….
Kann ich heute nicht bestätigen.
Aber wieder mal festzustellen ist, dass Laufen ein Stimmungsaufheller ist. Man kann toll beim Laufen nachdenken und die Probleme, die einen vorher beschäftigt haben, vertieft analysieren und dann sehr oft auch Lösungsansätze finden.
Und dann auch gleich noch was für seine kardiospiratorische Fitness tun 🙂

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