Archiv der Kategorie: Ärgernisse

Mehrwertsteuersenkung einbehalten?

Das Negativbeispiel vom letzten Beitrag zum Thema Mehrwertsteuersenkung macht ja zum Glück nicht wirklich Schule. Ich denke, die meisten Unternehmen haben realisiert, dass das keine gute Publicity ist, sich daran zu bereichern oder gesund zu stoßen.
Die paar Artikel, die selbst mir als recht unerfahrenem Kunden beim Rewe heute aufgefallen sind, vernachlässigen wir mal.
Vielmehr machen ja doch einige bekannte Marken eher eine Werbekampagne draus „Wir geben die Senkung weiter!“ oder „Wir legen noch 1 % drauf!“.

Oder noch besser: Wir lassen das mal mit der Mehrwertsteuer und geben diese 16% gleich als Ganzes als Rabatt!
So hat Sportcheck dieses Wochenende zumindest geworben und da konnte ich nicht widerstehen und hab mir tatsächlich neue Laufschuhe für Sontra bestellt! Die bisherigen dürften nach 1.070km dann doch früher oder später mal zu ersetzen sein.

Ich weiss, ich hatte mir mal geschworen, dass ich Laufschuhe immer vorher anprobiere und sowas nicht im Netz bestelle, aber wenn man die Dinger schon mal so günstig bekommt und außerdem auf den Coronasportladenbesuch verzichten kann? Kann ja eigentlich nichts schief gehen?!

Dachte ich zumindest. In meiner Mailbox fand ich dann heute die Benachrichtigung, dass ich den Artikel wohl wieder abbestellt hätte (was ich nicht habe) oder es eine Abweichung im Lagerbestand gab… Wieder einmal mehr der Beweis, dass online bestellen nicht meins ist 😦

Schade eigentlich… Aber wer weiss, wofür es gut ist…
Müssen meine Sontra Brooks wohl bis nach Corona halten….

Hammelsprung in die Lächerlichkeit?

Da diskutieren unsere lieben Bundestagsabgeordneten seit Jahren den Kohleausstieg und zur abschießenden Abstimmung der Beschlussvorlage, welche nebenbei bemerkt mit 18 weiteren Jahren Dreckschleuderei schon mehr als peinlich ist, muss der Bundestagsvize erstmal zum Hammelsprung aufrufen, um die Beschlussfähigkeit des Bundestages festzustellen. Mega-peinlich. Zumal sich zur selben Zeit die wenigen anwesenden Abgeordneten auch noch bei der seit Jahren geforderten Wahlrechtsreform nicht einig wurden. Wozu braucht man diese Reform eigentlich. Der Bundestag könnte zu gross werden? Mehr als 800 Abgeordnete nach der nächsten Wahl? Na vielleicht gibt es dann ja weniger von diesen armseligen Bildern mit leeren Sitzplätzen, wie vom letzten Arbeitstag vor der Sommerpause.

Festtage der Schäbigkeit

Die Überschrift hab ich vorhin auf Radio Eins vom Herrn Tennhagen gehört. Fand ich eine gute Umschreibung. Nachdem die deutsche Gesetzgebung im Angesicht der aktuellen Krise es ermöglicht hat, für in Not geratene Leute und Unternehmen die Mietzahlungen zu stunden und mit als Erstes sich Unternehmen meldeten, die bis vor Kurzem noch mit Milliardengewinnen glänzten, sollten diese Konzerne vielleicht doch nochmal überlegen, ob es so klug war, sämtliche bisherigen Werbe- und PR-Fachleute in die sofortige Kurzarbeit zu schicken oder ob es nicht besser gewesen wär, die nochmal kurz zu fragen, wie sich das auf das Image auswirkt. Das könnte ja eventuell nach der Krise wieder wichtig werden. Ich glaube nicht, dass sich das wieder so schnell richten lassen wird. So manch ein Kunde lässt sich doch auch von einem solchen Image noch Jahre später lenken.
So wie ich seit Jahren schon nicht mehr irgendwas bei Starbucks kaufen würde, weil die keine oder nur minimalistische Steuern zahlen. Apple-Produkte? No Go.
Amazonbestellungen? Nicht mit mir. Under Armour Sportklamotten? Würd ich ja nur zu gern, denn die haben meines Erachtens doch die stylischsten Sachen, aber deren Nähe zur amerikanischen NRA, kann ich denen einfach nicht verzeihen.
Nun kommen also auch noch Adidas und Puma auf die Liste? Deichmann und H&M sind mir egal, da hab ich bisher eh nie was gekauft. Die würden also meinen Boykott nicht wirklich spüren.
Nun könnte man sagen, dass es doch eine wirtschaftliche Notwendigkeit sei, auf die Kosten zu achten, um so die Arbeitsplätze auf die lange Sicht zu sichern. Ja klar doch, aber wenn man letztes 2 Mrd. Gewinn vermeldete, müsste doch jetzt, drei Monate später, doch noch etwas davon da sein, um so eine kurzzeitige Krise zu überstehen?! Die Mitarbeiterkosten sind eh schon reduziert bzw. dank Kurzarbeiterreglung an den Steuerzahler abgetreten worden. Wo bleibt denn dann noch das wirtschaftliche Risiko? Wo bleibt der eigene Beitrag zur Bewältigung der Krise, so wie er derzeit von jedem abverlangt wird?
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Hat ja nicht lang gedauert…. Kaum dass ich diesen Artikl hier online gestellt hab, lenkt der Sportkonzern auch schon wieder (teilweise) ein… „Private“ Vermieter bekommen natürlich ihre Miete. Bin ich ja beruhigt, dass Leute, die ihre Läden für monatlich hunderttausende von Euro in den Top-Lagen der deutschen Innenstädte vermieten, auch weiterhin ihre Almosen bekommen und nur die grossen Vermietungsfirmen Verständnis für Mietausfall zeigen müssen.

Freihandel vs. Klimawandel

Unser lieber Wirtschaftsminister, von dem man eigentlich seit Amtsantritt nichts mehr gehört hat, ausser dass er sich über die schlechten Mobilfunknetze aufregt, will wohl dem orangehaarigem Monster aus Übersee nachgeben und Importzölle für Autos auf Null senken. Gaaanz tolle Sache, Kostenloser Freihandel für alle! Goldene Zeiten kommen auf uns zu! Staatseinnahmen sind egal, werden die Kosten doch mal wieder mehr als amortisiert durch die Mehrexporte Richtung Westen… auch wenn die Einnahmen dann bei den Konzernen landen. Egal.
Schlag ich heute den Spiegel auf und seh gleich vorn an die Werbung von Jeep

Jeep

Toll, dass ich mich bei meinen tausenden Kilometern pro Monat in meinem kleinen Golf versuche zusammen zu reissen (auch wenn es viele Stunden meines Lebens dauert) und derzeit den durchschnittlichen Verbrauch bei 4,7l/100km habe und wir jetzt demnächst dann noch einfacher an Auto´s mit 710PS kommen, die von vornherein einen kombinierten Verbrauch von 17,7 Liter (!) haben.
Sowas Dekadentes muss man doch staatlich unterstützen….

Oder aber dann doch lieber ganz drauf verzichten und just for Fun ne Runde laufen

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Zirkeltag

Die hiesige kommunale Presse machte heute mit dem „Zirkeltag“ auf.
Die Berliner Mauer ist auf den Tag genau so lang weg, wie sie von 1961 bis 1989 stand: 10.316.
Kinners, wie die Zeit vergeht.

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So freudig dieser „Gedenktag“ für mich auch ist:
Beim Lesen der Zeilen unter dem Bild auf der ersten Seite der heutigen „Südwest Presse“ hab ich mich schon gleich das erste Mal aufgeregt.
„… Vielen Westberlinern war nur noch ein Blick in die DDR vergönnt, bis sich dann – am 09.November 1989 – die Grenzen wieder öffneten …“
Was haben die Ostberliner da gemacht? Denen war dann bald nicht mal mehr der Blick vergönnt.

Auf den Seiten 2 und 3 führen die Herren von der WestSüdwest Presse aus, wie es um die jetzt 56-Jährigen des 61 iger Ostjahrgangs heute so bestellt ist. Kurzfassung:
Ein Teil feiert heute noch den Herrn Bundeskanzler von damals und wer ihn nicht feiert, ist bei der AFD, Pegida, den Reichsbürgern und ähnlichen Vereinen. Kurz, ein Wutbürger.

Auch wenn ich als zu Wendezeiten gerade mal 15-Jähriger, nur etwas über die Hälfte der 10.3165 Tage „hinter“ der Mauer gelebt habe, ein Kommentar von mir.
1. Ich kenne niemanden in den neuen Bundesländern, der heute noch Herrn Kohl dafür feiert, dass „er“ die Einheit gebracht hat. Ich hab die Presse von damals dann doch eher anders in Erinnerung. Herr Kohl war es nicht, der als Erster diese Möglichkeit in Betracht gezogen hat, er hat eher gebremst.
2. Google sei Dank kommt man schnell zu dem Schluss, dass der Grossteil der oben zitierten AFD Mitglieder doch eher westsozialisiert ist.

afd
Quelle: http://www.bpb.de

Platz 1 bis 6 westdeutsche Länder, erst dann mit Sachsen ein ostdeutsches.

3. Reichsbürger… so ein Schwachsinn
Lieber Herr Journalist der SWP. Wiederum ein bisschen Google benutzen und schon kommt man zu den Kollegen der FAZ, die wiederum Zahlen vom Focus veröffentlichen: 3.500 in Bayern, 2.500 Ba-Wü, 2.200 NRW, 1.400 Niedersachsen und erst dann wieder das erste östliche Bundesland mit 1.300 (Sachsen).

Wenn ich jetzt bei den oben zitierten WutReichsPegidaAFDBürgern wär, könnt ich ja jetzt wieder „Lügenpresse“ schreiben. Mach ich aber nicht. Das war einfach nur ein mies gemachter Artikel in der SWP, der sich leicht hätte verhindern lassen, wenn sich der Autor nur mal ein bisschen angestrengt hätte und womöglich mal in den Osten rüber gefahren um die dortigen Leute mal kennen zu lernen, bevor er über sie schreibt. Aber Zone is ja janz schön weit weg. 😦

Hätte den beschriebenen Artikel ja gern hier zum Nachlesen verlinkt; dummerweise hab ich ihn auf den Online-Seiten der SWP nicht gefunden. sorry for that

Samsung S6

Nachdem ich Mitte letzen Jahres mein bis dahin mehr oder weniger toll funktionierendes drei Jahre altes S4 durch einen vibrierenden Fall vom Fensterbrett schrotten lassen hab (#Spider-App), meinte Cheffe, ich möge mir doch ein neues zu organisieren. Nachdem er mir das dann drei mal gesagt hat, hab ich mir im Februar oder März von unserem Kaufmann dann doch ein neues Telefon bestellen lassen. S6.
Ok, nicht unbedingt das Neueste vom Neuen, aber zumindest gehts (hoffentlich) nicht in Flammen auf.
Was ich an dem Tel so toll finde:

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Jedes mal, wenn ich es abends auf die Ladestation stelle

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oder morgens da wieder runter nehme

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beglückt mich das Telefon mit solchen schicken Bildchen.

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Find ich total nett vom Telefon.

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Ich muss zugeben, dass ich die Bildchen total gern anschaue.

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Mit diesem Artikel möcht ich natürlich auch von dem Umstand ablenken, dass ich heute unseren letzten Vorbereitungslauf vor dem grossen Donnerstag absagen musste!
LK 1 und LK 4 liefen heute allein.
Ich hab mich nicht unbedingt vom heissen Wetterchen abschrecken lassen (Donnerstag wird´s wohl noch deutlich mehr?!), nein, nur von der Tatsache, dass mein gestriger Lauf durch den Kräherwald meinem linken Knöchel nicht unbedingt so gut tat. Dieser liess sich es nämlich nicht nehmen, in einem kleinen Löchlein einfach mal richtig plöd umzuknicken, so dass ich gleich schon einen Schritt weiter wusste, dass das jetzt kontraproduktiv war für Bestzeiten am Donnerstag…
Teilnahme am Dota seh ich derzeit nicht gefährdet, aber bis dahin will ich lieber nichts riskieren und den ollen Knochen etwas schon.
Schau ich mir lieber noch ein schickes Bildchen an.

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Luxusprobleme

Wie einige meiner treuen Leser vielleicht wissen werden, wohne ich in der zweitschönsten Stadt Deutschlands (hab ich vielleicht schon das eine oder andere Mal erwähnt). In der schönsten Stadt Deutschlands hab ich mal studiert (muss jetzt aber nicht unbedingt wieder zurück nach Potsdam).
Nun bin ich ein alter Sack, mittlerweile jenseits des Schwabenalters (40+), und so kommt es, dass man sich so ab und zu Gedanken macht über die Zukunft macht.
Früher haben sich die Leute mit Anfang 20 ne Bleibe gebaut oder gekauft und die nächste Hälfte des restlichen Lebens diese dann abbezahlt. In meiner Generation fing das ganze dann etwas später an, so dass die nächste Hälfte des restlichen Lebens schon fast nicht mehr ausreicht, um noch vor der Rente dann irgendwann mal schuldenfrei zu sein.
Ich muss zugeben, dass ich den Zug irgendwie verpasst hab und tatsächlich immer noch in meiner Mietwohnung lebe (wenn ich denn mal da bin, so am Wochenende).
Ich hab irgendwann mal beschlossen: Ich zieh hier aus dieser Stadt nicht mehr weg! Und suche seitdem ne schicke kleine Wohnung, so am besten mitten in der Stadt.
Und ich suche.
Irgendwie hat sich nie das Richtige ergeben oder ich hatte nicht den Mumm, mich zu entscheiden, mich bis zur Rente zu verschulden.
Ist ja auch keine wirkliche Not da, derzeit. Leb ja gut hier.
Und trotzdem suche ich.
Wie des öfteren so durch die Presse geht, wissen die Leute hier in der Gegend anscheinend oftmals nicht mehr wohin mit ihrer Kohle, so dass die Preise für Neubauten die letzten Jahre regelrecht explodiert sind. Wieso bei den Handwerkern, Bauarbeitern bzw. Baufirmen davon im Endeffekt so wenig hängen bleibt, ist mir ein Rätsel. Wir sind halt wohl nur zu doof. Aber darauf wollte ich ja gar nicht hinaus.
Heute hab ich ein Immobilienangebot in traumhafter Hanglage mit Blick auf die Stadt, unweit der lauten Bahngleise bekommen, da musste ich doch wirklich etwas schlucken.

Dekadente 8.081€/m² für die erste Buchte, 8.743€/m² für die letzte.
30.000€ für nen lumpigen Garagenstellplatz.

Ham die eigentlich noch alle Latten am Zaun?

Ich bleib in meiner Mietwohnung.

Nix zu berichten

Nachdem ich mir, wie letztens schon berichtet, beim letzten Lauf irgendwie nen Zuch eingefangen habe, gesellte sich am Sonnabend auch noch die Triefnase hinzu… so ein Grummel.
Um die nicht grossartig im Büro weiterzugeben, mach ich heute mal Homeoffice und so sitz ich zum Frühlingsanfang hier rum, ohne grossartig was berichten zu können…
Da gehts Göttergatten besser, der hat mal wieder ein aufregendes Leben mit fliederfarbener vermeintlicher Prominenz und so…

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1.000, oder das ABC der richtigen Bekleidung

Hab mir die Woche beim großen Kaffeeröster, der auch andere Dinge vertreibt,
ein „Multifunktionstuch“ zugelegt.

Tuch

Gut angelegte 6,99€, denk ich mir so, wenn ich an einige der letzten Läufe zurückdenke, bei denen es doch recht windig war.  Auch wenn ich überlegt habe: „Was solls? Winter ist doch vorbei!“
Gestern nun, wie berichtet, noch ein letzter sommerlicher Lauf, bevor der grosse Herbsteinbruch für zwei Tage zurückkommt. Es war bei 17° leicht windig, eigentlich fast nicht bemerkbar beim Laufen. Hab das Tuch also weggelassen und mich oben rum auf zwei Shirts beschränkt. Was soll ich sagen? Es hat mich irgendwie voll erwischt: „Zuuuug“!!!…
Der „Zuch“, wie ick sage, ist mir voll in die Schulterpartie gezogen…
Göttergatte hat mir am Abend aus seiner Hausapotheke noch drei Wunderpflaster mit traditionell aromatischen (um nicht zu sagen stinkenden) Duftstoffen der TCM draufgeplastert.

Wobei TCM  tcm

hier nicht für „Tchibo Certified Merchandise“ steht, sondern für „traditionelle chinesische Medizin“, TCM oder chinesische Medizin (chinesisch 中醫 / 中医, Pinyin zhōngyī).

Nur über Nacht geholfen, hat´s wundersamerweise leider nicht. 😦
Also heute morgen zur Apotheke um die Ecke, um für 50% mehr als online angeboten,
das richtige ABC zu kaufen. Mal schauen, ob das hilft und das Wochenende noch wenigstens am Sonntag etwas sportlich werden kann.

abc


Warum eigentlich 1.000?

DIES WAR DER 1.000 ste BEITRAG HIER AUF DIESER SEITE!!!

Danke für Lesen, meine lieben Verfolger! 🙂


Nachtrag:

sogar WordPress gratuliert 🙂

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Seehofer mag Putin

Seehofer mag auch Trump.
Heute mal wieder in der Onlinepresse zu lesen, dass der bayrische Ministerpräsident einen auf „gross“ macht und sich in die Weltpolitik einmischt. Die Sanktionen, die damals nach der Annexion der Krim gegen Russland verhängt wurden, mögen doch bitte zur Wirtschaftsförderung wieder aufgehoben werden. Und in den Kreis der G8 sollen sie auch schnellstmöglich wieder zurück. Dass Putin die Insel noch nicht wieder zurückgegeben hat, und wohl auch nicht vor hat, dies zu tun, scheissegal. Hauptsache, der Wirtschaft gehts gut.

Quelle: http://www.zeit.de/index
(Bild http://www.zeit.de)

Jetzt hat er auch noch seine Bewunderung für die Effektivität der Umsetzung der Wahlversprechen des neuen US-Präsidenten zum Ausdruck gebracht und ihn zu sich nach Bayern eingeladen.
Auch wenn er extra noch betont, dass er mit den Zielen nicht unbedingt übereinstimmt, verweist er darauf, dass in Deutsch­land in dieser Lage erst einmal „ein Ar­beits­kreis, eine Prüf­grup­pe und eine Um­set­zungs­grup­pe gebildet“ werden würden.
Auch wenn mir persönlich manchmal die Drögigkeit der deutschen Bürokratie auch auf den Geist geht, ist es doch gerade in solchen Fällen der Gefahr des Abdriftens eines ganzen Staates in das Vorstadium einer Diktatur, ein Segen, Arbeitskreise, Prüf- und Umsetzungsgruppen zu haben. Manchmal hilft es doch, ein wenig länger über Dinge nachzudenken.

„Deutschland könne es sich nicht leisten, sich gleich­zei­tig mit den USA, Russ­land und Groß­bri­tan­ni­en anzulegen.“

Doch, werter Herr Seehofer, Deutschland kann und sollte es, wenn es um die grundlegenden Dinge unserer Weltanschauung, unserer Demokratie, geht! Es ist nicht so, dass Deutschland hier auf der falschen Seite der Moral und letztendlich der Geschichte steht. Trump verlässt mit seiner Politik die Gemeinschaft der westlichen Welt, Großbritannien verlässt die Europäische Union, Putin hat mit seiner Ausweitungs- und Aggressionspolitik schon längst den moralischen Kompass verloren (von den innenpolitischen Entwicklungen, die er zu vertreten hat, ganz zu schweigen). Die Frage ist also auch, wer sich hier mit wem anlegt.
We didn´t start the fire.

Zum Glück beschränkt sich der Einfluss, den ein kleiner Provinzfürst auf die grossen Entscheidungen der Weltpolitik hat, auf ein Minimum.

Ebbe in der Kasse

Seit Ewigkeiten hat Deutschland Schulden.
Angefangen hat der ganze Spaß Anfang der Siebziger des letzten Jahrhunderts und seitdem kennt der Schuldenstand eigentlich mehr oder weniger nur eine Richtung. Nach oben.
Der sich immer wieder selbst hochlobende Finanzminister mit seiner schwarzen Null konnte den Trend da auch nicht wirklich umkehren. Beim geringsten Husten der Weltwirtschaft wird es wieder heissen
„Störung gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts“ und schon geht die muntere Schuldenfahrt weiter.
Bert Rürup (ja, der mit der ehemaligen Kommision) vom Handelsblatt Research Institute hat die 5 Lösungen:

Ruerup

Die ersten drei nennt er „die seriösen“, die beiden anderen „die unseriösen“ Lösungsansätze zum Schuldenabbau.

Wirtschaftswachstum haben wir seit Ewigkeiten fast jedes Jahr, wobei sich dadurch am Gesamtschuldenberg jenseits der 2 Billionen Euro nicht wirklich merklich was geändert hat. Sieht natürlich prozentual gesehen deutlich schöner aus, wenn statt der vor einigen Jahren festgestellten mehr als 80% des BIP nun derzeit „nur noch“ 68% stehen. Ist einfach nur das BiP gewachsen.

Der Bund der Steuerzahler schreibt seiner Schuldenuhr aktuell 129€ pro Sekunde hinzu.

bundersteuerzahler

Wie man eigentlich bei einem Anstieg der Schulden von 129€ pro Sekunde (!) von einer Nullneuverschuldung sprechen kann, versteh ich nicht. Vielleicht beruft sich Herr Schäuble ja auf andere im Internet zu findenen Schuldenrechner. Der hier geht tatsächlich um gut 400€ / Sekunde rückwärts. Wobei der aber auch zeigt, dass wir trotzdem immer noch über 500€ pro Kopf allein nur für Zinsen im Jahr zahlen. Jeder!

Ausgabenkürzung – Ha! – Hat man das jemals wirksam beim öffentlichen Dienst gesehen?
Selbst solche Budgets, von denen man eigentlich eine deutliche Reduzierung erwartet hätte, wie dem Militärhaushalt nach der Wende und der friedlichen Zeit danach inkl. der Abschaffung der Wehrpflicht, sind im Endeffekt heute wieder größer, als damals. Und aufgrund der sich abzeichnenden weltpolitischen Situation ist wohl auch hier von deutlich höheren Kosten in Zukunft auszugehen als derzeit (irgendwas um die 33 Milliarden / Jahr).
Gespart wird natürlich! Beim kleinen Mann, Sozialleistungen usw. . Aber komischerweise reicht das im Endeffekt nicht wirklich aus, um von dem 2 Billionenberg wegzukommen.

Steuererhöhung.
Auch wenn sie nicht jedes Jahr neu beschlossen werden, sind sie da. Stichwort „Progression“. Von jeder Lohnerhöhung, über die sich der kleine Mann freut, freut sich der Herr Finanzminister noch mehr, weil er einfach mehr davon abgreift.
Aber so richtig ran an den grossen Speck, will die Regierung nicht. Aktuell heute erst hat sich die Chefin der Grünen mal wieder für eine Vermögenssteuer ausgesprochen. Aber so schnell kommen wird sie nicht, wenn selbst Ihr Obergrüner aus BaWü dagegen ist. Die Partei zerlegt sich mal wieder an der Thematik.
Ich versteh es einfach nicht.
Das reichste Zehntel der Deutschen hielt im Jahre 1983 noch 48% des Gesamtprivatvermögens. Mittlerweile sind wir bei mehr als 60%! Wo ist das Problem, an diesen Schatz ranzugehen?
Klar spielen hierbei viele Faktoren eine Rolle. „Steuergerechtigkeit“, Verbot der Doppelbesteuerung und so weiter. Letzteres hat das Verfassungsgericht mal verboten, woraufhin die alte Vermögenssteuer ja mal abgeschafft wurde. Aber dafür haben wir doch derzeit eine Grosse Koaltion, auf dass sie das Grundgesetz für die wirklich wichtigen Fragen ändern kann!
Warum nicht an den Spitzensteuersatz ran?
Die derzeitige Grenze liegt bei 52.882€ pro Jahr. Das heisst, alles was ich über dieser Grenze verdiene, wird mit 42% besteuert. Von 52.882€ bis 250.731 steigt der Steuersatz nicht mehr und macht dann erst einen kleinen Hüpfer um 3 Prozentpunkte auf dann 45%, um von da an gleich zu bleiben. Warum keine weitere Progression?! Ist das gerecht? Warum kann der Reichensteuersatz nicht einfach auf 60% steigen? Die Betroffenen werden nicht am Hungertuch nagen. Versteht mich nicht falsch. Ich bin mit Sicherheit kein Sozialist. Ich mag den Kapitalismus. Aber nach meinem Dafürhalten gehört einfach etwas mehr soziale Verantwortung mit dazu. Wer mehr hat, gibt auch mehr.

Aber unsere Regierung hängt mal wieder in alten einfachen Mustern. Und was ist einfacher als Dinge zu verkaufen, wenn man Geld braucht?! Also verkaufen wir die Infrastruktur unseres Landes, wie es heute wieder in der Presse umhergeistert. Tolle Idee! Privatisierung hat die letzten Jahre ja schon immer sehr toll geklappt. Sei es Wasserversorgung, Gasversorgung, Post oder Bahn. Bei letzterer ist es selbst nach 20 Jahren der Privatisierung noch nicht gelungen, da irgendwie mal kein Zuschussgeschäft draus werden zu lassen, wie ebenfalls erst heute wieder im Spiegel zu lesen ist.
Als jemand, der bei einem Baukonzern arbeitet, freu ich mich natürlich über die neuen Möglichkeiten, die eine Privatisierung so mit sich bringt. Auch für mich als Nutzer der Autobahnen wird das viele Vorteile haben. Aber gerade mit Blick auf die bisherigen Ausführungen von Privatisierungen, hab ich da so echt meine Zweifel, ob das ein gutes Geschäft für den Staat und damit zur Bekämpfung des Schuldenbergs beitragen wird.

Die beiden von Rürup zuletzt genannten „Inflation“ und „Progression“ brandmarte er als „unseriös“.
Dass die Progression Teil des Steuersystems ist, hat er noch nicht gemerkt (liegt wohl vermutlich über der o.g. 45% Marke).
Dass dabei im Eurostabilitätspakt eine Zielmarke von 2% Inflation genannt ist, lässt er mal lieber unerwähnt.
Dass die Inflation in Deutschland laut den Statistikern seit Jahren auf Rekordniveau bei 0% liegt, erscheint beim Blick auf die monatlichen Ausgaben eines kleinen Privatmannes doch etwas fragwürdig. Die alte Weisheit „Alles wird teuer“ gilt meines Erachtens heute noch genauso wie früher. Wobei ich allerdings auch nicht unerwähnt lassen möchte, dass es in anderen Ländern deutlich krasser ist und wir uns von daher glücklich schätzen sollten.

Um es zusammenzufassen: Weg mit dem Schuldenberg, allerdings mit den richtigen Mitteln und auf den richtigen Wegen. Was momentan diesbezüglich läuft, ist einfach zu kurz und zu unsozial gedacht. Zu viel Kientelpolitik, falsche Subventionspolitik. Keine Visionen, keine Vorstellungen von einer besseren Welt.

Präsidentschaftswahl

Die USA wählen demnächst und bei den Simpsons wurde der aktuelle Zustand schon vor vielen Jahren vorausgesagt.

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Ihr habt keine Wahl!

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Trump oder Clinton? Pest oder Cholera?

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America you can be my ex wife!

Trump

Der Zeptovirus oder Manchmal gibt es solche Tage…

Gestern morgen rief mich ein Vertreter unseres Auftraggebers an und fragte, ob ich ihn begleiten könnte zu seinem mehr oder weniger Vorgesetzten um dort ein Problem zu beraten und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Klar, mach ich doch gern! Bin ja schliesslich daran interessiert, dass sämtliche Probleme dieser Welt gelöst werden und wir dann in Ruhe bauen können.

Negativ: Meeting soll in München sein und zweitens auch gleich noch heute morgen.

Ich also extra da hin gefahren und mich mit nem weiteren Vertreter des Bauherrn getroffen und dann gemeinsam da zu diesem Typen. Dieser, von den Leuten, die ihm bisher begegnet sind, als Gottheit bezeichnet, kam mir jetzt nicht wirklich wie ne Gottheit vor. Viel mehr musste ich mich wirklich am Riemen reissen, dass ich ihm nicht an Ort und Stelle sage, was ich von ihm halte. Sowas von arrogant und selbstherrlich. Ich bin glaube ein recht ausgeglichener, erfahrener Mensch. Kommt echt selten vor, dass mir jemand auf Anhieb und auf den ersten Eindruck so unsympathisch rüber kommt…. Aber is halt so.

Egal, bin ja Profi. Stunde dort gequatscht und dann wieder anderthalb Stunden im Auto zurück zur Baustelle, innerlich mir immer noch auf die Schulter klopfend, dass ich nen vernünftigen Job habe und zum Glück nicht darauf angewiesen, in so nem Verein zu arbeiten.

Hier angekommen kam bald danach die erste Meldung: Du, EDV-Beauftragter! Da sind ganz komische Dateien in unserem Ablagesystem… *.zepto…

Na super… haben wir es mal wieder geschafft:

Ich zitier mal [Quelle sicherpc.net] „….Die Zepto Ransomware ist eine neue Version der Locky Ransomware, die am 27. Juni 2016 veröffentlicht wurde. Genau wie seine Vorgänger verwendet auch dieser Parasit einen asymmetrischen (RSA-2048 und AES-128) Verschlüsselungsalgorithmus. Doch diese neue Variante hat einige Besonderheiten. …“

Gerade mal 5 Wochen auf dem Markt und schon hat es einer meiner Kollegen geschafft, auf so eine Anlage in ner Mail zu klicken (auch wenn er bestreitet, dass er den Anhang geöffnet hat).

Echt wahnsinnig, wie schnell sich der Virus in unserem System breit gemacht hat! Wir konnten nachvollziehen, dass der Angriff ca. um 14:30Uhr angefangen hat und bis meine schnelle Eingreiftruppe das nach gerade mal einer Stunde eingrenzen / stoppen konnte (wie ich hoffe), sind schon Hunderte von Dateien  verschlüsselt und somit unbrauchbar. Und überall erscheint die Meldung, dass man für nur einen halben Bitcoin (derzeit ca. 270€) die Sache wieder rückgängig machen kann. Lösegeld sozusagen. Ist das jetzt pro Datei (Wucher!) oder ist der halbe Bitcoin für alle meine Dateien (Schnäppchen!)? Und gibt es überhaupt jemanden, der sich so erpressen lässt?

Ich nicht, bezahlt wird nicht.
Zum Glück haben wir hier eine (hoffentlich perfekte) Datensicherung von gestern abend.

Zusammenfassend: Solch Tage wie heute braucht kein Mensch.

#Brexit und kein Ende

Der #Brexit ist immer noch in aller Munde.
Wie wär´s gewesen, wenn die Gegner der Leave Kampange gewonnen hätten? – Spekulation.
Fakt ist, die Ausstiegsbefürworter haben gewonnen.
Volksabstimmungen sind das Optimal der Demokratie, beinhalten allerdings auch die Gefahr, dass kurzzeitige Schwankungen der Gefühlslage der Bevölkerung sich womöglich in die Richtung auswirken, in die der nicht ganz so weit oder nicht immer zu Ende denkende Teil der Bevölkerung es hinterher dann doch nicht wollten.
Beste Beispiele sind die Fälle, die derzeit so durch die Presse geistern….

„wenn ich gewusst hätte, dass meine Stimme tatsächlich zählt, hätte ich anders abgestimmt…“

Naja, fällt einem nichts mehr zu ein.
Derzeit wächst eine Online Kampagne, die mit mittlerweile mehr als 2,6 Mio Unterschriften mehr oder weniger die Annullierung des Referendums fordert, da erstens nicht genug Leute dran teilnahmen und zweitens weniger als 60% der Bevölkerung für „leave“ stimmten.
Und wieso auch nicht?
Cameron hat zwar jetzt seinen Rücktritt angekündigt und lässt den Austritt dann jemand anders beantragen, irgendwann mal, aber er hat doch damals das Referendum extra als nicht bindend eingestuft, so dass vor einer solchen Austrittserklärung zunächst erstmal das Parlament nochmal entscheiden muss! Und da sind die Mehrheitsverhältnisse ja gerüchteweise komplett anders, als das Referendum es nun zeigte.
Da versteh ich echt die Herren bei der EU nicht, die sich zunächst betroffen über den knappen Leave-Erfog zeigten und jetzt darüber aufregen, dass Cameron auf Zeit spielt und den Spaß erst für Oktober ankündigt.

Liebe EU Bürokraten, lasst die Briten doch erstmal alleine klar kommen! Die sind am Drücker, nicht Ihr.
Ich denke, mit dem nun drohenden Zerfall des Vereinigten Königreiches wird sich die Regierung mit Recht etwas Bedenkzeit ausbitten dürfen. Nutzt bis dato lieber die Zeit, um Euren eigenen Stall auszumisten und drüber nachzudenken, was Ihr falsch gemacht habt. Da werden sich bestimmt die einen oder anderen Punkte aufzeigen lassen.

Aber egal wie es ausgeht, liebe Schotten, liebe Nordiren: Ob in der EU oder nicht.
Ihr seid Teil Großbritanniens! Und solltet es auch immer bleiben.

Wieso eigentlich der #Hashtag da am Anfang?

Seit März 2006 gibt es Twitter und zur Feier des 10 Jährigen bin ich jetzt auch dabei
(Karl-Gustav@bloggdings)! Meine Ergüsse hier bei WordPress werden jetzt nicht mehr nur bei Facebook geteilt, sondern auch gezwitschert. Weitere  320 Millionen potentiellen Leser und Follower *g*

Time is up

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Die Zeit ist um.
Die Briten haben sich für den Ausstieg entschieden.
Schade.
Sehr, sehr schade.
Es macht mich betroffen, dass dann doch nicht immer alles sich zum Guten wendet – wenn ich jetzt mal voraussetze, dass meine Ansicht immer das Gute widerspiegelt.
Muss man wohl respektieren, denn auch das gehört zur Demokratie dazu.
Eine Grenze mehr.
Was soll dieses in „Grenzendenken“. Sind wir nicht dazu geboren, nach den Sternen zu greifen und Grenzen zu überschreiten? Sie niederzureissen? Ich versteh´s einfach nicht, dass man sich selber so beschneiden muss und Grenzen wieder aufbaut.
Aber sehen wir es einfach mal very british: Wird schon irgendwie weitergehen.

KMS, die VII.

Ohje…
Hab Anfang des Jahres ja schon berichtet, dass der Zweckverband KMS in meiner alten Heimat vor dem obersten Gericht der Republik was auf die Mütze bekommen hat und, wie von mir prognostiziert, ihre Bescheide verfassungswidrig sind…. wollten sie mir ja nicht glauben.

Sie meinten damals in 2013, neue Wasser- und Abwasseranschlussbescheide verschicken zu müssen.
Von mir wollten sie (und bekamen auch grummelnderweise) 1.189€ für eine Baumaßnahme, die sie 1992 vorgenommen haben. Damals war ich noch nicht mal der Eigentümer. Egal… Nebensächlichkeiten.

Nun ist die Ahnungslosigkeit bei der KMS gleich nochmal ein Stück größer:
Wie mit den überraschenden Neuigkeiten umgehen?

Neueste Idee:
Wir zahlen die zuviel eingeholte Kohle einfach zurück!… Und erhöhen im Gegenzug die regelmässigen Gebühren!…. Aber nur für die, die Ihre Kohle böserweise wieder haben wollten….

Hier schreiben sie es schwarz auf grau.

Faszinierend find ich ja schon wieder die Dreistigkeit der Verbandsvorsteherin, das Urteil des BVG zu beurteilen:

„… Denn mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts und der Entscheidung des OVG Berlin-Brandenburg ist der Gleichbehandlungsgrundsatz aller Grundstückseigentümer eines Verbandsgebietes nicht gewahrt, weil ein Teil der Grundstückseigentümer (ab dem Jahr 2000) dann einen Anschlussbeitrag gezahlt hat und ein anderer Teil nicht, d. h. es ist wieder kein Rechtsfrieden hergestellt. Im Ergebnis wird das unterschiedlich hohe Gebühren für Alt- und Neuanschließer zur Folge haben. …“

Ich glaube nicht, dass die Richter am BVG das gut finden werden. Unter dem Vorwand des Gleichbehandlungsgrundsatzes die zwangsweise angeschlossenen Mitglieder mit unterschiedlichen Beiträgen behandeln… Warum lassen die beim Zweckverband denn nicht mal jemanden mit Rechtsverstand die strategischen Überlegungen übernehmen?!

Naja, ich seh mich schon wieder Widerspruchsschreiben verfassen… wenn die denn mal so weit sind und mir meine Gebühren erstattet haben und dann die Wassergebühren neu festlegen. Wohl frühestens irgendwann Ende 2016.

In 28 Minuten von Ulm nach Stuttgart…

Dafür arbeite ich wohl…
Also, dass man das später irgendgendwann mal mit dem Zug hinbekommt. Dafür setz ich mich am frühen Montagmorgen ins Auto und fahr von Stuttgart nach Ulm und normalerweise am Freitag nachmittag wieder zurück. 1 Stunde 10 mit Auto. Normalerweise.
Heute die bisherige Krönung: 4 Stunden gebraucht.
Sehr entspannt und relaxt, bei recht annehmbarem Wetterchen, so die ganzen Online Nachrichten Portale in Ruhe zu lesen. Das Beste war die Stuttgarter Zeitung, die mich dann informierte, dass da bei Kirchheim ein böser Unfall mit anschließender Vollsperrung war und keiner was weiss, warum, wieso und überhaupt. Aber man wusste zu berichten, dass der Stau sich jetzt auflöst. Da stand ich dann noch ca. 30 min, bis die Auto´s das vor mir gemerkt haben und sich auch in Bewegung setzten.
Dann 5 min normal fahren und schon kamen die nächsten Stauanzeigen auf den elektronischen Strassenhinweisschildern. Konnte dann zum Glück noch runter fahren und Landstrasse nutzen.
Was mich annervt: Der Unfall war wohl ca. 11:30Uhr, wie ich jetzt gelesen habe. Mein olles Navi mit Stauumfahrungssytem wusste um 13Uhr, als ich auf die Autobahn gefahren bin, wieder nischt! Das hat sich erst gemeldet, als ich an der letzten freien Abfahrt vorbei fuhr.
Wieso gibt es so ne supertolle moderne Technik, wenn die funktioniert?!
Wieso stellt sich nicht ein Polizeiwagen an die letzte freie Ausfahrt und leitet den Verkehr raus?
Wird Zeit, dass die Bahnstrecke Stuttgart – Ulm endlich fertig wird… aber dann muss ich ja nicht mehr nach Ulm?!… Mist, wieder nischt.

Fantastisch!

Beim täglichen Quiz von Zeit-Online heute die volle Punktzahl erreicht!

fantastisch

Muss ja ein guter Tag werden….
Es ist sonnig und der ewig verschobene Vorsatz, meiner Uhr eine neue Batterie verpassen zu lassen, kann ja dann in die Tat umgesetzt werden.
Also raus auf die Strasse, Sonnenbrille rausgeholt und schon fällt mir einer von den beiden Plasteteilen entgegen, die die Brille auf der Nase halten. Also gleich zum Optiker (der die auch gleich kostenlos ausgetauscht hat).
Fossil hatte auch für 10 Euro ne neue Batterie für mich und meine Uhr und zur Belohnung gabs ein Eis bei meinem Lieblingseisdealer… diese Saison auch wieder 10 Cent mehr pro Kugel, was einer rund 8 prozentigen Steigerung innerhab einer Saison entspricht. Hatten die nicht erst letzte Saison erhöht?
Auf in den Supermarkt, Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs besorgen….
mmmhhh… gibt schon Erdbeeren….
An der Kasse ein bisschen mit der Verkäuferin unterhalten und dabei wohl genau diese Erdbeeren dann dort (nach dem Bezahlen) auch liegen lassen….
Supi… natürlich erst zu Hause gemerkt, Kassenzettel wollt ich natürlich nicht…. (ok, zurückgegangen wär ich auch nicht… zu peinlich *g*)

Superwahlsonntag…

doofer Begriff… was soll eigentlich daran „super“ sein?

OK, die wenigen Journalisten, die diesen Begriff in der Presse verwendet haben, haben ihn auch, mit Bezug auf den kürzlich stattgefunden super-tuesday, völlig weltoffen halb-amerikanisch ausgesprochen.
Genauso wenig wie das Ergebnis des Superdienstags in den USA als „super“ bezeichnet werden kann, wird´s wohl wohl auch bei unserem Supersonntag werden… Glaubt man den Prognosen… 10, 11 oder 18 %…. vielleicht auch mehr oder weniger… egal… alles desaströse, peinliche Zahlen.

Was wird das ausmachen?

Zunächstmal: Die Welt wird sich weiterdrehen.

Wenn man die bisher gewählten rechtsradikalen Volksvertreter mal so Revue passieren lässt, erledigt sich das Problem wohl wieder in ein bis zwei Legislaturperioden. Bis dahin sitzen die Ihre 5 bis zehn Jahre ab und kassieren erst ihre Diät, maximal garniert mit Redebeiträgen, die einem Ausfluss von jemanden gleichen, der schon mehrere Sauerstoffdiäten hinter sich hat. Und im Anschluss zahlt der Steuerzahler auch noch saftige Pensionen.

Bis dahin sitzen die Wutbürger, die derzeit wohl das Gros des Wählerpotentials der AfD ausmachen, weiter in ihren Ungemach und wählen dann die nächste komische Vereinigung oder verfallen wieder ins Nichtswählertum.

Wer ist schuld?

Gute Frage.

Wahrscheinlich wohl wieder all die anderen. Wobei an dieser Feststellung wohl auch ne Menge dran ist. Politik. Wirtschaft. Lebensumstände. Der liebe Gott.

Ich würd´s mal als gemeinschaftliches Versagen bezeichnen wollen.

Warum geht´s die letzten Jahre eigentlich so wenig um die wirklichen Inhalte?

Dafür haben die Parteien mal sowas wie Parteiprogramme entworfen. Da schreiben die rein, was sie wirklich wollen, wie sie die Welt wirklich sehen. Meist sind nicht wirklich richtige Lösungen mit bei. Eher, Beschreibungen eines Versuchs, den man mal unternehmen könnte… Garantien gibt´s nun mal nicht im Leben.

Was ich mich frage nach diesen kurzen, aber heftigen Wahlkampftagen: Wieso gehen die Parteien nicht mit ihren Programmen hausieren?

Hab heute erstmals nen Flyer im Briefkasten gehabt von der CDU Frau, die hier für den Wahlkreis Stuttgart I in den Landtag ziehen will.

Dr. Donate Kluxen-Pyta.

Ohje.

Nun will ich mich nicht über promovierte Doppelnamenträger lustig machen, auch wenn der Name dazu wirklich einlädt *g*. Aber die Frau hat ein Programm. Ein Ziel. Sie will sich für bessere Schulen kümmern… und noch ein bisschen mehr bla…. Nach einer direkten Ansprache („Liebe Wählerinnen und Wähler“) beschreibt sich kurz und sagt, was sie will, wo sie herkommt, sichert sich mit der Aufzählung ihrer sechsfachen Mutterschaft und der Nennung ihrer unzähligen Tätigkeiten neben Ihrer stellvertretenden Leiterschaft in irgend ner Einrichtung das Wohlwollen der hartarbeitenden Bevölkerung… ach ja, und Hobbies hat sie natürlich auch noch….. supi…. ich frag mich einfach nur: Wie schafft sie das bloß, während ich schon nach nem normalen Arbeitstag die Gusche voll hab? Und sollen wir sie tatsächlich von all den Tätigkeiten abhalten, indem wir sie in den Landtag wählen? Aber alles in allem glaube recht ansprechend gemacht, der Flyer.

Die einzige andere Wahlwerbung in meinem Briefkasten kam vom Super Wini. Auf ökologisch korrektem Recyclingpapier ist dem Dokument ein Interview mit ihm zu entnehmen, ein bisschen Historie zu den Grünen und noch weitere Lobhudeleien von den Untergebenen des Ministerpräsidenten. Naja. Zusammenfassend hat´s mich nicht überzeugt, wählen werde ich ihn nicht, wünsche mir aber trotzdem, dass er bleibt.

Tja, das war´s!

Die anderen Parteien verlassen sich wohl drauf, dass ihre Wähler sich selber informieren.

Kann ich nur sagen: Macht das! Informiert Euch! (oh, vorsichtig… ist glaube ein Wahlkampfslogan der Piraten *g*).

Besonders die Leute, die die AfD wählen wollen, sollten sich vor dem Kreuz nochmal kurz mit dem Programm der Parte auseinandersetzen. Steuererhöhungen, Kirche, Frau an den Herd und Deutschland zurück in die Fünfziger.
Aber schnell lesen bitte. Die wollen ihr Programm erneuern. Demnächst geht´s dann wohl verstärkt gegen den Islam. Die vielen Minarette in Deutschland gehen der Frau von Storch auf den Geist. Und auch die Vorbeter, die immer vom Turm runterrufen, sind ihr wohl zu laut.

Warum haben die das Programm nicht schon früher auf den Markt gebracht? Lächerlicher geht´s ja wohl kaum. Den Stuss müssten sogar die jetzigen AfD Wähler durchschauen… Aber die Info setzt sich wohl nicht mehr durch, bis zum SUPERSONNTAG!!!! Zumahl ich diesen Aufruf nach so einem langen Text ganz unten schreibe… so weit liest doch eh keiner von ihnen….

Andere für Demokratie

Nach der gestrigen Kommunalwahl in Hessen sollten alle gewarnt sein, die  meinen, um ein richtiger Demokrat zu sein, reicht es schon, sich in den Bart zu brummeln, die Prognosen werden schon nicht so schlimm sein: Drittstärkste Kraft mit zwei stelligen Ergebnissen… Es scheint sich tatsächlich zu bewahrheiten, dass ein Zehntel bis ein Fünftel der Deutschen der Meinung sind, man könne nach nur 70 Jahren mal wieder auf Demokratie verzichten und die weit-rechts-aussen-Dummheit wählen.

Sag bitte bloß niemand hinterher, man hätte von nichts gewusst! Wir sind gewarnt!

Bedenken

Gestern abend hab ich ne Reportage auf ARTE gesehen.
Es ging um
netto

Vor Allem um das Geschäfsmodell bzw. die Arbeitsbedingungen beim drittgrößten Discounter Deutschlands.
Quintessenz: Der grosse Erfolg des Konzerns beruht hauptsächlich auf gnadenloser Ausbeutung der Mitarbeiter.
Unterbezahlt und das mit ner 60 bis 80 Stundenwoche.
Und wer sich wehrt, wird gemobbt oder gleich rausgeschmissen.

Bei mir hier um die Ecke gibt´s so nen Laden. Früher war´s mal ein Plus und schon damals mein Stamm-Supermarkt.

Hab lang drüber nachgedacht: Ist es ok, dort einkaufen zu gehn, jetzt, mit dem Wissen, dass womöglich gleich nebenan die Leute ausgebeutet werden? Und ich mit meinem Einkauf dort das auch noch unterstütze?

Warum geh ich da hin?

Klar, weil der Kühlschrank gefüllt werden muss. Aber man könnte ja auch woanders hin. In der Reportage hatten Sie die Kunden nach dem Grund ihres Besuchs dort gefragt. Die Hauptantwort: „is billig“…

mmmhhh

Klar, „billig“ ist ein Grund, den ich verstehen kann. Aber ich glaube, es nicht der Hauptgrund bei mir, denn wenn ich ehrlich bin, geb ich, prozentual über den Monat gesehen, eh schon verdammt wenig für Grundnahrungsmittel und dergleichen aus.
Die tolle Einrichtung und das Wohlfühlklima beim Einkauf?…. nee, ist immer noch „nur“ ein Netto und ich denke, jeder weiss, dass es das nicht sein kann. Wenn´s danach gehen würde, würde ich doch eher nur beim Rewe landen.
Die schnelle Bedienung an der Kasse?… nee, könnt ich mich jedes Mal drüber aufregen, das schon wieder 8 bis 10 Leute an der Kasse vor mir stehen und die zweite Kasse immer noch nicht aufgemacht wird (ok, so gehts mir auch immer die Woche über beim ansonsten doch ziemlich guten Edeka in Ulm… glaube, die haben die langsamsten Kassierer überhaupt).
Die Frische und Qualität der Produkte? Warum hab ich mir angewöhnt, jedes Produkt nach dem MHD zu untersuchen, bevor ich es nehme? Hat nen Grund. Daran kann´s also auch nicht liegen.

Ich glaube, es ist einfach Faulheit.

Ist einfach der Laden, der mit 100m Entfernung am Nähesten dran ist. Rewe ist ca. 10min zu Fuss weit weg, Edeka noch ein Stück mehr. Der Laden direkt neben Netto?… vergess ich immer, ob´s ein Norma oder Was-auch-immer ist. War ich vielleicht zweimal drin bisher. In die andere Richtung gibt´s nen CAB ca. 150m weit weg. Bin ich ab und zu mal. Und eigentlich sollte ich echt ein schlechtes Gewissen haben… wegen 50m mehr geh ich lieber zum Netto, als zu nem Unternehmen, welches versucht, Gemeinnützigkeit mit Geschäft zu verbinden (in einem CAP Markt arbeiten behinderte und nicht-behinderte Menschen gemeinsam). So viel teurer als bei Netto ist´s nicht. Der Laden ist kleiner, aber aufgeräumter. Und der grosse Vorteil: An dem Kassen geht´s deutlich schneller.

Heute war ich beim CAB.

Ist es eigentlich ok, jetzt den Netto zu meiden und damit im Endeffekt ja doch ein Stück weit die Mitarbeiter in ihrer Existenz zu bedrohen, wenn das jeder macht? Oder brauchen sie einfach den Kick von aussen, um aufzustehen und sich nen anderen Job zu suchen, wenn es tatsächlich so schlimm ist, wie in der Reportage beschrieben?

Ich denke noch ein bisschen über meine Bedenken nach (auch wenn ich jetzt schon weiss, dass ich da eh wieder hingehen werde, so wie ich immer noch nen VW fahre oder bei Esso tanke). Bin eben doch ein Gewohnheitstier und vergesslich.

„Keine Privilegien für Gazprom“

Ohje… welch denkwürdige Worte…

Merkel sagte nach dem Gipfel, sie habe den anderen Regierungschefs deutlich gemacht, „dass es erst einmal ein wirtschaftliches Projekt ist“. Nun gehe es darum, wie die „notwendige rechtliche Grundlage hergestellt werden“ könne.

Gefunden im Spiegel-Online-Artikel Pipeline-Projekt Nordstream 2: Heftiger Streit zwischen Merkel und Renzi auf EU-Gipfel“

Wie ich das hasse!!!

Eigentlch hatte ich mir den vorweihnachtlichen Arbeitspartyendspurt so schön ausgedacht:
Letzte Woche die drei Tage Tagung in Dortmund und die Babsifeier auf Baustelle,
diese Woche mit dem Höhepunkt der Companyjahresendfeier – Firma lädt zur Party nach Tirol.

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und kommende Woche mit Baustellenweihnachtsfeier und Glühweintrinken mit früheren Kollegen in Stuttgart.

Naja.

Als ich am Montag ins Büro kam, ahnte ich es schon. Da schnupften und niesten die üblichen Verdächtigen in Ihr Taschentuch und verbreiteten ihre Virenlast im Baustellenbüro.

Zu hause bleiben is nicht, ich bin zu wichtig!

Trotzdem ich alles versucht habe und die Kollegen aufforderte, mir nicht zu nah zu kommen, kamen sie mir dann wohl doch zu nah.
Gestern abend hat´s mich dann erwischt: stundenlanges Niesen, abwechselnd mit verstopfter und laufender Nase, ließ mich nicht in den Schlaf fallen… die ganze Nacht… oder fast… Wie es so normal ist, kommt man dann morgens um fünf zur Ruhe und dann erst um halb neun dann wieder dem aus Bett. Dann nur noch schnell Sachen gepackt und ab nach hause…

Doch zu vor das:

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Wie ich das hasse….

PUTSCH!

titelte Spiegel Online hier.

Letzten Freitag stieß der Minister des Inneren offiziell nach vorn:
Kein Familiennachzug für die neuen Flüchtlinge mehr.

Heimlich hatte er bereits Tage zuvor die Anweisung gegeben und seinen Regierungskollegen und seiner Chefin vorher nichts gesagt.

Am Sonntag dann das Rückrudern, nachdem es wohl nen Rüffel gab: Es bleibt alles beim Alten.

CSU motzt, ob des kurzfristigen Wechsels der Meinung des Hugenottensprößlings (dessen gesamte Familie nebenbei bemerkt im 17. Jahrhundert von Metz nach Brandenburg floh… wie passend)

Am Montag springt ihm dann der heimliche Möchtegernkanzler in Gestalt des Ministers für Finanzen zur Seite.
Seine Beweggründe dürften wohl klar:

1. Schwarze Null in Gefahr

2. Adenauer war auch erst 73, als er das erste Mal Kanzler wurde.

Und schwupps hat Thomas d. wieder Oberwasser und poltert, dass die Sache mit dem Familiennachzug doch besprochen werden müsste. Nach dem Motto: Wird man ja noch sagen dürfen.

Wenn es aussieht wie ein Putsch, sich so anhört wie ein Putsch und auch noch so stinkt, dann ist´s wohl auch ein Putsch.

Und Super-Angela schlägt zurück:

Sie lässt Ihren Sprecher sagen, dass Lothar Ihr volles Vertrauen hat!
(wo das endet, wissen wir ja *frechgrins*)

Im Ernst: Da tobt was, da geht was ab, da rappelts.

Und was macht das ZDF direkt nach der Heute-Sendung? Bringt ein special!!!
ok, nicht dazu, sondern zum viel, viel wichtigeren Thema des Rücktritts des Präsidenten des
Dorf
Fussball
Bescheisserteams.

Ja, wie wichitg…

Coming Out Day

Der 11. Oktober ist seit einigen Jahren der offizielle „outing“ Tag… come out of the closet, raus aus dem Schrank, steh zu Dir, zeig es der Welt, lebe frei.

Schade, dass es diesen Tag immer noch geben muss, aber daher um so wichtiger!

Hier in Stuttgart treibt seit rund zwei Jahren eine Gruppierung ihr Unwesen, die sich
„Demo für Alle“ nennt. Von konservativen, christlich fundamentalistischen Ewiggestrigen, die es nicht ertragen können, dass es dann doch schon das 21. Jahrhundert ist und Baden Würtemberg von den Grünen regiert wird. Trauen die Grünen sich doch mit ihrem Bildungsplan den armen kleinen Kindern weiss machen zu wollen, dass die Welt keine Scheibe ist und diese noch dazu größer, bunter und vielfältiger (als das elterliche Denkvermögen es zu läßt) und dass es womöglich noch mehr gibt als Vater, Mutter, Kind und Kirche.

Und dieser Bildungsplan macht Angst.

Angst davor, dass die Kinder sexualisiert werden könnten und womöglich noch auf dumme Ideen kommen! Womöglich selber noch entdecken, dass sie homosexuell sind (kann ja nur per Ansteckung passiert sein, denn von uns haben sie´s ja nicht!) und dieses dann nicht schlimm finden würden und sich womöglich nicht mehr verstecken und nicht mehr dafür schämen würden…. Was sollen nur die Nachbarn denken?!

Die Welt würde untergehen, wenn die Kinder womöglich entdecken, dass „schwul“ eigentlich kein Schimpfwort ist.

Die Welt würde untergehen, wenn man erkennen würde, dass man vor Andersartigkeit keine Scheu haben braucht.

Die Welt würde untergehen, wenn die Kinder womöglich entspannt die wunderbare Welt entdecken und nicht wie man selber, vorurteilsbeladen in Angst und Schrecken.

Und ihre perfide Denkweise wollen sie unters Volk bringen und rufen eben alle zur Demo. Heute war wieder so ein Tag. Für 14 Uhr riefen Sie mit dem Slogan „Wir werden wieder gegen die Gender-Agenda und Sexualisierung per Schulpflicht auf die Straße gehen und damit der Politik im Wahlkampf-Herbst ordentlich einheizen.“ auf, sich das verquere antiquierte Gedankengut auch noch offiziell per Lautsprechervorträgen in die hohlen Birnen hämmern zu lassen. Und die Hohlköpfe kamen.

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Ja, richtig gesehen… viel Polizei… die haben Angst.

Angst vor den Leuten, die sie selber angreifen, Angst vor Wahrheiten und natürlich auch Angst vor der Antifa. Denn die hat zur Gegendemo aufgerufen.

Und mit Sicherheit auch vor den Leuten, die sich nicht im Schrank verstecken, wie es sich für anständige Leute gehört, die rein zufälligerweise schwul oder anderweitig anders sind…
Denn die haben auch zur Gegendemo aufgerufen….
Auf dem mit Regenbogenfahren geschmückten Marktplatz zur gleichen Zeit gabs die
Demo für Alle Familienmitglieder *g*… Da hinten irgendwo.

 

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OK, wir waren vielleicht nicht so viele wie auf dem Schillerplatz, so what, dafür sind wir nu mal ne Minderheit.

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Auf jeden Fall ein wichtiges Zeichen!

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