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#Brexit und kein Ende

Der #Brexit ist immer noch in aller Munde.
Wie wär´s gewesen, wenn die Gegner der Leave Kampange gewonnen hätten? – Spekulation.
Fakt ist, die Ausstiegsbefürworter haben gewonnen.
Volksabstimmungen sind das Optimal der Demokratie, beinhalten allerdings auch die Gefahr, dass kurzzeitige Schwankungen der Gefühlslage der Bevölkerung sich womöglich in die Richtung auswirken, in die der nicht ganz so weit oder nicht immer zu Ende denkende Teil der Bevölkerung es hinterher dann doch nicht wollten.
Beste Beispiele sind die Fälle, die derzeit so durch die Presse geistern….

„wenn ich gewusst hätte, dass meine Stimme tatsächlich zählt, hätte ich anders abgestimmt…“

Naja, fällt einem nichts mehr zu ein.
Derzeit wächst eine Online Kampagne, die mit mittlerweile mehr als 2,6 Mio Unterschriften mehr oder weniger die Annullierung des Referendums fordert, da erstens nicht genug Leute dran teilnahmen und zweitens weniger als 60% der Bevölkerung für „leave“ stimmten.
Und wieso auch nicht?
Cameron hat zwar jetzt seinen Rücktritt angekündigt und lässt den Austritt dann jemand anders beantragen, irgendwann mal, aber er hat doch damals das Referendum extra als nicht bindend eingestuft, so dass vor einer solchen Austrittserklärung zunächst erstmal das Parlament nochmal entscheiden muss! Und da sind die Mehrheitsverhältnisse ja gerüchteweise komplett anders, als das Referendum es nun zeigte.
Da versteh ich echt die Herren bei der EU nicht, die sich zunächst betroffen über den knappen Leave-Erfog zeigten und jetzt darüber aufregen, dass Cameron auf Zeit spielt und den Spaß erst für Oktober ankündigt.

Liebe EU Bürokraten, lasst die Briten doch erstmal alleine klar kommen! Die sind am Drücker, nicht Ihr.
Ich denke, mit dem nun drohenden Zerfall des Vereinigten Königreiches wird sich die Regierung mit Recht etwas Bedenkzeit ausbitten dürfen. Nutzt bis dato lieber die Zeit, um Euren eigenen Stall auszumisten und drüber nachzudenken, was Ihr falsch gemacht habt. Da werden sich bestimmt die einen oder anderen Punkte aufzeigen lassen.

Aber egal wie es ausgeht, liebe Schotten, liebe Nordiren: Ob in der EU oder nicht.
Ihr seid Teil Großbritanniens! Und solltet es auch immer bleiben.

Wieso eigentlich der #Hashtag da am Anfang?

Seit März 2006 gibt es Twitter und zur Feier des 10 Jährigen bin ich jetzt auch dabei
(Karl-Gustav@bloggdings)! Meine Ergüsse hier bei WordPress werden jetzt nicht mehr nur bei Facebook geteilt, sondern auch gezwitschert. Weitere  320 Millionen potentiellen Leser und Follower *g*

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Time is up

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Die Zeit ist um.
Die Briten haben sich für den Ausstieg entschieden.
Schade.
Sehr, sehr schade.
Es macht mich betroffen, dass dann doch nicht immer alles sich zum Guten wendet – wenn ich jetzt mal voraussetze, dass meine Ansicht immer das Gute widerspiegelt.
Muss man wohl respektieren, denn auch das gehört zur Demokratie dazu.
Eine Grenze mehr.
Was soll dieses in „Grenzendenken“. Sind wir nicht dazu geboren, nach den Sternen zu greifen und Grenzen zu überschreiten? Sie niederzureissen? Ich versteh´s einfach nicht, dass man sich selber so beschneiden muss und Grenzen wieder aufbaut.
Aber sehen wir es einfach mal very british: Wird schon irgendwie weitergehen.

Hilfe, die EM beginnt!

wo versteck ich mich nur?!

Überall liest man wieder nur von vermeintlich meist hochbezahlten Sportlern, die ja sonst eh nischt fertig bekommen, als übern Platz zu rennen.
Die Radio- und Fernsehsender sind voll mit Berichterstattung, als ob es nichts Wichtigeres gibt, als das.
Die Onlineseiten der renomierten Verlage langweilen mit ettlichen Artikeln über die Wade des Herrn XY oder die Strategie des Herrn L., die starken Ukrainer zu schlagen.
Ihr habt wahrscheinlich schon bemerkt: ich hab keine Ahnung, les die Artikel nicht und schalt auch die Berichterstattung gar nicht erst an. Interessiert mich nicht. Hab beim Tippspiel in der Firma nicht mit gemacht und tatsächlich nur aus lauter Langeweile bei radioseins aufs geratewohl Zahlen eingetragen. Werd vermutlich vergessen, meinen Gewinn, der mir ja unweigerlich in den Schoß fallen wird, später abzuholen.
Als Anfang der Zweitausender entschieden wurde, dass die WM 2006 in Deutschland ausgetragen wird, hab ich beschlossen, dass ich auswandern werde, was ich ja auch tatsächlich gemacht habe. War dann zwei Jahre in China unterwegs. Sagt vielleicht viel über mein Verhältnis zu Fussball aus. Es nervt einfach nur.

Aber

Als die WM dann in Deutschland war, wandelte sich mein Bild von der Veranstaltung! Es kam sogar soweit, dass ich es stellenweise schade fand, nicht in Deutschland zu sein. Das war damals so ein tolles Bild, was sich im Ausland einem bot.
Sport verbindet. Sport macht friedlich. Sport schafft gute Laune. Sport überwindet Grenzen. Baut Feindbilder ab (oder eben auf, siehe Holland oder England :-), aber das eben doch glücklicherweise nur auf die spassige, neckige Art).

Sport kann anspornen. Ich zum Beispiel kann durchaus behaupten, dass ich damals etwas angestachelt wurde durch London 2012. Hab ziemlich genau zu der Zeit angefangen mit Laufen.

Apropos verbinden und Laufen: Gestern wieder Laufschüler 1 und 2 eingepackt und dann gemeinsam durch die Mittagpause gedriftet.

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Ohne Zeit- oder Streckenziel, einfach relaxt.

Und ich werd auch die nächsten vier Wochen überstehen. Vor Allem, wenn dann mal Jemand auf die Idee kommt, den auf Baustelle neu angeschafften Beamer in unserer Grillhütte an- und Bier rauszustellen. Dann werd ich mich mit Sicherheit auch dazu gesellen.

Und noch was Positives gewinne ich dieser nervigen Veranstaltung ab und ertrage die Mediendauerbeschallung:
Ich gehe davon aus, dass alles einem höheren Zweck dient und nichts ohne Zufall geschieht.
Die haben doch mit Sicherheit den Terminkalender so gelegt, auf dass der Brexit abgewendet werden kann. Die Gruppenphase ist am 22.06.2016 zu Ende, so dass England, Wales und Norirland nur ins Achtelfinale einziehen müssen und die Briten völlig euphorisiert am 23.06. gegen diesen dummen Brexitversuch stimmen werden. Europa ist gerettet.
Wieso darf eigentlich Schottland nicht mitspielen?… aber egal, die sind ja eh für die EU… hätten sie das mal vorher nicht so laut gesagt. Vielleicht hätten sie dann auch zur EM gedurft *grins*.

London III

Tag 2, der Rundgang geht weiter.

Wohl das Herzstück des Mutterlandes der parlamentarischen Demokratie:
The Palace of Westminster, oder besser bekannt als The Houses of Parliament.

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Irgendwann im 11. Jahrhundert mal begonnen, heute anders aussehend, weil zwischendurch mal abgebrannt. Kann ja mal passieren. Und auch hier wieder Bauarbeiten.

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Am bekanntesten davon, der Elizabeth Tower mit Big Ben. Als ich das letzte mal vor 22 Jahren hier war, hiess das 96m hohe Ding noch einfach Clock Tower. Aber 2012 meinte das Parlament, zu Ehren Ihrer Majestäts 60-jährigem Thronjubiläum den Turm umzubenennen.

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London Eye

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Auch das gabs 1994 bei meinem letzten London Trip noch nicht. 1999 errichteten die Londoner dieses 135m hohe Ungetüm (ursprünglich sollte es nur 5 Jahre stehen bleiben) und bezeichnen es mittlerweile als Wahrzeichen von London. Für mich ist´s einfach nur unverständlich, wie man sich solch ein Teil ins Herzstück der Stadt stellen kann, auch wenns das viertgrößte seiner Art auf der Welt ist. Warum haben die Fantastic Four damals das Ding überhaupt gerettet und wieder zusammen geschweisst?

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Westminster Abbey

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Ursprünglich stand hier mal eine Klosterkirche einer Benedektinerabtei aus dem 8. Jahrhundert.
Edward der Bekenner meinte im 11. Jahrhundert, dass hier eine richtige Kirche irgendwie schöner wär. Bei der Eröffnung 1065 war er (nach immerhin 20 Jahren Bauzeit) allerdings schon so krank, dass er sich kurze Zeit später selber dort für immer betten durfte.

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Das heutige Aussehen gabs dann bei Heinrich dem III. im 13. Jahrhundert und später dann im 18. Jahrhundert auch wieder von Sir Christopher Wren (siehe auch London II).

Auch unser zweiter Tag in der Hauptstadt war mal wieder etwas verregnet.

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Was aber nicht gross gestört hat, war ja nicht kalt.

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Westminster Cathedral
Im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen in London, die anglikanisch daher kommen, ist die hier römisch-katholisch und auch noch recht jung. Erst 1903 eröffnet.

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Und schon neigt sich der Kurztrip auch dem Ende entgegen… mit der Victoria Station.
Und auch hier wieder – Baustelle und von daher nicht so viel zu sehen von der schönen Fassade.

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Bereits 1860 wurden erste Teile des Bahnhofs in Betrieb genommen und ab 1909 auch für elektrifizierte Bahnen genutzt.

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Mit dem Gatwick Express gings wieder zurück zum Flieger

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War schon toll in London.
Muss ich unbedingt wieder mal hin.

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Hoffentlich dauerts nicht wieder 22 Jahre 🙂
Und hoffentlich seid Ihr lieben Engländer dann noch mit den Schotten zusammen und
hoffentlich gemeinsam dazu noch in der EU!

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