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#Stayathome-Depression

Am zweiten #Stayathome-Wochenende klären die Medien jetzt auch schon darüber auf, dass dieses Zuhausebleiben ja auch andere Schattenseiten haben kann. Für die katholische Kirche wird die Meldung aus anderen Ländern, dass die Sex-Spielzeug Industrie einen Umsatzboom vermeldet, mit blankem Entsetzen aufgenommen worden sein.
Auf der anderen Seite wird der daraus erwartete Babyboom in Zeiten einer alternden Gesellschaft hier in Europa wohl natürlich mit Freuden begrüsst werden. Bin sehr gespannt auf die Geburtenrate Ende des Jahres. Lustigerweise kamen aus deutschen Landen noch keine solchen Meldungen. Der Deutsche macht sowas nicht :-).
Nein, hier in deutschen Medien geht es eher darum, dass man sich nicht zu sehr im Kreise seiner Anverwandten und Lieben, mit denen man das Dach teilt, in die Haare bekommt und auf dass die Scheidungsrate zum Ende der Corona-Zeit nicht nach oben schnellt.
Man möge sich doch bitte nicht die Köpfe einschlagen. Hat man ja auch schon aus anderen Ländern gehört, dass dort die entsprechenden Meldungen häuslicher Gewalt nach oben gehen. Mal schauen, ob der Deutsche an sich auch dafür zu faul ist. Hoffen wir es mal.

Im Radio hab ich heute den schönen Satz einer Psychologin gehört: „Passivität ist der wirksamste Weg in die Depression“.
Irgendwie muss man sich wohl sonst noch beschäftgen, bevor einem die Decke auf den Kopf fällt. Man kann ja nicht nur Netflix und Co schauen, mit dem Partner wahlweise Sex haben oder sich prügeln.
Der Gatte hat da ein gutes Rezept: Er kocht gern (ich weiss, der Sex des Alters *g*). Heute meinte er, Kartoffel-Chips selber zu machen. Sehr lecker. Leider mag er das Kartoffelschälen nicht wirklich und so hatte ich auch gleich wieder ne Beschäftigung.
Kann man ja auch mal was zusammen machen.
Ausserdem spielt er noch gern Schach. Eigentlich ja mehr online, mit anderen, nicht mit mir, weil ich bin ja zu doof dazu [eigene Aussage], aber heute hab ich mich mal wieder hinreissen lassen bzw. ging die Initiative auch von mir aus. Und prompt wieder verloren. Wie immer halt.

Youtube ist auch ein wichtiges Ablenkungsmedium für ihn. Und da es dann meist auch chinesische Filme und Sendungen sind, die er da schaut, muss ich mich dann irgendwie ausklinken. Chinesische Kochsendungen kann ich irgendwie nicht ab, wenn ich lesen und Radio Eins hören will. Ein unverzichtbares Hilfsmittel daher: Köpfhörer! Für ihn und für mich :-). Nur manchmal ist das so spannend, dass ich ständig aufgefordert werde hinzuschauen…. heute mal, wie die junge Dame aus der Provinz Shaanxi Innereien wäscht und dann zubereitet. Die Dame hat übrigens bei ihren Kochvideos 175.000 Follower und stellenweise über 500.000 Klicks / Video.

Deprimiert mich nicht!

Wenn man mal ne Weile so einen Blog hat wie ich, häuft es sich, dass man auch irgendwie gefunden wird. Ist ja auch so gewollt. Ich glaube jeder Blogger wünscht sich grosse Klickzahlen, will gelesen werden.
Auch wenns bei mir irgendwie ausbleibt, dass ich nun massenweise gefunden werde, aber mir macht das nichts (und trotzdem stiert man irgendwie regelmäßig auf die Zugriffsstatistik *g* ).
Lustigerweise werd ich oft gefunden übers Thema Laufen… oder Sport, gesundes Leben oder dergleichen.
Klar, schreibe ja auch oft genug übers Laufen.
Wenn ich mir nun die Blog´s der anderen Blogger ansehe, die meine Berichte liken, verwunderts mich manchmal ein bisschen.
Viele berichten über veganes Essen, zuckerfreies Essen, Low Carb (Kohlenhydratminimierung), Kalorienbewusstleben, Triathlon, Wie werd ich endlich rank und schlank, und so weiter.
Es liest sich manchmal so, als ob diese Gesundheitswelle einem das ganze Leben bestimmen kann.
Regelmässiges gesundes Kochen. Stundenlang in der Küche stehen, um das mit Bedacht ausgesuchte BIO Gemüse vorteilhaft fotografisch festzuhalten. Kalorien zählen und wehe, es sind mal mehr als 257 am Stück…
Und wie bekomme ich das bei DM gekaufte Markenlogo ins richtige Licht?
Das versteh ich irgendwie nicht. Das deprimiert mich, weil ich echt keine Muße habe, auf sowas zu achten und doch so gern mich gesund ernähren möchte. Dabei passiert mir als alten Suchtbolzen es doch immer wieder viel zu oft, dass ich im Supermarkt stehe und unbedingt diese Erdnussflips noch haben muss und sie mir dann vorm TV komplett reinzieh. Ich bin so schlecht. Läuft das unter Low Carb? Ich hab keine Ahnung.

Viel bewundernswerter finde ich ich Blog´s, die immer wieder berichten, bei welchem Gemeinde-, Dorf- oder Stadtmarathon sie diese Woche wieder angetreten sind. Wo nehmt Ihr die Kraft und vor Allem die Zeit dafür her? Wenn ich Wochenende habe, bin ich heil froh, einfach nur auf der Couch zu sitzen und einfach nur vor mich hin zu vegetieren. Bin ich so auch ein Vegetarier? Ich fürchte, das zählt nicht. Ein Stück weit deprimiert auch das mich, dass ich nicht einfach so aktiv sein kann, dass ich meine Von-der-Arbeit-Ausruhphasen brauch.

Richtig gern lese ich Geschichten übers Verreisen. Tony & LinLin verreisen anscheinend ständig irgendwohin nach Asien. Toll find ich´s vor Allem, weil ich einige der Orte von denen berichtet wird, selber schon mal besucht habe und ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Oder ich so neue potentielle Ziele vorgestellt bekomme. Es deprimiert mich, nicht so viel Zeit zu haben, all diese Ziele jetzt und sofort aufsuchen zu können.

In die gleiche Richtung geht Aaron mit seinem Blog. Einfach nur toll, wie er mit seinem Job rum kommt und davon berichtet. Warum bin ich nicht Pilot geworden? Ok, stand mal auf der Berufswahlwunschliste… dann kam die Sache mit der ständig wachsenden Dioptrinzahl und das war damals noch ein Ausschlußgrund :-(.

Und natürlich deprimiert es mich, dass mein Kumpel Frank aus Berlin anscheinend 26 Wochen Urlaub im Jahr hat und immer wieder so viel verreisen kann und dabei immer nur auf Fatschebuuke berichtet! Wenn er doch wenigstens nen richtigen Blog hätte!

Toll find ich Seppo. Super fließender Schreibstil, fantasievoll und unterhaltsam, manchmal irre geschrieben. Es deprimiert mich. Ich weiss, dass ich genauso rumspinne im Kopf und komisch drauf bin. Nur dummerweise hab ich das Zeug nicht dazu, dies auch so auf diese Art und Weise niederzuschreiben und rüberzubringen. Aber so bin ich halt. Hab das an mir akzeptiert.

Und was macht man, wenn man deprimiert ist?
Mal was anderes.

Mal was anderes heisst: Verreisen!… tata!!!

d.h. die nächsten Berichte sind wieder solch komische Lebenszeichen via Smartphone mit einem Bild und wenig Worten dazu und im Anschluss daran der Gesamtbericht mit vielen Bildern und ebenfalls wenig Worten. Aber da müsst Ihr Leser einfach durch *g*

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