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60 Milliarden

Der Spiegel titelt mal wieder „Die Griechen müssen mal wieder bangen“…
Kaum haben sich die hohen Herren geeinigt, kommen die Südländer auch wieder um die Ecke, dass der schnöde Mammon wohl doch nicht reicht.

Es nervt eigentlich ziemlich, die ganze Berichterstattung. Mit welchen unterschiedlichen Zahlen hier rumgeschmissen wird… Ziel kann es glaube nur sein, die Leute in Resteuropa so zu verwirren, dass die auch keine Lust mehr drauf haben sich, mit dem Thema zu beschäftigen.
Bei mir ist das Ziel fast erreicht.

Aber einige Punkte versteh ich dabei nicht:
Wieso wird der Gläubiger IWF vorrangig bei der Schuldenbegleichung bedient?
Nur weil er das sagt?…
„ok, bekommt er die Kohle eben zuerst zurück.“
Wieso schreiben die Europäer solche Sätze nicht in Ihre Kreditverträge?
Oder Klauseln, dass man nur bei denen Schulden haben darf?

Wieviel Schulden haben die Griechen denn nun? Irgendwas um die 300 Mrd?

Damals bei der Eurobildung hatten die deutschen Währungshüter aus Frankfurt ja noch ein starkes Wort mit zu reden. Denen war die Stabilität des Geldes wichtig.
Steter Tropfen höhlt den Stein und so kam es irgendwann mal, dass die dunkle Seite der Macht sich selbige eroberte, die Deutschen mehr oder weniger raus waren und nun nichts mehr zu sagen haben.
Vor Kurzem verkündete die EZB, dass sie Staatsanleihen für 60 Mrd ausgeben wollen… also jeden Monat bis September 2016… Insgesamt 1,14 Billionen neues Geld gedruckt. Was ja nichts anderes ist, als die Geldmenge zu vergrößern / den Euro zu verwässern….

Wieso drucken die denn nun nicht gleich 70 Mrd jeden Monat und geben den Griechen zehn davon ab? Ist doch egal, muss doch eh keiner zurückzahlen!
Ist doch eh schon beschlossene Sache, dass Griechenland im Euroraum bleibt und durchgezogen wird (und das ist wohl gut so!).
Wieso nicht offen aussprechen?
Müsste man nicht jeden Tag damit die Zeitungsartikel füllen und die Griechen könnten sich den Bettelaufwand sparen. Sie könnten sich darauf konzentrieren, ihren Haushalt zu sanieren, also richtiges Geld verdienen, mal Steuern einnehmen oder sowas Schräges in der Art.

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