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Muskelkater à la Benjamin Button

Den Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ kennt ihr doch bestimmt. Ein Erwachsener entwickelt sich im Laufe der Zeit immer weiter zurück.
So ähnlich geht es auch meinem Muskelkater vom Sonntagslauf. Heute war es fast nur noch ein Muskelkaterchen. Und um diesen nicht allzu sehr zu überfordern (meine Garmin Uhr meinte ja gestern nach dem Lauf, dass ich wahnsinnige 61 Stunden zur Erholung bräuchte), hat Cheflaufkollege CLK heute beschlossen, mal wieder in der Mittagspause mitzukommen. Eine ganz entspannte „alte“ Walfrunde und auch nur die kurze Variante, weil er noch nen Nachfolgetermin hatte.

Und da morgen Freitag = Autobahn-nachhausefahr-tag ist, gibt es dann tatsächlich den Körperausruhtag, den die Garminuhr nach dem heutigen Lauf einforderte (41h).

Depressive Stimmung, Antriebslosigkeit, Muskelkater…

Bin ich doch den Muskelkater immer noch nicht losgeworden. Und in der zweiten Arbeitswoche des Jahres hat es mein Auftraggeber doch tatsächlich mal wieder geschafft, mich in der heutigen Besprechung durch seine Ignoranz, Angst und Unkooperationsfähigkeit so weit runterzuziehen, dass ich nach den vier Stunden Besprechen, da halb depressiv aus dem Saal verschwunden bin. Echt kein Wunder, wenn immer wieder durch die Presse geht, dass die Baupreise sich so massiv erhöhen und alles teurer wird, wenn jeder ingenieurtechnisch vernünftige Optimierungsvorschlag einfach derart begründet abgelehnt wird, dass es nicht im Vertrag steht….
Zum Glück hatte jedoch der Sommersonnenwettergott ein Einsehen und überzeugte mich, mich dann doch trotz Muskelkater auf eine kleine Runde zu begeben.

Normalerweise sag ich ja immer, dass man bei Muskelkater dann nochmal schnell ne Runde laufen soll… dann geht der weg….
Kann ich heute nicht bestätigen.
Aber wieder mal festzustellen ist, dass Laufen ein Stimmungsaufheller ist. Man kann toll beim Laufen nachdenken und die Probleme, die einen vorher beschäftigt haben, vertieft analysieren und dann sehr oft auch Lösungsansätze finden.
Und dann auch gleich noch was für seine kardiospiratorische Fitness tun 🙂

Manta-Rochen im Wingsuit

Für den heutigen Nachmittagslauf hab ich mir mal wieder eine alte Strecke rausgesucht… nur mal um zu schauen, ob der Bauer schon mit seinem Traktor wieder die Laufstrecke abfährt oder er noch immer im wohlverdienten Neujahrsurlaub am Strand liegt….

Was soll ich sagen? Der Bauer liegt wohl noch am Strand, die Strecke war doch recht trocken und matschfrei.
Garmin hat den Lauf mal wieder nur als bloßen Formerhalt eingruppiert… Find ich ziemlich gemein, denn ich empfand ihn doch irgendwie ziemlich fordernd… aber vielleicht sollte man dann doch zwei Tage Ruhepause machen nach nem Halbmarathon?

Die Garminwelt ist so ungerecht….

Nachdem ich gestern ja hier im Nordhessischen relaxt ne neue Strecke erkundete und heute dann dem Cheflaufkollegen CLK davon berichtete, wollte er die auch gleich mal testen.
Nur bitte nicht so schnell… Und leicht modifiziert, denn nen Kilometer auf der Bundesstraße laufen macht, wohl nicht so viel Spaß…

Ich lauf ja gern mit dem CLK… hat man jemanden zum Quatschen dabei… wobei ich dann quatsche und CLK zu hören muss, weil mit reden ist dann bei ihm meist nicht mehr so viel.
Hat er sich doch tatsächlich auf halber Strecke beschwert, dass er eigentlich ein „Grundlagenausdauerprogramm“ bestellt hätte und jetzt „Wettkampfpace“ laufen müsse.
Naja… Also „Grundlagenausdauerpace“, würd ich mal sagen, bin ich gestern gelaufen… heute war das schon eher Fettverbrennungslauf… noch viel langsamer geht nu wirklich nicht. Aber auch das war ok! Denn eigentlich wollten wir eher später so gegen 4 Uhr laufen gehen und so hatte ich mir kurz nach 12 doch noch zwei Schrippen zum Mittag gegönnt, die mir dann beim Laufen, weil wir ja dann doch schon vor 3 los mussten, wie´n Stein im Magen lagen. Normalerweise versuch ich zwischen einer Mahlzeit und einer Laufeinheit so vier bis sechs Stunden zu haben… Heute war das schon sehr grenzwertig.
Aber auch zur Ehrenrettung vom CLK: Hab ihm auf halben Weg dann doch nochmal erklären müssen, wie wichtig ausreichender Schlaf für eine vernünftige Laufperformance ist. Denn wie ich es schon vermutet hatte, musste er meine Einschätzung, dass er wieder mal nur drei Stunden geschlafen hat in der Nacht zuvor, bestätigen…. Das ist definitiv nicht ausreichend bzw. braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn man bei einer eigentlich ganz entspannten Pace, dann doch recht ermattet…

Und wieso ist die Garminwelt jetzt so ungerecht?
Hatte ich doch vor Weihnachten berichtet, dass ich den ominösen VO2max Wert, der bei Garmin wohl ein Indikator für die sportliche Leistungsfähigkeit ist, in Vorbereitung zum Silvesterlauf, den ich ja dann krankheitsbedingt doch nicht angetreten bin, auf 59 hochgetrieben hatte. Nach meiner neuen eigenen Vorgabe, es den Januar mal etwas entspannter angehen zu lassen und dann heute auch noch so einen Fettverbrennungslauf mit CLK einzuschieben, ist der Wert doch tatsächlich wieder auf 55 runter…. Wird man wieder bestraft, nur weil man auf die Lauf- und Gesundheitsexperten und den eigenen Körper hört… 😦

Neues Jahr – Neue Wege

Zum Jahreswechsel war Frau K. aus dem ostelbischen D-Dorf mal so nett und hat meine nordhessischen Laufschuhe einer Grundreinigung unterzogen. Die Laufschuhwaschanlage der Baustelle ist dann doch nicht ganz so gründlich gewesen.
Zur heutigen Mittagspause dacht ich mir daher, dass ich die Brooks mal nicht gleich am ersten Tag einsaue und hab mich gegen die normale Walfischrunde entschieden.

Es platschte zwar trotzdem ziemlich auf den Waldwegen,
aber immerhin waren die zuvor nicht vom Bauern durchgepflückt worden 🙂

Stressige Vorweihnachtszeit

Es ist ja jedes Jahr wieder das Gleiche:
Das Jahresende kommt viel zu schnell und unerwartet und wird trotzdem irgendwie ersehnt. Passend zur Weihnachtsjahreszeit hat Garmin mal ein dekoratives Update für meine Forerunner bereitgestellt.
Ich bin mit 2019 so ziemlich seit Mitte November durch / hab mit dem Jahr innerlich abgeschlossen. Da war die erste kleine Jahresendparty und seitdem kann man sagen, dass jede Woche was war. Die arbeitstechnisch ultimativ (fast) letzte Party war für gestern angesetzt:
Erst gemeinsames Feuerzangenbowle schauen

und im Anschluss dann gemeinsames Abgrillen auf der Terrasse

Zumindest hab ich mal auf den ersten Teil verzichtet und mich den wirklich wichtigen Themen gewidmet:

Der Stimmung sehr angemessen, ruhig, entspannt und relaxt.
Heute hab ich mal nen außerplanmäßigen Ruhetag eingelegt. Hab festgestellt, dass es auch so möglich sein müsste, die beiden Jahreslaufziele zu erreichen, so dass ich heute nicht unbedingt durch den hessischen Nebel traben muss.
Freitag gibt es erst das gemeinsame Jahresabschlußfrühstück hier auf Baustelle und dann die Reise ins ostelbische D-Dorf, wo ich verteilt über die nächsten 12 Tage die letzten Jahreslaufkilometer abreißen werde.

Sommerliche Vorweihnachtszeit

Auch wenn sich gestern mal wieder keiner gefunden hat mich zu begleiten, hab ich mich mal auf die Piste gemacht. So ein Wetterchen kann man ja nicht wirklich ungenutzt lassen…. Auch wenn es stellenweise immer noch recht matschig war, aber das hat es ja umsonst…. Frau Mutter hat eh versprochen, sich zu Weihnachten um meine Laufschuhe zu kümmern und die mal in die Waschmaschine zu werfen 🙂

Verschneeregnete Vorweihnachtszeit

Der Wetterbericht ließ mir ja sämtliche Hoffnungen auf einen heutigen Lauf entgleiten.

Und wenn der Tag am Morgen noch recht farbenfroh daherkam, blieb es doch nicht dabei.

Aber der Regen blieb ja zum Glück dann doch nicht bis zur Mittagspause….
Er änderte sich in Schneeregen und Graupel….

So dachte ich mir, dass es blöd wär, die normale Strecke zu laufen… is ja eh nur matschig…
Also blieb ich mal stupide nur auf Asphalt….
Bis auf das kurze letzte Stück auf unserer Baustelle…
Das Ende vom Lied bzw. das Ende der Hose sah dann danach so aus…
Aber egal…
Wieder ein Stück näher am Erreichen des Jahressolls….
90 Kilometer noch….

Sonnige Vorweihnachtszeit

Nach dem gestrigen LaufFreitag hab ich doch tatsächlich heute in der Mittagspause wieder einen Kollegen überzeugen können, mich mal ein Stück zu begleiten.
Auch wenn das dann wieder heißt, dass meine Durchschnittspace im Statistikkeller wieder runtergeht (der Kollege war die letzten drei Monate schon nicht mehr laufen)… das stört ja nicht… Soll ja auch mal langsam laufen und nicht immer nur Pace geben… Isch gut für die Gesundheit und einen besseren Trainingseffekt, oder so….

Naja, so nach der Hälfte der Strecke hab ich den Kollegen dann doch sein Tempo laufen lassen und bin vorne weg… hab dann zwei zusätzliche Kilometer eingelegt und so kamen wir wieder zeitgleich ins Ziel 🙂
Bin mir auch sicher, dass der Kollege mir das nicht krumm nimmt. Wenn er jetzt die nächsten vier Wochen wieder dran bleibt, dann läuft das auch wieder besser…

Der Tag nach der Babsi

Auch wenn es manche nicht für möglich hielten, aber auch am Morgen nach der Babsi geht wieder die Sonne auf…

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Auch wenn so manche meiner Kollegen das um die Zeit noch nicht mitbekommen haben 🙂
Und was manche meiner Kollegen gerade an diesem Tag auch nicht verstehen konnten:
Die Mittagspause ist nicht nur zum essen da…

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(Das fällt wieder mal in die Kategorie: Chef hat gesagt, ich soll schneller laufen 🙂 )

Babsi 2019

So ziemlich jedes Jahr komm ich hier um die Jahreszeit mit dem gleichen Topic…
Der vierte Dezember ist der Tag der Schutzheiligen der Tunnelbauer….
Und den feiern wir…

Morgens mit einem kleinen Testlauf über die spätere Laufstrecke.

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Der Matsch schön gefroren….
Mittags dann nicht mehr fest….

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Und abends mit nem kleinen feinen Gottesdienst unter Tage (so richtig ökumenisch, oder wie das heisst… evangelisch und russisch-orthodox… d.h. das braucht ne Weile…)

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Dann mit nem Rums

(Lautsprecher anmachen)

Was dann danach kam, bleibt natürlich im Berg 🙂

Ohne CLK den Wingsuit

Kennt Ihr nen Wingsuit?….
Diese komischen Dinger, in denen sich todesmutige komische Leute Berge runterstürzen und erwarten, heil unten anzukommen?
Hier im Nordhessischen geht das ein bisschen anders:
Wir laufen den Wingsuit.
Vor rund zwei Wochen bin ich ja mit CLK (ChefLaufKollege) mal ne andere, als die übliche Walfischrunde gelaufen… Chef erwartete für sich eine einfachere und weniger matschige Runde… Was er bekam, war eine genauso matschige, aber dafür längere Mittagsrunde….
Seitdem kämpft er mit ner Erkältung und wart lauftechnisch nicht mehr gesehen.
Musste ich heute also wieder mal allein die Baustellenlaufgruppe vertreten….

Und wenn man schon mal allein unterwegs ist, kann man auch mal schauen, was auf der Piste so geht… Auch diese Runde kann man in einer Pace von unter 5min ganz bequem und ohne Hartz laufen….

Kardiorespiratorische Fitness

Ich find meine Garmin ja immer wieder lustig.
Die kennt so fremdartige Begriffe…
Kardiorespiratorische Fitness
Heute hat sich Scheffe mal wieder angeschlossen. Auch wenn am Anfang wie immer die Einschränkung kam „bitte nicht so schnell und nich so anstrengend“. Und dann noch dazu der Wunsch, nicht unsere übliche matschige Strecke zu laufen.

Ham wir uns mal für eine vermeintlich leichtere Runde entschieden, die sich aber dann doch erstens als etwas länger als normal, zweitens doch nicht so viel trockener / weniger matschig und drittens als genauso anstrengend herausstellte…. Ich fands nett… eben gut für die Kardiorespiratorische Fitness 🙂

Meide den Alkohol!

Nun ist es ja schon wieder Ende des Jahres und die schlimme Zeit ist in vollem Gange.
Nachdem Montag ein geplanter Ruhetag war, hat es sich am Dienstag mal wieder nicht ergeben, laufen zu gehen. Zuerst wollte der Bauherr bespaßt werden und zum frühen Abend hin gab es eine Einladung zum Essen von einem unserer Nachunternehmer. Hab mich ja auch echt zurückgenommen und zusammengerissen, bis dann irgendwann mal der eine Kollege noch die kleinen Kurzen bestellt hat.
War alles in Allem zum Schluss noch im Rahmen und sehr anständig, aber heute war ich den ganzen Tag über schon recht müde.
Hab mich trotzdem gezwungen, die Mittagspause in der kurze Zeit draußen zu verbringen, die die Sonne auch sichtbar war.
Ich empfand den Lauf heute nicht wirklich so doll anstrengend, hab auch extra langsam gemacht, aber meine Garmin identifizierte den Lauf wohl mehr oder weniger als Suizidversuch.

Wer weeß, was die Garmin da schon wieder gemessen hat…

Ich mach doch nur, was der Cheffe sagt…

Nachdem der Cheffe mich gestern ja versetzt hatte wegen irgendwelcher vermeintlich „wichtigen“ Besprechungen, meinte er am Abend zu mir, dass meine gestrige 5:08 er Pace doch eigentlich besser gehen müsste… so unter 5 sollte schon drin sein….

Heute nun kam er schon wieder mit der Ausrede um die Ecke, verdammt busy zu sein.
Irgendwelche hohen Besucher oder so….
Na dann hab ich doch die Gelegenheit, ihm zu zeigen, dass es auch geht….

Gestern und heute

Gestern war ich mit dem Laufkollegen laufen.
Heute musste ich allein losziehen.

Gestern war ich mit Sonnenbrille unterwegs.
Heute wars trüb, da hätte die Sonnenbrille zu cool ausgesehen.

Gestern wars temperaturmässig ganz ok.
Heute wars schon recht frisch.

Gestern standen die Tierchen am hinteren Zaun.
Heute an der Strassenseite.

Gestern wars ein entspannter lockerer Lauf.
Heute auch. Nur eben ne Minute schneller pro Kilometer 🙂

Formerhalt zur Mittagszeit

Da Finanzcheffe heute zum nachträglichen abendlichen Gänse-Sankt-Martinsessen lädt, meinte richtiger Cheffe, dass wir unseren abendlichen Lauf vorziehen müssen….
Eine sehr kluge Entscheidung in meinem Sinne… und dann war da noch der Wunsch vom Cheffe, es langsam angehen zu lassen…. also mehr oder weniger „nur“ zum Formerhalt. Soll ja auch mal ganz gut sein, um auf lange Sicht den Trainingseffekt zu erhöhen. Da bin ich doch dabei!

platsch, platsch, platsch…. platsch

Idiotie ist nach allgemein bekannter Definition ja, immer wieder das Gleiche zu machen, und ein anderes Ergebnis zu erwarten.

– Petrus hat heute wieder das Gleiche gemacht (es in der Nacht regnen lassen)
– Der Streckenwart (=der Bauer) hat wieder das Gleiche gemacht (nach dem Regen die Strecke mit dem Trekker abfahren)
– Ich bin in der Freitagsmittagspause diese Strecke dann halb im Morast platschenderweise entlang geschliddert.
– Die Kühe auf der Weide lassen sich von mir oder von Petrus nicht wirklich stören.

Man könnte die Liste jetzt noch beliebig erweitern, zum Beispiel um meine Laufschuhe, die heute wieder nass und mistig waren, aber lassen wir das.

Bitte sortieren Sie jetzt die oben Genannten der Wahrscheinlichkeit nach, wie sehr von demjenigen ein anderes Ergebnis als beim letzten Mal erwartet wurde.

Also ich kann von mir behaupten, dass ich nicht wirklich was anderes erwartet habe als gestern, aber doch tatsächlich war ich doch glatt weg 9sec / km schneller unterwegs und hab zum Schluss feststellen dürfen, dass ich meinen 1km Rekord um eine Sekunde gedrückt habe. Für die anderen kann ich an dieser Stelle leider nicht sprechen. 🙂

Dem Petrus ein Schnippchen geschlagen

Nachdem der gute Wettermann ja am letzten Wochenende schon verkündet hat, dass am Montag ein Regentag wird, hab ich da mal in meiner Trainingsplanung nen Ruhetag vorgesehen. Tat auch ganz gut, nach dem Body-Pump-Muskelkater vom letzten Sonnabend.
Womit ich aber nicht gerechnet hatte war, dass die Langzeitwettervorhersage für die weiteren Tage womöglich nicht stimmen könnte!
Dienstag kein Lauftag, Mittwoch kein Lauftag. Und dabei hab ich aufgrund der derzeitigen Temperaturen ne richtig volle Sportklamottentasche für die Woche eingepackt!
Fühlte schon, wie ich von Tag zu Tag unsportlicher und dicker wurde.
Die Kurzzeitwettervorhersage für den heutigen Donnerstag dann wieder das gleiche Spiel: Laufzeit am Abend–> Regen.
Aber nicht mit mir, lieber Petrus: Hab ich doch glatt weg kurzfristig die Mittagspause genutzt und war draussen in der Sonne!

Auch wenn die Laufstrecke wie erwartet etwas feucht war… Aber dass der olle Streckenwart (Bauer) mit seinem Trekker kurz nach dem Regen die Strecke nochmal kontrollieren musste, war natürlich erstens sehr löblich, aber zweitens doch kontraproduktiv.
Schuhe und Waden sahen aus…. unglaublich.
Gut, dass die Baustelle mir ja mal die Laufschuhwaschanlage gebaut hat… jetzt auch mit Puffbeleuchtung für die dunklen Tage!

Eine gruslige Geschichte

Der Monat ist wieder rum und eigentlich wollte ich es ja ganz locker zum Jahresende ausklingen lassen.
Aber erst kam ein Garmin-Mit-User dazwischen, der mich und über 600 andere Schrittezähler für den Monat Oktober herausforderte, die meisten Schritte zu machen – „699 vs. you“ -, dann kam das herausfordernde Spätsommerwetter am Anfang des Monats (scheint schon wieder sooo lang her), dann die ewige persönliche Monats-Challenge, 110km zu schaffen, dann die Idee, die eigentlich schon abgeschriebene Erfüllung zweier meiner Jahresziele (160 Läufe und 1.500km) doch noch zu schaffen… und als Resultat bekommt man den Herrn hier rechts als Bonus-Punkt im Statistikkeller für eine Sporteinheit am Halloweentag.

Am letzten Tag des Monats hab ich es heute dann wirklich mal locker angehen lassen… über 4 min langsamer als gestern… sehr entspannend. So langsam lern ich es, auch allein mal nen lockeren, leichten Lauf zu machen.

Mit dem Lauf heute hab ich mein Monatsziel um glatt weg 104% übererfüllt 🙂

Ok, aber morgen ist wirklich Ruhetag 🙂

Schon wieder Hase und Igel

Nachdem mich meine Laufkollegen am Montag ja allein durch den dunklen Wald haben traben lassen, hat sich der Chef am Dienstag erbarmt und ist mit mir noch bei Tageslicht losgezogen.
Ganz locker flockig wars geplant, aber immer wieder kam der ganz kleine Antritt von rechts.

Na so eine Herausforderung nehm ich doch gern an und leg ne kleine Runde um die Scheune ein. Hat diesmal wieder 30m mehr gebraucht, bis ich den Kollegen dann wieder eingeholt hatte. Wir machen den Radfahrer noch zum begeisterten Läufer 🙂
Auch wenn mich der Kollege nach dem zweiten Antritt dann wieder Menschenschinder nannte, hats ihm dann doch glaube gefallen. Vor allem seine Pace, die von Tag zu Tag besser wird.

Das Tolle an diesem Hase und Igel Spiel ist ja, dass man es im Läuferjargon auch fachmännisch Intervalltraining nennen kann. Einer der Tricks, die wirklich was für die eigene Form bringen. Genauso toll wie Bergläufe… und ich hasse Berge… aber sie bringen was. So viel, dass bei meinem Mittwochslauf, den ich mal wieder allein durchführen durfte (weil Chef sich in ne Besprechung verdrückt hatte und lieber ne Stunde später allein durch den dunklen Wald gelaufen ist) mal wieder eine kleine Pulverisierung eines persönlichen Rekords bei rum kam. Und auch der über die Meile, aber da weiss ich immer noch nicht, welche Meile Garmin hier heranzieht. Wird wohl die englische Meile über 1.609,3m sein… 6min 31sec…

Insgesamt bin ich mit meinem heutigen 23. sten Lauf im Oktober mehr als zufrieden. 🙂

Dark

Wie gestern schon mit Erschrecken festgestellt, hat ja jemand an der Uhr gedreht und wie prophezeit gab es heute nen Lauf in langen Klamotten….
Hat mir doch heute einer meiner Laufkollegen echt gesagt, dass es jetzt Winter ist und er nicht mehr laufen geht????
Frevel…
Die anderen Kollegen hatten auch entweder Arbeitstermine oder den Turnbeutel vergessen und so war ich schon wieder als einziger Laufgruppenvertreter unterwegs.

Nun wird der ein oder andere geneigte Dauerleser sich vielleicht fragen, was da mit der Pace los ist, wenn ich allein unterwegs war…
Nix ist da los… es war einfach ein lockererer Lauf angesagt, ich hab die Nacht zuvor nur 4 Stunden geschlafen, es war der vierte Lauftag in Folge und ich bin erst kurz nach Fünf (!) losgekommen und gerade auf der zweiten Hälfte mitten durch den Wald war es stockfinster… Da dann doch lieber etwas vorsichtiger…
Wird wohl demnächst echt wieder die gute alte Tradition des Mittagspausenlaufs rausgekramt werden 🙂

Laufgruppenrekorde ohne Laufgruppe

Gestern meinte Chef vergessen zu müssen mir mitzuteilen, dass er am eigentlich geplanten Abendlauf nicht teilnehmen kann.

Die anderen pot. Laufkollegen meinten, dann doch lieber biertrinkenderweise die abendliche Terrassenparty vorbereiten und in den Grill schauen zu müssen.

Naja, kann man wohl nichts machen.

Heute meinte Chef, dass er vor dem Lauf noch kurz ein Telefonat führen müsse und so saß ich dann hier und wartete auf das Ende…. des Telefonats.
Als er dann fertig war, war er auch mit dem Gedanken fertig, heute mitkommen zu wollen und so war ich schon wieder allein unterwegs.
Kann man das Ganze ja auch mal schneller angehen.

Schön, wenn einem dann hinterher der Statistikkeller freudestrahlend auf die Schulter klopft und meint, dass man wieder drei neue Rekorde aufgestellt.

Ruhephasen sind wichtig, oder was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?!

Ich weiss, gestern hab ich hier noch großspurig geprotzt, dass Freitag und Sonnabend Ruhetag wird, aber was soll man denn tun, wenn der Planet sich nicht an den Wetterbericht hält und einfach in der freitäglichen Mittagspause vor sich hin scheint?!

Doch nochmal Hase und Igel

Der grosse Vorteil einer Laufgruppe: man läuft nicht allein.
Der grosse Nachteil einer Laufgruppe: man läuft nicht allein.

Nun ist ja meine Laufgruppe hier auf meiner nordhessischen Baustelle doch noch recht übersichtlich. Normalerweise kommt immer nur einer mit, seltener zwei und noch seltener drei Kollegen.
In letzter Zeit zeichnet sich jedoch immer mehr ab, dass erstens die anderen Kollegen so langsam in den Wintermodus gehen (too busy, too much work, aua weh weh, Turnbeutel vergessen, Schnitzel ruft) und zweitens der Kollege Chef immer mitkommt.
Weiss nicht, was ihn reitet, vom eingefleischten Radfahrer zum demnächst dann richtigen Läufer zum werden?
Auch wenn er immer noch meint, dass es nichts für ihn sei, hab ich doch das Gefühl, das er mehr und mehr Spaß dran hat.

Vorteil Laufgruppe: Man hat jemandem zum Quatschen (auch wenn, je länger der Lauf geht, meist dann nur noch ich rede).
Nachteil Laufgruppe: Irgendjemand quatscht immer und ist wohl offensichtlich noch nicht ausgelastet!

Vorteil Laufgruppe: Man wird gezwungen, Kilometer zu machen und aktiv zu bleiben.
Gut für die Kilometer-Statistik.
Nachteil Laufgruppe: Man richtet sich nach den anderen und versaut sich dadurch die
Durchschnitts-Pace-Statistik.

Vorteil Laufgruppe: Man läuft auch mal langsamer, nicht immer sich quälenderweise in der Wettkampfpace und das soll ja gut sein für den Trainingsfortschritt, für den Kalorienverbrauch und die Gelenke.
Nachteil Laufgruppe: Zu viel laufen ist nicht gut für die Gelenke.

Vorteil Laufgruppe: Man kommt mal zu einer mehr oder weniger humanen Tageszeit weg vom Schreibtisch und sieht was anderes.
Nachteil Laufgruppe: Der Sportklamottenverbrauch steigt massiv an. Wenn ich Montagmorgen hierher komme, hab ich für 4 Trainigseinheiten Hosen, Shirts, Socken bei. Sporttasche ist voll.

Vorteil Laufgruppe: Dadurch, dass man mal was anderes als sein Büro sieht, kann man leichter abschalten und kommt so auch schneller wieder auf tolle Ideen.
Nachteil Laufgruppe: Heute mal ehrlich gesagt schwere Beine. Das war dann mit dem gestrigen und dem heutigen Lauf der siebte Lauf in Folge. Jetzt erstmal zwei Tage Ruhe.

Für den Chef war es gestern ja schon der zweite Lauf in der Woche und so hatten wir uns nach dem Dienstags-Pace-Lauf (5:23min/km) eine geruhsame 6min Pace vorgenommen.
Im Endeffekt waren wir sogar noch besser und haben uns sogar noch 14 sec mehr Zeit gelassen pro Kilometer.

Für den heutigen Lauf hat Chef wieder um ne ruhige Kugel gebeten, aber ich kann ihm natürlich nicht jeden Wunsch erfüllen.

Dafür hab ich dann doch wieder zwei Hase und Igel Runden eingelegt (obwohl ich das mit ihm ja eigentlich nicht mehr machen wollte) und zumindest meine Pace etwas aufgehübscht.

In den beiden Bilder übrigens deutlich erkennbar: Je langsamer man läuft, um so mehr Kalorien verbraucht man…. zumindest sagt das die Garminkalorienverbrauchsberechnungsmethode. 🙂

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