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Es gibt wohl Wichtigeres…

Bereits schon vor einigen Wochen angemeldet und eigentlich für mich dieses Jahr als einer von nur zwei offiziellen Läufen gedacht (nachdem der Stuttgarter Lebenslauf sich entschieden hat, am gleichen Tag stattzufinden, wie mein obligatorischer Dabendorfer Herbstlauf) ist jetzt auch erwartbarerweise der Stuttgarter Firmenlauf im Mai abgesagt worden.
Firmenintern kam die Woche schon die Meldung, dass unser halbjährliches, in Teilen, geselliges Treffen im Juni auch schon auf ein unbestimmtes Datum verschoben wurde. Die Verschiebung von Olympia 2020 oder der Fußball-EM 2020 trifft mich nicht wirklich (hätte dies Jahr aufgrund zu wenig Trainingseinheiten vermutlich die Qualifikation eh nicht geschafft).
Mal schauen, wann der Papst verkündet, Ostern 2020 auf die Weihnachtsfeiertage zu verschieben.
Zur Zeit muss wohl alles im Kampf gegen den Virus zurückstehen.

Loch im Schuh – Ist Joggen jetzt gefährlich?

Ich bin ja nun schon seit 2 Wochen weg von der Baustelle und seitdem mehr oder weniger im Home Office im #stayawayofeverything-Modus, nur kurzzeitig unterbrochen von kurzzeitigen notwendigen und wohlüberlegten Supermarktbesuchen. Die jetzigen letzten Märztage hab ich tatsächlich noch Urlaub beantragt, statt im Home Office zu schuften. Der Resturlaub aus 2019 muss noch weg. Da hatte ich mir eigentlich überlegt: 14 Tage Selbstquarantäne, das reicht aus, um es verantworten zu können, jetzt zur Frau K. ins ostelbische D-Dorf zu fahren und ihr meine Anwesenheit für einige Tage zuzumuten. Mal rauszukommen für kurze Zeit aus der Innenstadtwohnung, wäre gar nicht mal so schlecht.
Heute morgen dann vermeldete dann der Gatte, dass er leichten Husten und ein Kratzen im Hals versprürt.
Nun wär das in normalen Zeiten zwar kein wirklicher Grund zur Panik und ehrlich gesagt ist es auch jetzt kein wirklicher Grund zur Panik, aber Frau K. und ich habe beschlossen, wirklich Null Risiko einzugehen. Ostelbien-Expedition erstmal für zwei Wochen verschoben. Dann schauen wir weiter.

Hab heute morgen von nem Pockenausbruch in Deutschland in den Sechzigern gelesen, bei dem man von einem 20m Sicherheitsradius ausgehen musste. Und in den diversen chinesischen Online-Medien liest man leider auch recht viel von zu geringen Sicherheitsabständen und Infektionen, die sich Passanten zugezogen haben beim bloßen Vorbeigehen an infizierten Leuten. Was kann man glauben?
Überall liest und hört man ja, dass man #socialdistancing betreiben soll und mindestens 1,5m weit weg von anderen Leuten bleiben soll. Aber wie sicher kann man sich sein, dass die Experten das später im Nachgang nicht wieder als zu wenig klassifizieren?

Die Frage „Kann man sich beim Joggen mit dem Virus infizieren?“ treibt den Gatten und demzufolge auch mich seit Längerem um. Also nicht, dass der Gatte jetzt der neue Jogger wird, aber er sorgt sich halt um mich. Das finde ich sehr nett von ihm und löblich noch dazu. Zeit-Online hat die Frage jetzt endlich mal beantwortet und ich glaube ziemlich erstmals in deutschen Medien auch darauf verwiesen, dass die blöden Viren auch durch die Luft übertragen werden können. Wenn auch noch mit dem Verweis darauf, dass die Chancen für das Überleben der Viren nicht sehr gross sind und Abstandhalten immer noch oberste Direktive ist.
Aber wie schlecht muss mein schlechtes Gewissen der Gesellschaft und dem Gatten gegenüber sein, wenn ich trotzdem gehe? Wie schlecht muss mein schlechtes Gewissen gegenüber dem Statistikkeller von Garmin sein, wenn die mir schon für die letzte Schritt-Challenge für meinen letzten Platz ein Loch in der Schuhlohle attestierten? Ich denke noch ein bisschen drüber nach.

Home Office V

Der letzte Tag der ersten Home Office Woche is rum. Ging doch auch, ohne dass die Welt sich aufgehört hat zu drehen.
Jetzt bin ich schon seit Donnerstag letzter Woche im #socialdistancing Modus. Nur noch der Gatte um mich rum, der seit dieser Woche auch im HO ist. Und einmal im Supermarkt gewesen, immer drauf achtend, dass keiner einem zu nah kommt. Bei der Heimkehr wieder Händewaschen und Schuhsohle desinfizieren.

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Und natürlich ein bisschen laufen gehen.
Hab lang mit mir gerungen:
– Darf ich noch?
– Soll ich noch?
– Wie gross ist das Risiko.
Nachdem unser Ministerpräsident heute verkündet hat, dass man nur noch zu dritt rausgehen darf, hab ich noch kurz überlegt, wo ich die anderen beiden her bekomm, weil der Gatte will ja nicht laufen kommen.

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Im Kräherwald sind die Sport-Stationen (hier ein Archivbild vom vorletzten Jahr) auch gesperrt. Hängt ein Zettel dran: Aufgrund Corona geschlossen. Hat drei Sportler heute nicht wirklich gestört. Haben da trotzdem ihre Übungen gemacht. Hab sie dann mal alle weggeschickt und gleich zur Abschreckung alles abgerissen.
Ansonsten hat während des Laufens #socialdistancing gut funktioniert. Hab sogar gemerkt, dass auch andere Leute auf Abstand gingen. Und bei einigen Fussgängern bin ich dann kurzerhand eben einfach auf die Fahbahn ausgewichen. Autos werden schon bremsen und sozial Absandhalten.

Home Office III

Seit heute Vormittag auf Spiegel die Eilmeldung rumging, dass Frau Kanzlerin am Abend wieder mal eine Ansprache ans Volk richten wird, frag ich mich die ganze Zeit, ob sie es wagen wird: Verkündet sie just am 30. igsten Jahrestag der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR die Vollendung der Wende mit dem Befehl, dass alle erstmal zu hause zu bleiben haben?
Gestern hab ich bei uns im Familienchat ja noch den Spruch „Grenzen dicht, Regale leer, willkommen in der DDR“ lesen dürfen. Würde ja dann passen.
Wobei ich aber sagen muss:
Wenn es so ist, dann ist es eben so.
Zum Überleben der Menschheit. Auch wenn das Wetter ja noch toll ist, am Wochenende solls ja wieder kalt werden. Kann man auch drin bleiben.
Mit dem Gatten hab ich ja schon desöfteren die Diskussion geführt, ob man denn jetzt noch rausgehen muss oder ob man nicht lieber drinnen bleibt. Darf ich noch laufen gehen? Heute morgen im Frühstücksfernsehen hat der TV Doc ja noch gesagt, dass dies erlaubt und auch geraten sei.
Heute hatte ich mich nochmal durchgesetzt. Auch wenn ich versprechen musste, um sämtliche anderen Menschen einen Bogen zu machen. Woran ich mich auch tatsächlich so gut es eben ging, gehalten hab. 🙂

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Update nach der Ansprache: Sie hat es also nicht getan. Noch kein Ausgehverbot.
Eine wichtige, mutmachende Rede. Und ganz ironiefrei: Wir schaffen das 🙂

Home Office II

Auf dem morgendlichen Weg ins isolatorische Home Office kam ich heute erstens beim Bäcker vorbei (Versorgungslage gut), der Tabakladen gehört wohl auch noch zur Grundversorgung in Deutschland und auch der Supermarkt um die Ecke hatte heute wieder seine Türen geöffnet.
Die gute Nachricht von hier: Es gibt wieder Toilettenpapier.
Die schlechte Nachricht: In den anderen Regalen sieht es doch verdammt leer aus. (Um nicht wieder von der Tagesschau als Panikmacher verschrien zu werden, hier mal kein Bild dazu.) Aber es ist schon ein Stück weit beängstigend, auch wenn ich immer noch nicht glaube, dass dies das Ende der Welt ist.
Ein Vorteil des Home Offices ist ja, dass die Wege nicht so weit sind. Auf der anderen Seite kann man so natürlich die von den Experten immer wieder empfohlenen 5 bis 10.000 Schritte wohl eher schwerlich erledigen.
Ein weiterer Vorteil: Ich muss die Spülmaschine in der Gemeinschaftsküche im Nordhessischen nicht mehr ausräumen. Der Nachteil dazu: Ich muss jetzt hier in Stuttgart selber abwaschen. Doof, wenn man selber keene Spülmaschine hat.
Hab gestern mit Überraschung festgestellt, dass man nach so einem Home Office Tag tatsächlich noch TV schauen kann! Wusste gar nicht, dass die unter der Woche auch senden (hab in Hessen kein TV).
Vorteil Home Office: Man wird bekocht.
Nachteil Home Office: Gatte mag seine selbst gemachten Nudeln und ich als alter Reis-Fan behaupte ja immer wieder, dass zu viel Nudeln dick machen. Fühl mich schon dick und rund nach dem zweiten Nudeltag in Folge. Schwester behauptete, dass die Nudeln komisch aussehen würden, aber ich denke nicht, dass dem so ist. Sind doch schön bunt und lecker mit dazu!
Ansonsten hatte ich hier mit dem Gatten heute eine Diskussion: Darf man eigentlich überhaupt noch rausgehen?
Die Meinung der deutschen Experten derzeit ist ganz klar, dass das wohl kein Problem ist. Gatte hat da allerdings natürlich auch ganz andere Informationen und Ängste aus Chinaland. Hier wird berichtet, dass man sich das Coronadingsbums auch beim bloßen aneinander Vorbeigehen holen kann. Sicherheitsabstand halten!
Wie man es nun am Ende macht, ist es wohl eh verkehrt, wobei beim Drinnenbleiben natürlich wohl kein Schaden entsteht, außer dass man dick und rund wird. Aber auch das macht ja wiederum nichts, da das eigentliche nächste Laufziel (Firmenlauf Stuttgart im Mai) wohl noch in den Sternen steht.
Dass am Ende die Klamotten nicht mehr passen? Auch egal. Im Home Office sieht dich ja keiner, da kann man die Krawatte auch mal etwas lockerer tragen.

Home Office I

Ich hab mich für heute ja mal selber ins Home Office befohlen, weil ich morgen eigentlich auf ne andere Baustelle schauen wollte und sich der Weg ins Nordhessische nicht wirklich gelohnt hätte.
Andere Baustelle besuchen? Abgesagt.
Stattdessen werd ich jetzt wohl ne ganze Weile im Home Office bleiben. Meine Baustelle hat entschieden, dass die, die ihre Arbeit auch von zu hause aus machen können, dann doch lieber da bleiben. Eine sehr vernünftige Entscheidung, wie ich finde. Auch wenn ich hier mein eigen Licht verbenn und meinen eigenen Kaffee trinken muss.
Und ich glaube, das haben auch mehr Leute (oder Firmen) so entschieden. Nicht nur meine Firma oder die, in der mein Gatte angestellt ist (der übrigens hier abends um halb sieben immer noch auf der HomeOfficeCouch lümmelt und arbeitenderweise in die Tasten haut, während ich diese Zeilen hier schreibe). Als ich heute Mittag aus dem Fenster schaute, standen da recht viele Autos rum, wo sonst doch zumindest mal zur Mittagszeit einige freie Plätze wären.
Freitag hatte Stuttgart ja schon entschieden, dass wir nicht mehr in Bars oder Bordelle gehen dürfen, Sonnabend kam die Schließung von Sportstudios hinterher und heute waren dann die Spielcasinos und Wettbüros dran. Besonders Letztere werden mich da bestimmt vermissen. Jetzt am Abend kommt dann noch die längst erwartbare, fürs ganze Bundesgebiet geltende Meldung hinterher, dass alle anderen Läden wohl auch dicht machen dürfen.
Und bevor mir Tagesschau wieder Panikmache vorwirft, hier auch nochmal die Betonung, dass die Supermärkte offen bleiben! Und zum Glück auch die Heimwerkermärkte für die Leute, die das Home Office auch gleich renovieren wollen.
Ich hatte ja eigentlich nicht vor, zu renovieren, aber irgendwie schafft man im Home Office immer so viel, dass die weniger werdende Arbeit am Ende des Tages doch tatsächlich mal weg ist! Soll ich jetzt die HomeOfficeWände streichen? Wie geht man denn mit dem Fakt um, wenn der Arbeitgeber das mal raus bekommt und auf die Idee kommt, einen für immer im HO zu lassen? Das wär ja furchtbar! Kommt man ja gar nicht mehr raus?!
Schön fand ich übrigens heute Mittag mal auf meinem kleinen Innenhofbalkon zu stehen und festzustellen, dass manche Schulkinder ihr Coronaschulfrei wohl auch wirklich zum Üben nutzen müssen anstatt sinnlos Computer zu spielen oder was auch sonst so ein kleiner Mensch macht, wenn er oder sie zu viel Tagesfreizeit hat. Da spielte tatsächlich jemand Geige und das auch gar nicht mal schlecht.

Ich bin schuld!

Hab ich doch gestern ein Bild verbreitet, dass teilweise leere Kühltruhen in einem Supermarkt zeigt… Später las ich dann ne Twittermeldung der Tagesschau, dass man dieses doch nicht tun sollte, weil man ja sonst nur Panik verbreiten würde…
Der Weltuntergang ist definitiv nah.
Ich bitte vielmals um Entschuldigung, falls sich jemand in Panik versetzt gefühlt hat, durch meine Berichterstattung… Was bin ich froh, dass ich gestern morgen in unserem Netto um die Ecke nicht das leere Toilettenpapierregal fotografiert hab und wieso verwendet Tagesschau solch ein umgangssprachliches Wort wie „Klopapier“ und setzt auch noch nen Hashtag davor? 🙂
Auf der Suche nach diesem Screenshot auf Twitter hab ich dann eben mal ein bisschen den Tagesschau-Kanal auf Twitter durchgescrollt… Ob die von Tagesschau sich auch mal entschuldigen für ihre panikmachende Berichterstattung? Oder generell? Alle Medien? Zur Zeit gibts ja leider wirklich kein anderes Thema mehr in deutschen Medien…. ok, in ausländschen auch.
Scheint wohl doch angebracht, in Panik zu geraten.
Gatte und ich haben uns ja heute hier auch eingeschlossen zu hause. War nur kurz draussen, tanken muss ja auch mal sein. Da bin ich an der Stuttgarter Corona-Teststation vorbei gefahren und war tatsächlich stellenweise leicht irritiert, wieviele Leute da anstanden, um sich testen zu lassen!
Haben spontan beschlossen, unsere Ernährung umzustellen und die kistenweise gekauften Nudeln zu sparen und Nudeln stattdessen selber zu machen. Notration sozusagen.

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Nur zu doof, dass ich da auch noch selber arbeiten muss für…
(auch wenn der Gatte da mehr macht, aber er hat ja auch mehr Spaß dran….)

Hab ich doch schon berichtet, dass ich Freitag lieber nicht mehr ins Sportstudio gehen wollte und Sonnabend kam die Stadt Stuttgart auch auf den Trichter, Sportstudios als Coronverbreitungsherd anzusehen.
Mal schauen, wie lang das geht und mal schauen, ob das auf lange Sicht meine selbstdefinierten Ziele, was die Sportstudiobesuchsanzahl angeht, für dies Jahr torpediert.
Aber es wird schon richtig sein.
Ich hoffe nur, dass sie uns nicht auch noch zum Stubenarrest verdonnern müssen, wie in anderen Ländern bereits geschehen. 10 Kilometer-Laufrunden um den Couchtisch rum sind glaube nicht so aufregend.

Nach dem ich gestern mal in Teilen kurz getestet habe, was rein von der Form her nach der Winterpause derzeit so geht, heute eine ganz tiefenentspannte Sonntagsrunde.

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So ein „sich-zu-hause-einschließen“ muss man ja derzeit zum Glück noch nicht auf den ganzen Tag ausdehnen…. Aber: Natürlich danach gleich die Laufschuhsohle desinfizieren und sofort Händewaschen.

Coronawochenende I – Der Feind im eigenen Wohnblock

Jetzt ist es da, jetzt hat es mit aller Wucht wohl auch in Europa eingeschlagen.
Das Thema ist beim Gatten und mir ja schon so ziemlich von Anfang an Thema, kommt doch der Gatte aus Chinaland.

Jetzt werden Schulen, Kitas, Unis, öffentliche Einrichtungen geschlossen, das soziale Leben wird erstmal eingestellt. Die Börsen und die Wirtschaft rauschen ab, die Grenzen werden dicht gemacht.
Es wird so viel in den Medien berichtet und mit die größte einschneidende Entscheidung ist wohl das Aussetzen der Fussballbundesliga. Was sagt denn das über eine Gesellschaft aus?

Das Ende des Abendlandes ist nah.

Und wenn man das erstmal realisiert hat, ist es natürlich auch wichtig, dass man zum Ende aller Tage auch die eigene Tiefkühltruhe und den Toilettenpapiervorratsraum bis unter die Decke voll hat.

Nun kann man natürlich geteilter Meinung sein, ob jetzt jede getroffene Entscheidung der Offiziellen richtg ist, zu spät oder zu früh kommt oder nicht weit genug geht. Leben müssen wir nun mal mit den Entscheidungen und das Beste draus machen. Gibt wohl Schlimmeres, als mal einige Wochen nichts über Fussball berichtet zu bekommen oder nicht in die Clubs gehen zu können (hätte ich womöglich vor 15 Jahren noch anders drüber gedacht). Irgendwann werden die schon wieder aufmachen, wenn sie bis dahin nicht pleite sind. Und selbst in dem Fall werden sich wieder andere Leute finden, die Clubs aufmachen und auch Leute finden, die da hin gehen. Irgendwann werden die Toilettenpapierregale in den Supermärkten auch wieder aufgefüllt sein und die grossen Toielletenpapierhersteller einen massiven Umsatzeinbruch verkünden und nach Staatshilfe rufen, weil die Leute ihre eigenen Toilettenpapiervorratsräume noch nicht leergeräumt haben.
Der Normalzustand wird wieder eintreten, da bin ich zutiefst davon überzeugt.

Bis dahin: Nicht verrückt machen lassen.

So bin ich heute erstmal wieder ne kleine Runde laufen gewesen, auch um mal zu testen, wo wir nach dem Winterbreakdown aktuell stehen.

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Ich bin doch recht zufrieden.

Als ich dann völlig ausgelaugt vor dem Hauseingang stand und meine Dehnübungen machte, kam eine ältere Frau Nachbarin aus dem Aufgang, weil eine andere ältere Dame davor stand und wohl Redebedarf hatte…. oder sie wollte einfach nur die irgendwo steuerlich vergünstigt eingekauften Stangen Zigaretten an die Frau zu bringen.
Die Damen begrüssten sich herzlich, auch wenn man sich gleich an die aktuelle Gesundheitssituation im Land erinnerte und sich nicht umarmte…. nur ein ausgiebiges Händeschüteln war drin, verbunden mit den Worten „Wir umarmen uns diesmal nicht“…. während die Zigarettenkäuferin hustenderweise noch auf ihre Erkältung verwies und ihr dabei auch noch fast die Stimme wegblieb…
Auf jeden Fall quatschten die Damen noch eine ganze Weile, ich rutschte immer weiter weg vom Hauseingang und meine Dehnübungen wollten keine Ende nehmen…
Aber auf keinen Fall geh ich an den Damen direkt vorbei! Der Gedanke kam mir, ob ich noch nen Kilometer an den Lauf dran hängen sollte. Aber ich hatte den Lauf auf meiner Garmin ja schon gestoppt…. also weiterdehnen 🙂

Ein starker Wille

Zur Erreichung selbstgesteckter Ziele ist ab und zu auch mal ein recht starker Wille erforderlich.
Die Neigung zur Prokastination hierbei eher hinderlich.
Sich zum Sport durchzuringen hat bei mir damals recht lang gebraucht. Hab das lang vor mir hergeschoben.
Irgendwann war es dann mal andersrum und damit aufzuhören fiel schwer.
Da ich die letzten Monate wohl ungesund viel laufen war, hat sich leider mal wieder desöfteren die rechte Achillessehne gemeldet. Ein starkes Zeichen, mal etwas kürzer zu treten oder drüber nachzudenken, was anders zu machen. Ich hatte mich für neue Laufschuhe entschieden und eine kleine Winterpause
des Nichtstuns. Mein letzter Lauf liegt nun schon 13 Tage hinter mir, aber irgendwie bin ich heute bei diesem schönen Vorfrühlingswetterchen dann doch schwach geworden.

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Die eigentlich für vier Wochen angesetzte, also ich meine mindestens dreiwöchige Winterpause, hab ich kurzerhand nach zwei Wochen dann mal für beendet erklärt.
Aber der gute Wille, es jetzt nicht wieder zu übertreiben bleibt bestehen. Montags und Freitags ist Autobahntag und auch zwischendrin muss nicht jeder Tag ein Lauftag sein. Schauen wir mal.

Zurück

Talli hatte mir aufgrund anderweitiger Verpflichtungen für den heutigen Sonntagslauf abgesagt, so konnt ich mir mal richtig Zeit lassen durch den Schlossgarten 🙂 .

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Nach dem gestrigen Fiasko mit den neuen Brooks Ravenna hab ich gleich wieder die alten Brooks Adrenalin GTS 19 rausgeholt. Die sind immer noch besser, als die neuen.
Hab dann jetzt doch beschlossen, die nächste Woche wieder in den Laden zu tragen. Zum Glück hab ich den Kassenzettel noch und die geben 14 Tage Umtauschrecht… 🙂

Winterpause

Eigentlich hab ich ja schon länger vor, eine kleine Lauf-Winterpause zu machen…
Aber da der Winter ja auch ne Pause macht, oder überhaupt noch nicht da war, verschiebt sich das irgendwie immer…
Nach dem gestrigen Seminar in Mainz und der anschließenden Heimfahrt, war noch genug Zeit für nen kleinen Lauf mit Talli durch den frühlingshaften Schloßgarten.

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Und da das Ganze ja so schön war, gab es heute noch einen sonntäglichen Tallivorfrühstückslauf….
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Vor dem Sturm

Ja, ich weiss, gestern habe ich hier verkündet, weniger laufen zu wollen und stattdessen Sonntag wieder ins Sportstudio zu wandern.
Aber da hab ich mal wieder nicht mit dem ollen Wetter gerechnet.
Scheint doch statt der erwarteten Orkan-Sabine die Sonne!

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Muss man ja nutzen…

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Viel hilft viel?… Von wegen…

Die Woche war der EUROJACKPOT ja mal wieder bei 90 Mio angekommen.
Ich spiel mehr oder weniger regelmässig für +/- 5 Euro die Woche. Viel mehr gewonnen als Erfahrung hab ich damit noch nicht, aber die Gewinnwahrscheinlichkeit auf den Hauptgewinn ist mit 1:95 Mio deutlich besser als bei 6 aus 49 (1:140 Mio). Versuch macht kluch.
Verbessern kann man seine Gewinnchancen auf den Hauptgewinn mit Systemspielen. Gibt´s die verschiedensten Möglichkeiten, bis hin zu, statt nur 5 Zahlen anzukreuzen, 11 Zahlen anzukreuzen. Da wird der Spielschein zwar recht teuer, aber der Millionengewinn und das Faulenzerleben danach lockt doch schon irgendwie. Die Woche kam ein Kollege auf die Idee der Bildung einer Tippgemeinschaft…
Wir kaufen den Pott!… Mit insgesamt 47 Kollegen haben wir so 2.300 Euro in 3 Tippscheine investiert…
Was bekommt man für eine (!) richtige Zahl?…
Naja, der Pott ging dann eben doch nach NRW. Ist wohl gut für die Baustelle, sonst wär die wohl ab kommender Woche dramatisch unterbesetzt 🙂

Ich nehme ja die letzten Monate regelmässig an diesen Challenges im Garmin-Statistikkeller teil.
Wer macht die meisten Schritte pro Woche, wer läuft die meisten Kilometer und so weiter. Das hat mich doch zugegebenermaßen etwas inspiriert, mein Sportprogramm hoch zufahren. Gebracht hat es nicht wirklich was. Es gibt immer wieder Leute, die mehr machen, die womöglich zu viel Tagesfreizeit haben oder die Kilometer beruflich schrubben. Gewonnen hab ich da bislang nur zwei sehr kleine Wettbewerbe. Viel ist wohl manchmal nicht viel genug.

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Nun könnte man meinen, dass es was für meine körperliche Fitness gebracht hat, so wie es mir Garmin immer wieder einreden will. Gemerkt hab ich das ehrlich noch nicht. Habs aber auch noch nicht drauf angelegt / es noch nicht wirklich getestet. Was ich aber wieder merke, dass meine Achillessehne noch da ist, genau wie meine Schienbeine, ich mehr oder weniger jeden Tag Muskelkater habe. Wohl wirkliche Anzeichen von „too much“ – Viel ist zu viel?
Waren wohl auch zu selten Schlechtwettertage die letzte Zeit.

Ich muss weniger bzw. anders trainieren. Heute Sportstudio 🙂

Sport Frei! Tag

Am heutigen sportfreien Freitag war das Wetterchen im Nordhessischen mal wieder so trüb, dass es mich nicht gerade dazu brachte, vor der Autobahnfahrt in den Süden mich noch auf die Laufpiste zu bewegen….
So war ich doch tatsächlich noch bei Sonnenlicht in der Schwabenmetropole!
Kann man ja nochmal gehen…. also laufen…. zumindest ne kurze Feierabendrunde 🙂

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Ende der Pausenwoche

Jetzt hab ich so brav die Pausenwoche durchgezogen, da kann man selbige ja auch mal relaxt abschließen. Heute mal wieder qutaschenderweise mit Talli durch den Schlossgarten. Auch wenn es gefühlt eine doch recht anstrengende Laufeinheit war, meint Garmin dazu nur:

Also nix falsch gemacht im Sinne der Regeneration.

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Und Talli´s Telefon-App zeigt mal wieder eine deutlich schnellere Pace.

Pausenwoche vs. Regenradar

Süperschönes Frühlingswetterchen am Sonnabendvormittag und der Zwang nicht ins Sportstudio zum Body Pump zu gehen. Sitz ich doch lieber hier und hör Radio Eins.
Hab ich einfach heute den ganzen schönen Vormittag rumgegammelt mit dem guten Vorsatz, nur etwas laufen zu gehen im Anschluss an die Vormittagssendung.
Um kurz nach 12 dann die Regenwarnung aufs Telefon und eh ich unten war, fings auch schon an zu regnen….
Da muss man jetzt wohl durch 🙂

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Chinesisches Neujahr

新年快乐

Ab dem morgigen Sonnabend befinden wir uns im Jahr der Metall-Ratte…
Garmin verteilt schon mal am Silvestertag die Lorbeeren für eine sportliche Aktivität…

Etwas früh. Und warum sie da nen Fisch darstellen – keine Ahnung.

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Big Vorturnerin is whatching you!

Einer der guten Vorsätze für 2020 ist ja, regelmässig zum
Body Pump Kurs zu gehen. Hab ich es mit dem Besuch am gestrigen Sonnabend doch bereits zum dritten Mal dies Jahr geschafft!
Sehr stolz auf mich. Nach der einstündigen Einheit kam die grosse Vorturnerin dann noch zu Talli und mir auf ein kurzes Wort…
Sie habe bemerkt, dass ich meist die Bizeps-Einheiten falsch mache und stattdessen immer lieber den Trizeps belaste… So ein Mist aber auch…… was auch immer sie mit diesen Fremdworten meint… Bizeps, Trizeps….. Ich muss zwar immer wieder schauen, was die gute Frau da vorn macht, aber meist versuch ich doch, mich hinter der einen Säule im Sportraum zu verstecken, auf dass sie sowas nicht merkt!… Jetzt steh ich wohl auf der Beobachtungsliste. Talli hat sich natürlich köstlich über den Anschiss amüsiert… 😦

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Für den heutigen Sonntagsauf hatte ich mich abermals mit Talli verabredet. Eigentlich wollte sie noch ihre neunjährige Begleitung auf dem Rad mitbringen, aber Sohnemann hatte kurzfristig doch noch was Besseres gefunden, als sich mit den alten Leuten durch den Schlossgarten zu quälen… Als Ersatz musste sich dann der Talli-Gatte heute erstmals wieder auf der Piste quälen… So wars für Talli und mich doch noch recht entspannt und sehr gut zum Quatschen geeignet 🙂

Jahreshighlight mal vorgezogen

Aufgrund einer akuten Männergrippe, die ich mir kurz vor Weihnachten eingehandelt hatte, hatte ich ja meine Teilnhame am 18km Silvesterlauf abgesagt. Auf den hatte ich mehr oder weniger 3 Monate hin trainiert und war auch inkl. Idealgewicht tatsächlich mehr als fit.
Den Bericht des Idealgewichts hab ich dann auch schnell wieder verlassen, aber fit war ich auch noch nach den Feiertagen. Was liegt da näher, als den normalerweise erst für Ende des Jahres geplanten jährlichen Halbmarathon jetzt schon zu laufen?!

Verschneite Vorweihnachtszeit

Ich habe beschlossen, es lauftechnisch mal ein bisschen lockerer anzugehen. Die Woche gabs nach dem freien Autobahnmontag nur die „Sonnige Vorweihnachtszeit“ am Dienstag und die „Verschneeregnete Vorweihnachtszeit“ am Mittwoch. Da bei Letzterem mal wieder, wie die letzte Zeit so oft, keiner mitkommen wollte, hat sich auch statistisch gesehen meine Form mal wieder exorbitant verbessert 🙂

Für Donnerstagabend hat mein Arbeitgeber mal wieder die gesamte Abteilung zur Weihnachtsfeier nach Österreich geladen. Macht er alle zwei Jahre, die geraden Jahre müssen wir nicht so weit fahren, und ich find es echt nett, ehrlich gesagt. Auch wenn es bedeutet, dass zwei Arbeitstage weg sind, aber so trifft man mal wieder Leute, die man sonst nicht so trifft. Ausserdem gibt es lecker teures Essen und meist auch zu viel Alkohol. Wobei ich aber berichten kann, dass ich im Gegensatz zu den meisten Kollegen auf das Mitternachtsmahl verzichtet habe – Weisswurst mag ich nicht wirklich – und auch mich beim Alkohol sehr vorbildlich zurückgehalten habe, so dass ich mal nicht letzter auf der Party war und sogar zum schlafen gekommen bin… wenn auch nur 4 Stunden 🙂

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Warum auch immer dort die Bilder von dort am frühen Morgen immer so nen Blaustich haben???

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Es lauftechnisch etwas lockerer anzugehen heisst natürlich nicht, dass ich auf den sonnabendlichen Body Pump Kurs verzichte…. lockt doch da am Ende noch ein Saunagang zum Relaxen…

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Den Sonntagslauf gabs natürlich trotzdem… diesmal wieder sehr locker und entspannt quatschenderweise mit Talli über den Schlossplatz, rund um die ganzen Weihnachtsmarktbesucher, und dann durch den Schlossgarten…

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Woher meine GPS Uhr die Info unten hat, dass es knapp 14 Grad sein sollen, weiss ich nicht zu berichten 🙂

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2. Advent

Die letzten beiden Tage ja im Sportstudio anderweitig getrimmt, da muss man ja am Tag vor dem obligatorischen LauffreiMontag, nochmal kurz einige Schritte auf Piste… und die fast sommerlichen Temperaturen machen es einem da ja recht auch einfach, sich zu überwinden…
(und dabei hatte ich am Morgen doch wider Erwarten recht schwere Beine von den letzten 5 Sporttagen in Folge)

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Vorweihnachtsdiät?

Nach den drei Läufen in dieser Woche war ich am Freitag noch kurz im Sportstudio und am Sonnabend auch da zum Body Pump Kurs…

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Also ich bin mehr oder weniger vorbereitet für das grosse Gefüttertwerden im ostelbischen Weihnachtsland… die 5 Kilo können kommen 🙂
Irgendwie musste feststellen, dass auch andere Leute so denken und schon mal vor dem Fescht mit der Diät oder zuindest mit dem Sportstudiobesuchen beginnen…. war schon verdammt voll in dem Laden, wie es sonst immer nur im Januar ist 🙂

Alljährliche Pflicht?

Zur sonntäglichen Mittagsrunde heute wieder mit Talli verabredet…. Ham uns ja schon lang nich mehr gesehen.
Einmal durch den Schlossgarten und dabei die vergangenen Wochen auswerten…
Irgendwie kam die letzten Wochen wieder die Erinnerung, dass ich ja noch so eine ungelöste Jahresaufgabe habe…. nen halben Marathon…
Also nach dem normalen SonntagsTalliLauf einfach noch was dran gehangen.
Ich war Euch ja auch noch von letzter Woche nen aktuelles Bild vom Monte Scherbelino schuldig… heute mal ohne Nebel…. Dafür mit Leuten ….

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Gipfelstürmer- 5.000m in 30min

Von solchen Ergebnissen träumt wohl jeder Profibergkletterer. Aber man braucht sich die Begriffe doch einfach nur hinzudrehen: Von meiner Haustür bis zum höchsten Punkt Stuttgarts, dem Gipfel des Monte Scherbelino, sind es ziemlich genau 5km und ich hab nur ne halbe Stunde gebraucht.
Das es nur 213 Höhenmeter bis dahin sind, kann ich ja im Kleingedruckten erwähnen.

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(hier nur ein Archivbild vom Mai 2018, als ich mit dem Neffen den Berg erklomm, da ich heute keine Kamera dabei hatte und es auch darüber hinaus viel zu neblig war)

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Laßt die Gewichte fliegen!

Nachdem ich am Freitag einigermaßen gut durch gekommen bin von Nordhessen ins Zentrum vom Schwabenländle war doch tatsächlich noch etwas Zeit, um ins Sportstudio zu gehen.
Man soll ja nicht immer nur laufen gehen und die anderen Muskelgruppen total verkümmern lassen. Wichtig ist wohl gerüchteweise auch ein gewisser Ausgleich…. ich setz mich dafür immer gern aufs Indoor-Rad oder werf unkoordiniert einige Gewichte durch den Raum.
Etwas zivilisierter geht es dann am Sonnabend zu… Da wird im Sportstudio ein Body-Pump-Kurs gegeben… Das ist vielleicht ne Quälerei. Fast zum Ende der einen Stunde meinte die Vorturnerin dann noch den tollen Satz
„Laßt die Gewichte fliegen“….
sie flogen nicht mehr sehr hoch 🙂

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