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Zahlen

Seit Beginn der Krise schauen wir auf die jeweils aktuellen Zahlen. Ende des letzten Jahres war die erste Zahl, die ich gehört habe, „29“.
29 infizierte Patienten von einem neuartigem Virus in China infiziert. Die Zahl wuchs dann von Tag zu Tag, so dass man sich in der Presse ziemlich schnell darauf konzentrierte, die jeweilige Steigerungszahl hevorzuheben.
Als die Seuche in Deutschland ankam, wurden immer die Zahlen des Robert Koch Institutes in den Medien zitiert. Hochangesehene Forschungsanstalt, verleiht den Pressebeiträgen Integrität. Irgendwann kam dann die Kritik an der Zählweise der Betroffenenzahl in China. Die ganze Welt war entrüstet, dass die dort wohl nicht mal zählen können oder etwas zu verschleiern versuchen.

Die chinesischen Statistiker nahmen sich die Kritik zu Herzen und änderten ihre Zählweise, wodurch die Patientenzahl sprunghaft anstieg. Das war der chnesischen Regierung dann wieder nicht recht und die Zählweise wurde wieder geändert, so dass erstens niemand mehr durchsah, eine richtige Vergleichsmöglichkeit hatte und zweitens ein irgendwie geartetes Vertrauen in die genannten Zahlen gerechtfertigt wär.

Klamm und heimlich kam auch Kritik an der Zählweise des Robert Koch Institutes auf. Nicht up to date, veraltet, ungenau, so dass die Medien sich mehr und mehr auf die Zahlen der Johns Hopkins Uni bezogen. Schon lustig, aberwitzig und peinlich, dass wir als grosse Nation es nicht schaffen, unsere Zalen selber zu addieren und daher auf die Amerikaner zurückgreifen müssen. Scheint den Robert Koch Leuten aber auch ziemlich egal zu sein. Sie haben sich arrangiert und halten trotzdem ihre tagtäglichen Pressekonferenzen ab. Führen die RobertKochler Ihre Statistik jetzt eigentlich noch?

Ist ja auch nicht wichtig: Die Zahlen waren schon hoch und erschreckend genug, egal welche Zählweise. Sie wuchsen von Tag zu Tag.
Wo hat das ein Ende? Wo führt das hin?
Es versuchten sich die Statistiker und erfanden die Verdopplungszahl.
„Wenn der derzeitge Trend so anhält, wie lang dauert es, bis die Infiziertenzahl sich verdoppelt“.
Eine Erklärung, die in wirklich jeder Statistikmeldung in den Nachrichten immer mit erwähnt wurde.
Erst war die Zahl noch recht klein. Innerhalb von zwei Tagen. Innerhalb von 2,5 Tagen.
Innerhalb von 3 Tagen war dann schon ein Erfolg. Innerhalb von 6 Tagen („Wir sind auf dem richtigen Weg!“).
Es war eine greifbare, anschauliche, gut vermittelbare Zahl.
Kann man / muss man langsam auch mal darüber sprechen können, wann die auferlegten Einschränkungen so langsam zurückgefahren werden können. Doch niemand möchte was Falsches sagen oder sich festlegen. Nur ein bis dato seit Amtsantritt nicht mehr wirklich in Erscheinung getretener Kanzleramtsminister sieht seine Stunde gekommen und nennt ein Datum (nach Ostern). Helle Aufregung. Wie kann er so ein Datum nennen?! Das folgende Bashing war wohl nicht genug, so dass er am folgenden Tag in der Presse verlautbarte, dass die derzeit bei rund „6 bis 7“ liegende Verdopplungszahl doch mindestens bei „10“, „12“ oder „besser 14“ Tagen liegen sollte, bevor man sich wieder Richtung Normalität bewegen dürfte.
Österreich ist uns ja einige Tage Voraus, so dass dort bei einer Verdopplungszeit von 20,5 verkündet wurde, dass man jetzt langsam wieder die Läden aufmacht. Währenddessen Deutschland grad mal bei 12 war.
Zwischenzeitlich lag auch in Deutschland die Verdopplungszahl bei >35 Tagen.
Nach dem über eine Woche lang gebetsmühlenartig angekündigtem Termin (Mittwoch nach Ostern) war es endlich so weit: Die Verdopplungszahl ist tot. Es lebe die Reproduktionszahl!.
Eine die letzten Wochen immer wieder vermehrt in den Medien aufgetretene Kanzlerin (nachdem sie ja eigentlich vor der Krise schon in der Rentenvorbereitungszeit war) verkündet in ihrer PK, wie fragil doch sämtliche Zahlen noch zu sehen sind und wir derzeit Dank der Anstrengungen der letzten Monate eine Reproduktionszahl von 1,0 haben. Bitte weiter aufpassen, denn bei einem leichten Anstieg dieser Zahl auf 1,1 ist der Crash für Oktober zu erwarten, bei 1,3 bereits im Juli. Ein Szenario, dass sämtliche Politiker im Folgenden in ihren jeweiligen Statements gern aufgriffen. Der Untergang ist also immer noch nah.

Zwei Tage nach der Pressekonferenz lag die Reproduktionszahl bei nur noch 0,7.
Der Showeffekt dieser Zahl mit dem gewünschten Drohpotential ist dahin. Wir brauchen eine neue Zahl.
Ob Helge Braun in dieser Legislaturperiode nochmal ein Interview geben darf?

Über Ulm bricht die Welt zusammen… schon wieder…

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Zum Glück waren Laufschüler I und ich gestern Mittag schon laufen….

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Hilfe, die Welt geht unter, zweiter Versuch

AnnenMayKantereit & K.I.Z. haben da so ein passendes Lied – Hurra die Welt geht unter
Einfach mal den Link klicken und Lautsprecher auf laut stellen.

Nach dem ersten Unwetter des Tages kam die Sonne raus und ich hab mich dann doch noch auf in die Stadt gemacht.
Gerüchteweise soll ja letzte Woche Sommeranfang gewesen sein und da ich meine Lieblingskurzehose im Januar in Thailand gelassen hab (drei Löcher drin hätte Mama wohl nicht mehr ganz gemacht) brauchte ich nu Ersatz.
Die ganze Königsstrasse runter in jedem wichtigen Laden gewesen.

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Irgendwie mag ich die aktuelle Mode mal wieder nicht. Seit wann muss wieder jeder Mann Knie zeigen?! Und die Hosen, die mir gefallen haben, gabs in meiner Größe nicht. Und mal wieder das leidige Thema, dass die an den Größen drehen. In einigen Läden war mir ne 30 zu groß! Und unter dem hatten sie wieder nischt.
Naja, bei Galeria wurde ich dann doch fündig.
Und dabei die erfreuliche Feststellung gemacht, dass die da jetzt auch auf Umweltschutz machen und diese ollen Plastetüten nur noch gegen, je nach Größe, 10 oder 20Cent rausrücken. Die drei Leute vor mir an der Kasse haben ihr Zeug überraschenderweise alle irgendwie noch in den mitgebrachten Taschen unterbringen können. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, auf dass die Welt doch nicht untergeht.
Als ich dann wieder rauskam, war das olle Wetter immer noch nicht fertig mit dem zweiten Unwetter des Tages.
Hab ich dann doch echt für die 1,5km nach Hause den Bus genommen! Nicht, dass ich im Regen noch aufweiche, oder so.
Und so bald ich dann zu hause war, kam auch wieder die Sonne raus.
Also gut: Sportklamotten an und los!

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Miese Zeit heute, aber was solls. Ich schiebs einfach mal auf die anstrengende Woche mit 3 (drei!) abendlichen Sauf- und Trinkgelagen *g*

Hilfe, die Welt geht unter!

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schon wieder mal…

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Eigentlich wollt ich ja noch schnell in die Stadt runter flitzen.

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Hatte es mir dann doch zum Glück nochmal kurz überlegt und bin zurück in die sichere Wohnung.

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Mann vergleiche mal kurz das folgende Bild mit dem Ersten, 3 min zuvor aufgenommen.

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Geht die Welt wohl doch nicht unter

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und ich kann in die Stadt gehn…

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