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Beamtenmentalität

Hab ja schon mal das eine oder andere Mal berichtet, dass ich nicht unbedingt der beste Freund von unseren Beamten bzw. der mit denen verbundenen Mentalität bin.
Typisches Beispiel hat ich gestern wieder mal im Briefkasten.
Vor zwei Monaten hab ich ja beim Finanzamt angemeldet, dass wir seit Jahren verpartnert sind und nun auch endlich mal zusammenveranlagt sein wollen.
Ging auch relativ schnell, dass wir die Bestätigung im Briefkasten hatten.
Mit dabei lag dann gleich mal der Brief, den wir an den jeweiligen Arbeitgeber weiterzuleiten hatten, dass Steuerklasse jetzt gewechselt wird.
Hätte man ja eigentlich gedacht, dass zumindest für die letzten Monate des Jahres dies bei der Lohnzahlung jetzt berücksichtigt wird. …. Nö, dass Gesetz sieht vor, dass das gesamte aktuelle Jahr zurück gerechnet wird und wir unsere zu viel gezahlte Kohle gleich verrechnet bekommen. … Naja, sagt man natürlich nicht nein.
Haben für diesen juristischen Akt mal eben die drei Leute im FA gearbeitet und dann noch die Lohnbuchhaltungen bei unseren beiden Arbeitgebern….

Mit Brief im Briefkasten gestern wurden wir nun offiziell informiert, dass wir eine gemeinsame Steuernummer haben werden. Sehr schön.
Hatten damals im August zum Beweis unserer Verpartnerschaft die sog. Partnerschaftsurkunde aus dem Jahre 2008 zum Finanzamt mit geschickt. Und was machen die draus?
Die erklären uns zu Eheleuten…. Herrn und Frau….
Und schreiben das auch noch in der Adresszeile!!!!
Verpennt? Übersehen? Böse Absicht?

Es regt mich einfach nur auf…

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Was machst Du gerade?

Gesichtsbuch fragt oben ja immer, was man gerade macht…
Naja, bei dem heissen Wetterchen eine gute Frage.
Ich sitz wenig bekleidet in meinem Wohnzimerchen und surfe durchs Netz! (keine Kommentare hierzu bitte *g*)
Wie aufregend.
Bei Spiegel Online fand ich dabei einen Link zu einem Brutto-Netto-Rechner.
Tolles Spielzeug. Man kümmert sich ja viel zu selten um so was.
Und nach dem Steuer-Urteil des BVG zum Thema Zusammenveranlagung von Lebenspartnerschaften wollte ich ja schon lang mal überprüfen, um wieviel uns der liebe Staat bisher geprellt hat.
Ergebnis: Komisch. Bei IV/IV ändert sich von bisher I/I so gut wie nichts.
Anders, wenn ich mir die III und dem Göttergatten die V gebe.
Er bekommt netto 250€ weniger und ich 500€ mehr. Das Ganze pro Monat! Tolles Geschäft für uns.
Wenn ich meinem Gatten jetzt gleich noch einen Freibetrag eintragen lasse (Kosten für Zweitwohnsitz in D-Dorf), hat er im Endffekt nur noch 100€ weniger als bisher.

Wie ungerecht doch die Welt ist. Oder viel mehr das deutsche Steuersystem.
Wieso zahlt man als Pärchen weniger Steuern, als als Single?
Find ich ehrlich gesagt ziemlich unsozial. Egoistisch? Vielleicht. Aber Sozialismus ist nicht mehr.
Hätte ehrlich gesagt auch nichts dagegen, die Prokopfsteuer+Freibetrag für Kinder einzuführen, auf dass jeder seinen Beitrag leistet, aber bis es so weit ist, gehen wir mal nach dem geltenden System.

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