AMD

Ich hab ja schon mal des Öfteren darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, auf sich zu achten. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten die Möglichkeit, sich kostenlos beim Hausarzt seines Vertrauens ab dem 35igsten Geburtstag alle zwei Jahre mal durchchecken zu lassen. Mach ich eigentlich auch seitdem regelmäßig. Ist wichtig.
Nun muss ich leider zugeben, dass ich das letztes Jahr mit der Corona-Begründung mal wieder prokrastiniert habe. Ganz schlechtes Gewissen.
Jetzt hab ich seit letztem Jahr eine neue Baustelle mit einem Bauherrn, der unter besonderen gesetzlichen Regelungen steht. Unter „Bergrecht“ ist alles ein bisschen anders, strenger, sinnloser, formalistischer, bürokratischer. Und so kommt es, dass aus dem arbeitsgeberseitigem „Angebot“ an seine Mitarbeiter, sich durch einen Mediziner untersuchen zu lassen, gleich mal eine Verpflichtung wird. Nun hätte ich als angestellter Mitarbeiter mich natürlich auch weigern können, dann womöglich mit der Konsequenz, dass ich früher oder später die Baustelle hätte verlassen müsste. Der gelernte Ossi in mir horcht bei staatlichem Druck ja ganz besonders auf (was ist mit dem Datenschutz?!), aber vor dem Hintergrund, dass ich eben letztes Jahr schon nicht beim Check war, hab ich mich mal die Woche breitschlagen lassen, zum Arbeitsmedizinischen Dienst zu gehen. Während der Zweijahres-Check beim Hausarzt ja meist eh nur die Schmalspurversion ist, gibt es beim AMD das volle Programm, inkl. Hör- und Sehtest. Naja, bei Letzterem hab ich trotz meiner lediglich 2 Jahre alten Brille nur so mindertoll abgeschlossen, aber beim Rest meinte der Doc, dass alles schick und weit überdurchschnittlich ist. Freut einen doch, dass zu hören. Hat sich die sportliche Betätigung, auch wenn es die letzten beiden Jahre aufgrund Verletzung weniger davon gab, doch gelohnt. Gut zwei Stunden hat das Ganze (mit Wartezeiten) gedauert und ehrlich gesagt war das Belastungs-EKG zum Schluss doch ziemlich anstrengend. Da hab ich doch merken müssen, dass ich gerade erstmal wieder in der Aufbauphase bin.
Momentan gibt es neben den wochenendlichen Sportstudio-Aktivitäten ja meist nur ein, maximal 2 Läufe. Vielleicht auch aufgrund der derzeitigen Wetterhitzesituation. Wer will schon bei 39 Grad laufen gehen?! Aber zum Glück ist es im hohen Norden über die Woche verteilt ja doch recht abwechslungsreich und so konnte ich zumindest einmal diese Woche die „neue“ Gegend erkunden.

Wat is et doch nen schönen Blick wenn hier up düsse Bank sitt

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Wer sich als altgedienter Follower schon gefragt hat, wie es den Knochen geht: Geht so.
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Nachdem nach meinem letzten Arztbesuch, der Zweitdiagnose, der Dottore meinte, dass es wohl ohne OP doch nicht mehr wirklich richtig gut werden wird mit meinem Knie, muss ich mich wohl mehr oder weniger damit abfinden, dass ich da immer was merken werde. Doktor hat mir das Laufen nicht verboten, ich hab mir jetzt selber auferlegt, es langsam angehen zu lassen, und das mach ich seitdem auch. Irgendwie wieder reinkommen ins Janze. Und wenn es irgendwann mal doch zu doll nervt, dann lass ich eben den Messerwetzer wieder ran. Jetzt nicht.

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Die schreiben schon komischen hier in NRW.

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Megaschlechte Zeit, kein Vergleich zu früher, aber ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Ich bin zufrieden, dass es langsam aufwärts geht.

Alle Dinge sind Gift…

… und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht es, dass ein Ding kein Gift ist.


(mein heutiger morgendlicher Sehr-Langsamlauf durch den Park Hohenheim).

Dank der Coronageschichte hat unser lang geplantes Teambuilding-Event sich das eine oder andere Mal verschoben.
Aber die Woche war es so weit: Chefs waren der Meinung, dass wir uns mal am Donnerstag in Garmisch-Patenkirchen treffen sollten, um dann gemeinsam rüber nach Österreich ins Ötztal zu fahren. Hier haben Sie eine Raftingtour organisiert!

22 alte Männer und eine Frau, verteilt auf drei Schlauchboote + jeweils einem Guide. Das war echt super spaßig. Durfte sogar mal meinen Chef aus den Fluten retten und wieder ins Boot hieven.
Nach dem abendlichen Treffen an der Hotelbar, welches mal wieder viel zu spät, nach zu vielen Weizen endete (daher die heutige Überschrift) und einer sehr kurzen Nacht in einem viel zu teuren Hotelzimmer, ging es um halb sieben mit vier Kollegen auf einen kleinen Lauf durch die Gegend dort. Dummerweise sind die Kollegen voll in Form und ich gerade mal erst wieder in der Anfangsphase. War also schon am Morgen komplett durch. Egal.
Nach dem Frühstück ging es auf Wanderung, entlang des Geologischen Lehrpfades, zur nahegelegenen Partnachklamm.


(der erste Abschnitt ist ein bisschen unscharf, einfach dranbleiben!)
Einfach nur imposant, wie sich die Partnach hier ins Gebirge geschnitten hat und heute dort mit Affenspeed langrauscht. In der Schlucht ist eine regensichere Kleidung ratsam und als wir dort wieder rauskamen, konnten wir die auch gleich anlassen. Egal, ein superschöner Trip.

Und sei das noch nicht genug Erlebnis, Kamen RosenResli und Gatte auf die Idee, meinen Gatten und mich ins Elektroauto zu packen und am Sonnabend wieder Richtung Süden zu fahren!

Einen wunderschönen Tag am Bodensee verbringen. Herrlich relaxt.

Inflationsausgleichsversuch

Seit einigen Wochen und Monaten kennen die Preise nur noch eine Richtung. Nach oben. Das nennt man Inflation. Alles wird teurer und früher war alles besser.
Jeder will irgendwie regelmäßig eine Gehaltserhöhung und jeder braucht sie aufgrund der blöden Inflation ja auch.
Die letzten Jahrzehnte war das ein mehr oder weniger ausgeglichenes System, meist mit kleineren Nachteilen für die Arbeitnehmerschaft, hat aber trotzdem irgendwie funktioniert.
Damit ist jetzt Schluss. Seit Dank der Pandemie, Lockdowns, Russlandkrieg usw. die bisherige Welt ins Schwanken geraten ist gibt es einige Marktbeteiligte (=Firmen und ganze Branchen) die meinen, dass ihre bisherigen 10% Gewinn pro Jahr nicht mehr ausreichen und man den Satz ja eigentlich auch verdoppeln könnte. Oder verdrei- und x-fachen.
Zum Ausgleich muss mal wieder der Staat her und regulativ eingreifen. Von der SPD Seite her kommen die zusätzliche Zuwendungen, die man irgendwann mal im Herbst als Steuerpflichtiger auf seinem Gehaltszettel sehen kann, die Grünen haben ihr 9 Euro Ticket durchgesetzt und die Liberalen versuchen es mit einer Neuauflage der Mövenpicksteuer, diesmal nur eben für die Mineralölkonzerne. Wir reduzieren den Steuersatz in der Hoffnung, dass die Konzerne die Ersparnis an den Kunden weitergeben und so die Inflation reduziert wird.
Ist das jetzt eigentlich so überraschend, dass die das so nicht tun?
In der Volkswirtschaftslehre zum Kapitel Preisfindung konnte man früher lernen, dass die Firmen ihre Preise in der Regel so auslegen, dass sie zu einem optimalen Umsatz den maximalen Gewinn rausholen. Der entscheidende Punkt dabei ist den Preis für sein Produkt zu finden, bis zu dem die Kunden bereit sind ihn zu bezahlen, ohne sich mengenmäßig einzuschränken oder gar gänzlich zu verweigern. Und offensichtlich sind die Ölkonzerne derzeit der Meinung, dass die 2€ Marke für den Liter Diesel hier die die Zutreffendere ist. Da kann einem offensichtlich der Staat hier nicht regulativ unter die Arme greifen, sondern kann nur noch der Kunde selbst. Wenn dir als Autofahrer der Spritpreis zu hoch ist, brauchst Du eben die alternative Fortbewegungsvariante Fahrrad, per pedes oder ÖPNV. Oder du bleibst zu Hause. Da ist´s ja meist auch schön. (ja ich weiß: meist leichter gesagt als getan).
Mein privates Beispiel für diese maximale Obergrenzenthematik ist Rama. Bis vor zwei Jahren oder so kostete der 1 Pfundbecher noch 99Cent. Irgendwie kamen die Produzenten dann auf den Trichter, dass das wohl nicht mehr die Herstellkosten deckt und verteuerten ohne weitere Kommentare den Becher auf 1,19€, dann 1,29, mittlerweile sind wir nach 1,59€ nun bei 1,99€ angekommen.
Ich greife nach jeder erkannten Preiserhöhung in der Regel spontan und aus Trotz lieber zu Konkurrenzprodukten, nur um dann nach kurzer Zeit doch wieder bei Rama zu landen. Ist halt einfach so, ich akzeptier das, auch wenn sich mein Gehalt in so kurzer Zeit nicht verdoppelt hat.
Bei Rittersport Nougat zum Beispiel hänge ich gedanklich immer noch der Zeit hinterher, in der es die Tafel für 69Cent gab. Heute lass ich die 1,19€-Tafel im Laden liegen. Solln sie behalten. Da klappt das bei mir nicht so einfach mit dem „so ist das halt akzeptieren“. Pech für den Konzern.
Logischerweise gibt es auch bei mir genau das gegenteilige Verhalten bei anderen Produkten, die mir vermeintlich wirklich wichtig sind. So hat wohl jeder seine eigenen Schmerzgrenzen.
Zum Glück muss ich mich privat ja nicht wirklich allzu doll mit der Thematik auseinandersetzen. Unser privater Wochenendeinkauf sieht immer noch so aus, dass wir zum Supermarkt fahren, ich den Gatten rauslasse und selber auf dem Parkplatz draußen warte. In Vor-Corona-Zeiten war das noch anders, da musste ich immer mit rein und dann mit Schnute rumstehend auf den Chefeinkäufer warten. Aber seit Corona hat der Chefeinkäufer vollstes Verständnis, wenn ich sage, ich warte lieber draußen, Gefahrenminimierung und so weiter. Ich bekomm die aktuelle Preisentwicklung immer nur mit, wenn Gatte die Partnerkreditkarte durch das Gerät zieht und die Mailbenachrichtigung über den neuen Kartenumsatz noch schneller auf meinem Telefon als er mit dem Warenkorb draußen am Auto ist.
Aber irgendwie drifte ich hier ab. Eigentlich wollte ich doch über unsere FDP geführte Ampelregierung (*grins*) philosophieren und ausdrücken, was die mal wieder falsch gemacht haben.
Die von der SPD durchgedrückte Reduzierung der EEG-Umlage entlastet zwar augenscheinlich den Bürger, sie wird aber mehr oder weniger durch die Gesamtpreisentwicklung mehr als aufgezerrt und verpufft daher.
Der FDP-Vorschlag der zeitlich begrenzten Reduzierung der Besteuerung von Mineralölprodukten ist der Megabärendienst für den Steuerzahler, da er jetzt von den Ölkonzernen nicht weitergegeben wird und wenn der Rabat nach drei Monaten nicht mehr greift, eins zu eins an den Kunden weitergegeben werden wird. Im Endeffekt werden wir dann 15% ig höhere Spritpreise sehen, als vor dem Versuch, den Bürger zu entlasten.
Das 9€ Ticket ist aus meiner Sicht der richtige Weg, nur die zeitliche Begrenzung muss weg. Irgendwer hat mal gemeint, dass das jetzige 3 Monats Projekt rd. 2,5 bis 3 Mrd. kostet. Wenn man das auf das Jahr betrachtet, wären das gerade mal 10 bis 12 Mrd. Steuerzahlerkosten. Was wäre so schlimm daran, sich das aus umweltpolitischer Sicht zu leisten?! Aus dem gleichen Grund sehe ich natürlich auch die FDP-Tankrabattdiskussion etwas gelassener: Früher oder später wird es der Umwelt zugutekommen, weil die Leute sich das Tanken einfach nicht mehr leisten können und sich dann anders fortbewegen werden.
Um zum Titelthema „Inflationsausgleichsversuch“ zurückzukommen: 0,25% Zinsantieg durch die EZB verordnet ab Juli. Ehrlich jetzt?! Wo hat das EZB Direktorium eigentlich ihr Volkswirtschaftswissen her? Ich denke, so lange wir mit den derzeitigen interessengeleiteten EZB Chefs geschlagen sind, brauchen wir wohl keine andere Situation erwarten.

Fluchtversuch

Nachdem ich beim letzten Mal berichtete von der themenlosen Tristesse des Alltags, änderte sich dies letztes Wochenende so schlagartig durch den Besuch meines alten Freundes aus Berlin, dass ich nicht mal Zeit fand, dies hier niederzuschreiben.
Gequält hab ich den guten Mann schon mit dem Abholen vom Flughafen. Von welchen deutschen Grossstadtflughafen muss man denn schon nach Hause laufen? In Stuttgart ist das möglich.

Und weiter ging es auch gleich am nächsten Tag mit einem kurzen anderthalbstündigem Marsch zum Fernsehturm. Dort konnten wir leider nicht das Treppenhaus benutzen, sondern mussten uns in ner halben Minute hochfahren lassen.
Nach dem Rückmarsch, dem abendlichen ESC, einem kurzen 10km Spaziergang am Sonntagvormittag durch den Schlossgarten, dem gemeinsamen Spaziergang am Sonntagnachmittag mit RosenResli und Gatten war der Berliner bestimmt froh, dass der letzte Spaziergang zum Flughafen recht kurzweilig war. In Summe war es also letztes Wochenende ein Spaziermarathon, wenn ich schon nicht ins Sportstudio gehen konnte 🙂
Am Ende des Wochenendes hab ich den Kater schon gelobt, weil er die ganzen drei Tage der Anwesenheit unseres Besuches nicht einmal einen Fluchtversuch unternommen hat. 5 Minuten nach dem Lob, war er wieder auf Nachbars Dach.
Jetzt haben wir aufgegeben und ihm zumindest einen Ausgang im Katzenzaun gelassen, auf dass er nicht wieder über Gebühr gefährlich den Zaun hochklettern muss. Jetzt kommt er viel einfacher auf das Vordach, kann einfacher durch den Kiwi-Busch krauchen und steht da und wartet auf den Einfall, wie er von dort aus weiter runterkommt.
Ich bin mir sicher, dass er früher oder später mal den Absprung von dort wagen wird.

Summerblues

Jetzt erleb ich die Tage doch gar nicht so viel Berichtenswertes und weiß von daher auch nicht, was ich hier schreiben sollte. Da hilft der alte Klickbaitertrick, bevor mir alle Follower entfleuchen: Katzenvideos!

Nu haben wir Leopold, oder Leo oder (wie Gatte ihn nennt und worauf er noch am Meisten drauf hört)
Liu Liu (was übersetzt Neun Neun heisst) Anfang des Jahres aus dem Tierheim als „Hauskatze“. Schön, dass wir nen Balkon haben. Den musste ich auf Tierheimanweisung noch sichern, dass er nicht aus Versehen runterfällt und seit März darf er auch auf den Balkon. Find er toll, nur dieser olle Katzenzaun stört den Freiheitsdrang unserer „Hauskatze“ doch empfindlich. Hat ihm wohl keiner gesagt, dass er ne „Hauskatze“ sein sollte.
Nu macht er sich nen Spaß draus, jedes Mal, wenn ich mal wieder was „verbessere“ am Zaun, dann doch wieder das Schlupfloch zu finden, auf dass er auf Nachbars Dach umherspazieren oder noch besser, gleich ganz runter klettern kann. „Hier war doch vor ner Stunde noch ein Durchgang?“

Ich weiss, notfalls springt er einfach drüber…

Nachtrag:

Und 5 Minuten später war er doch wieder auf der anderen Seite des Zaunes 😦

Spritsparworkshop

Nun habe ich ja nicht unbedingt den Job mit dem kürzesten Arbeitsweg.
Daher heißt es in der Regel für mich, montags hin, freitags zurück.
Und trotzdem vergurkt man dabei doch recht viel Diesel.
Könnte mir finanziell gesehen Dank Firmenwagen zum Glück doch ziemlich egal sein, aber trotzdem hab ich natürlich umweltpolitisch ein schlechtes Gewissen. Und darüber hinaus muss ja auch jemand erstmal das Geld verdienen, dass die Firma für meinen Diesel ausgibt. Ich hab mit meinem kleinen Golf in der Kurzversion jetzt auch nicht das Protzauto, ist nämlich ziemlich egal, bringt mich von A nach B. Und auf den Dieselverbrauch hab ich eigentlich schon immer versucht zu achten.
Diese Woche ist auch ein großer Cheffe mal mit nem Artikel auf unserer internen Firmenwebsite auf diesen Zug gesprungen, in dem es um das Thema Spritsparen geht. Von den vielen, vielen Millionen Liter Diesel pro Jahr kommen wohl noch immer zu viele direkt aus Moskau, während das Endprodukt CO2 in unser aller Umwelt landet. Daher doch der Aufruf, dass man ein bisschen mehr drauf achten sollte und nicht mehr jede Fahrt zum Bäcker mit dem Auto erledigt. Ok, versprochen, hab ich eh noch nie gemacht.
Mit dazu gab es gleich nen 15 min Online-Kurs zum Thema. Hab ich als guter Mitarbeiter natürlich auch gleich gemacht und bravourös bestanden. Das Umsetzen der Inhalte erfolgte gleich sodann am Freitag. Mit durchschnittlich 4,6 Liter / 100km ging es diesmal durch die Republik von Nord nach Süd und es hat auch nur knapp 10 min länger gedauert, als letzte Woche, als der Durchschnittsschreiber sich bei 5,3 Liter festsetzte.

Frühlingszeit

Über Ostern war ich einige Tage bei Frau Mutter im Ostelbischen D-Dorf.
Zehn Tage relaxen, entspannen und nichts tun auf der Terrasse, stellenweise bei zehn Grad, aber auch Sonne.
Drei Bücher gelesen.
– Ken Kollets – Never (naja, vorhersehbar, wenn man schon mal einen Ken Follet gelesen hat)
– Jeffrey Archer – Traum des Lebens (naja, vorhersehbar, wenn man schon mal einen Jeffrey Archer gelesen hat)
– Jeremy Dronfield – Der Junge, der seinem Vater nach Auschwitz folgte (unbedingt empfehlenswert).

Zurück im Nordrheinwestfählischen gibt es schon etwas mehr Frühling, aber auch mehr Arbeit, aber deswegen fahr ich ja auch da hin.
Mehr Gründe kann ich diesem Bundesland immer noch nicht abgewinnen. Obwohl die Gegend dort oben entgegen dem allgemeinen Trend in diesem Bundesland einfach nur schön ist.

Zu Hause folgt King Leo immer noch seinem Freiheitsdrang. Hab mittlerweile aufgegeben darauf zu hoffen, dass der Katzenzaun, den wir extra gebaut haben, ihn dauerhaft davon überzeugt, dass er ein Hauskater ist, als den wir ihn Anfang des Jahres aus dem Tierheim geholt haben. Natur und Neugier siegt. Was ihn wirksam von seinem Freiheitsdrang abhält, ist das heutige sonntägliche Regenwetter draussen. Das mag er irgendwie nicht so und bleibt lieber drin.

Weisheiten

„… Das war die Schwäche der Diktatoren. Sie waren so sehr gewöhnt, ihren Willen durchzusetzen, dass sie nicht erwarteten, die Welt außerhalb ihres Herrschaftsbereichs könnte ihnen etwas verweigern, ganz gleich, worum es sich handelte. Der General hatte etwas in Gang gesetzt, dessen er vielleicht nicht mehr Herr werden könnte. …“

(aus „Never“ von Ken Follett)

Winterzeit

Nachdem ich letztes Wochenende noch die Sommerzeit ausgerufen und den halben Tag auf dem Balkon verbracht hatte, King Leo dort den Sonnenschein genoss, während ich ebenfalls im Liegestuhl dort saß, ist es diese Woche doch etwas kühler.
Muss das sein?! Hatte doch schon die Sommerreifen draufziehen lassen und die Heizung auf Sommerbetrieb gestellt, den Sonntagnachmittag-Spaziergang gabs bei 20 Grad mit dem Gatten zum Bärlauchsammeln im nahegelegenen Körschtal in kurzen Hosen. Und jetzt das. Leo macht spitze Pfoten, ich setz mich heute mal nicht raus.
Hoffe mal, dass es nur ein kurzer Wintereinbruch bleibt und wir die Heizung wieder zeitnah ausstellen können. Im Kampf gegen Putin hilft wohl jeder Tag.

Sommerzeit

Es ist mal wieder Sonntagmorgen, kurz vor Neun und ich bin schon wieder ne ganze Weile wach.

Ich hab ne Woche HomeOffice hinter mir. Der Wecker stand von Montag bis Freitag immer auf halb sieben und King Leo meinte jeden Morgen, dass Aufstehen um sechs Uhr auch ok ist. Kam also rein, wie früher Frau Mutter, wenn sie meinen Bruder und mich weckte mit den immer wiederkehrenden Worten „Aufstehen, Schule!“, bis man dann mal aufgestanden ist. Hat früher geholfen, hilft heute auch.
Zum Glück hat dem Kater niemand gesagt, dass Sommerzeit ist, so dass das sonntägliche Wecken diesmal auf sieben Uhr fiel, aber immer noch genug Zeit, den Sonntagvormittag beim Sonnenbaden auf dem Balkon zu verbringen, wenn die Temperatur dann mal über 5° gestiegen ist.

Sonntagsartikel

Jetzt ist schon wieder Sonnabend und ich muss feststellen, dass ich doch meinen letzten Sonntagsartikel in Gedanken zwar schön ausgearbeitet, aber doch nicht in die Tasten gehauen hatte. Irgendwas ist immer.

Letztens wollt ich drüber schreiben, dass trotz der aktuellen Spritpreise irgendwie immer noch verdammt viele Leute just for Fun mit dem Auto unterwegs sind und man so sogar an nem Sonntag noch an ner Tankstelle anstehen kann. Ist natürlich verurteilungswürdig. Ich gelte natürlich als Ausnahme, weil ich nur den Tank voll gehauen habe, um am drauffolgenden Montag dann wie gewohnt ungehindert am sehr frühen Morgen durch die halbe Republik zu düsen.

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Ich selber hab mir das Fahren Just for Fun zu Privatzwecken ja schon vor Jahren abgewöhnt. So lang ich drauf verzichten kann, bleibt die Kiste stehen. Fahr arbeitstechnisch schon viel mehr, als mir lieb ist. Da geh ich doch lieber mal schön um die Ecke spazieren.

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Gemüt

Die aktuelle weltpolitische Lage lässt einen ja doch so recht sprach- und ratlos zurück.
Seit mehr als 20 Jahren an der Macht und nun dreht er komplett durch und frei. Was bewegt den Typen? Was erhofft er sich? Wem nützt es? Außer der Waffenindustrie und deren Aktionären. Wie stellt sich der Diktator vor, dass sein Land jemals wieder auf die Füße und in den Rahmen des gesellschaftlichen friedlichen Zusammenlebens kommt? Und wie lang mag es wohl dauern, bis seine untergebenen Mitmenschen realisieren, dass ihr Chef durchgeknallt ist und sein Land gegen die Wand fährt.

Wie immer verfolge ich die Nachrichten extensiv und bin dementsprechend derzeit nicht so gut drauf. Psychologieexperten raten ja dazu, zwischendurch mal abzuschalten. Fällt schwer, Leo hilft.
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Auch hilft es, sich an frühere Zeiten zu erinnern.
Damals, als wir alle noch Angst vor Corona hatten, uns eingeschlossen haben oder maximal nur noch „spazieren“ waren. Spazieren, was nochmal früher, also ganz früher, so vor drei Jahren oder so, nur die wirklich alten Leute gemacht haben und während der Pandemie zum Volkssport wurde.
Heute interessiert das nicht mehr so viele. Skifahren in Österreich ist wieder ein „Muss“, quasi ein Menschenrecht, auch wenn man den Coronamist dann fast zwangsläufig mitbringt und erst am vierten Tag im Büro dann selber mitbekommt. Da ist´s dann schon passiert und die nächsten Kollegen bedanken sich für die anstehende Quarantäne, auch ohne den vorherigen Urlaub auf der Piste. Zum Glück hatte ich zufälligerweise einige Home-Office-Tage zwischengeschoben und hab die Kollegen nicht gesehen, aber ärgern tut´s mich trotzdem. Immer wieder Österreich.

Geh ich doch lieber weiter Spazieren.

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So wie gestern mit RosenResli und Gatten. Sonnenlicht soll ja gut fürs Gemüt sein. Vitamin D und so.

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Der Rechtsstaat

Der Rechtsstaat funktioniert!
Also jetzt nicht unbedingt in Russland oder demnächst auch in der Ukraine, wenn sich der diktatorische Zar Wladimir auch dort durchsetzt, aber doch hier bei uns.
Vor einem knappen Jahr hab ich mich tatsächlich beim Zuschnellfahren erwischen lassen. Verurteilungswürdig, stimmt, aber kann mal passieren. Ist eben im Rahmen des Gesetzes zu ahnden. Nicht einverstanden war ich mit der Tatsache, dass mir im Anhörungsbogen eine viel zu hohe Geschwindigkeit vorgeworfen wurde. In meiner Erinnerung hab ich eine geringere Geschwindigkeit abgespeichert, aber ist egal. Dagegen kann man in einem Rechtsstaat dann im Rahmen des Bußgeldverfahrens vorgehen. Aber eben nur, wenn man von dem Bußgeldverfahren weiss. Irgendwie kam nie ein Bescheid bei mir zu Hause an, nur weiss ich von einem Ortspolizisten, dass er mal hier war um zu checken, ob ich wirklich hier in meiner gemeldeten Adresse wohne. Still ruhte der See seit Mai, Verjährungsfrist vorbei und eigentlich gedanklich alles wieder zu den Akten gelegt. Bis ich vor zwei Wochen dann eine Info kam, dass im Juli letzten Jahres von der bayrischen Behörde ein Bußgeld inkl. Strafpunkt erlassen wurde und nun eine Zahlung fällig ist.
Gedanklich hab ich mich jetzt schon beim Anwalt sitzen sehen, denn damit kann ich mich natürlich nicht abfinden, dass eine Behörde, auch wenn sie aus Bayern kommt, rechtsstaatliche Prinzipien vergisst. Dafür gibt es nun mal Verjährungsfristen und Rechtswege. Zunächst einmal aber doch erstmal einen Widerspruch formuliert und auf den Onlineseiten der Verkehrsbehörde eingestellt. Was soll ich sagen: Die Woche kam tatsächlich doch der Bescheid mit der Aussage, dass der vorhergehende Bescheid aufgehoben und das Verfahren eingestellt wird. Geht doch.

Freiheit durch Zaunbau

Während sich die EU mit Milliardenbeträgen an der Ostgrenze einmauert, der Mauerbau zwischen USA und Mexico mit dem neuen Präsidenten wohl eingeschlafen ist und es schon mehr als 30 Jahre her ist, dass die Berliner Mauer gefallen ist, hab ich gestern in Stuttgart eine neue Einfriedung gezogen.

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Die Tierheimvertreter, die vorab eine Hausbesichtigung durchführten, bevor King Leo sein neues Reich betreten durfte, bestanden drauf, dass der Balkon gesichert wird. Nicht dass hier noch jemand einbricht und den Kater beim Mittagsschlaf stört oder der König dann im Eifer des Gefechts der Vogel- und Eichhörnchenschau doch noch die 5m runterfällt. So kann sich der Herrscher jetzt über eine Erweiterung seines Reiches von mehr als 20qm freuen und ist damit dem Fürsten Wladimir wohl nur wenige Tage voraus.

King Leo ist geboostert

Heute mal nen freien Tag.
Mal nicht bis zum frühen Nachmittag im Büro, um dann stundenlang durch die gesamte Republik für zwei Tage nach Hause zu fahren, das hab ich gestern Abend schon gemacht (auch wenn ich gestern dort erst am frühen Abend losgekommen bin, egal).
Heute war TÜV Termin den kleinen Smart vom Gatten und da ich für solche Sachen in unserer Beziehung zuständig bin, hab ich glatt weg mal einen meiner vielen Resturlaubstage vom letzten Jahr dafür eingeplant. Für halb neun beim Daimler nen Termin für die Hauptuntersuchung gemacht um dort bei Autoabgabe gesagt zu bekommen, dass ich um 16 Uhr die Kiste wieder abholen kann. „Sie kommen weg? Brauchen Sie nen Fahrschein?“
Naja, davon bin ich jetzt erstmal nicht ausgegangen, dass sie 8 Stunden für die Untersuchung brauchen. Bei der Onlineanmeldung stand nichts dergleichen. Na ein bisschen rumdiskutiert mit der sehr netten Anmeldelady und schon hat sie mich auf der Liste ganz nach oben gesetzt und so konnte ich nach einem anderthalbstündigen Spaziergang, der mich zum Fernsehturm führte, den Smart mit neuer Plakette wieder einpacken. Sehr schön.
So hat auch der Nachfolgetermin bei Frau Doktor um elf gut geklappt. König Leo hat nen Boostertermin! Impfung gegen Katzenseuche. Leo wollte erst nicht in seine Senfte rein, aber mit vereinten Kräften konnten Gatte und ich das doch noch hinbekommen. Recht widerspenstig und garstig das kleine Ding, wenn es nicht nach seinem Willen geht. Und bei der Tierärztin war er dann wieder der liebe kleine verängstigte Kater, der die Untersuchungen anstands- und klaglos hat über sich ergehen lassen. Nicht mal gezuckt hat er bei der Spritze. What a man. Wieder zurück zu Hause – Katzenkorbklappe auf und schon ist seine Majestät divenhaft beleidigt abgezogen. Aber ich denke mal, dass sich unser Verhältnis schon wieder richten wird. 🙂

Suchmaschine

Ich bin ganz ehrlich: Ich liebe mein Google.
Wenn ich irgendwas mit dem Arbeitscomputer suche, gehe ich erstmal von der vor eingestellten BING Startseite auf Google und suche vorn dort aus. Startseite lässt sich da leider nicht ändern.
Auch hab ich, da man ja immer wieder hört „Hilfe, Datensammler, böse“ usw. des Öfteren schon mal andere Suchmaschinen ausprobiert, aber irgendwie war ich mit dem Suchergebnis nie zufrieden gewesen. Google weiss, was ich will. Wie auch immer die das machen, wahrscheinlich ausreichend Daten gesammelt und mich analysiert.
Zur Arbeit fahr ich mit Google Maps. Montagmorgen weiss das Teil, wo ich hin will und schlägt mir die Adresse als Erstes vor. Montagabend vom Baubüro in meine Unterkunft, ist die erste Anzeige ebenfalls die richtige. Mittwochs hat mich Google auch schon analysiert und schlägt mir die Adresse des Bauherrn vor. Beängstigend, oder?
Aber egal, kann mir eigentlich kaum noch vorstellen, wie ich früher mit Papierlandkarten durch die Gegend gefahren bin, ohne mich ständig zu verfahren. Und darüber hinaus hat mir die Papierkarte bei Ankunft auch nicht mitgeteilt, dass ich 30min früher als erwartet eingetroffen bin.

Veganuary oder Dry January

Veganes Leben nen ganzen Monat lang.
Nee, soweit reichen meine guten Vorsätze nicht, zumal wir uns Anfang des Monates so ein kleines Stubenraubtier geholt haben, der uns nur komisch anschaut, wenn wir ihm Nichtfleischliches vor die Nase halten.
Trockener Januar?
Naja, Dank der aktuellen C Situation gab es irgendwie auch noch keine Gelegenheit, sich nicht daran zu halten und das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern, dass es auch noch ein trockener Februar bleibt. Aber da vermiss ich ehrlich gesagt auch nichts, so nen guten Vorsatz, so ich ihn denn hätte, wär einfach einzuhalten.
Weniger arbeiten, nee, ist mir in der ersten Arbeitswoche nicht gelungen und wird mir wohl auch auf absehbare Zeit nicht gelingen.
Mehr Sport, nee, ist mir auch nicht gelungen, da ich immer noch alles aufs Knie schiebe und mir einfach sage, dass es zu kalt draußen ist. Aber zumindest ist ein kleiner Sonnabendspaziergang gestern bei rumgekommen.
Weniger Autofahren, wird mir auch nicht gelingen. Werd auch im neuen Jahr CO² ohne Ende in die Luft blasen müssen.
Nein, ich werd die Welt dies Jahr nicht retten können.

2022 – neuer Mitbewohner

Mein lieber Gatte liegt mir ja schon seit geraumer Zeit in den Ohren, dass er unbedingt nen Hund haben will.
Nun bin ich aber bzw. war ich auch noch nie ein Hundemensch. Hunde waren mir schon immer suspekt bis hin zu der prägenden Erinnerung eines kleinen Sechsjährigen, der extra 2km Umweg in Kauf genommen hat, um vom Kindergarten nach Hause zu kommen, nur weil da zwei (wirklich grosse) Hunde auf dem Weg standen. Bin mit Katzen aufgewachsen, das prägt einen.
In unserer früheren Bleibe in der Mietwohnung im Stuttgarter Westen hat sich die Haustierhaltung auch nie wirklich angeboten, ich persönlich hab auch nichts vermisst. Nachdem wir nun in unserer neuen Bleibe das erste Jahr rumgebracht haben, hab ich mich nun aber zumindest zu ner Katze erweichen lassen, um den Gatten glücklich zu machen.
Ab jetzt sind wir ein 3-Mann-Haushalt, wobei Leo mit seinen gerade mal 7 Monaten wohl noch zu den Teenagern zählt.

2021 – Da ist die Tür!

Nettes Motto hat sich mein Radiosender dies Jahr ausgedacht. Kann ich nur unterschreiben.
Grad mal kurz im Archiv auf dieser Seite geblättert. Hab doch tatsächlich vor einem Jahr bereits den Weg zur Vollvakzinierung beschrieben. Hat nur leider keiner auf mich gehört und so waren wir am 09.Januar doch noch nicht durch damit. Naja, so konnten wir uns eben doch noch das ganze restliche Jahr damit beschäftigen. Was hätten wir auch sonst machen solle, so ein langes Jahr lang.
Hab auch im Hinblick auf meine Sportlerkarriere positiv gestimmt geschrieben, dass 2021 nur besser werden kann, im Rückblick auf 2020 betrachtet. Wie man sich doch täuschen kann. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich nicht mal mehr die Garminseite besuche. Gerade mal 4% der der vorgenommenen Laufkilometer geschafft, bevor mich der Meniskus dahinraffte. Mit Blick auf die vierte Welle, die ja mehr oder weniger übergangslos jetzt in die fünfte übergeht, geh ich ja schon seit 2 Monaten nicht mal mehr ins Sportstudio und genieße es, faul zu sein. Werd zwar fett werden dabei, aber was soll. Ab nem gewissen Alter darf man das doch, oder?
Ansonsten sitz ich jetzt seit 2 Stunden an diesen wenigen Zeilen und überlege, was es alles so Berichtenswertes gab in 2021. Ist doch bezeichnend, oder?

Immer so zu nem Jahresende berichten die Auguren von Umfragen, in denen die Mehrheit der befragten Menschen positiv ins neue Jahr blicken. Versuchen wir das mal zu glauben und schauen auch positiv drauf. Kann ja wohl nur besser werden, hört man immer wieder, so schrieb ich es ja auch am Ende des letzten Jahre. Wenn ich ehrlich bin: Ist es ja auch geworden. Bin mittlerweile zum dritten Mal geimpft (wer hätte das gedacht vor 12 Monaten), auch wenn es zum Ende der Pandemie nichts beiträgt, beruhigt es mich doch, dass es mir persönlich gesehen mittlerweile egal sein kann, wenn andere immer noch befürchten, in ihren Bürgerrechten eingeschränkt zu werden oder sie Angst haben, dass ihnen ein drittes Ohr wächst. Ich gehe davon aus, dass spätestens im März der Aufruf kommt, sich ein viertes Mal zu impfen, bevor die dann sechste Welle über uns hereinbricht. Mach ich logischerweise auch noch mit. Das wars dann aber auch! Dann muss mal was neues erfunden werden.
Von daher schau ich auch tatsächlich positiv aufs neue Jahr, nehm mir nichts (!) vor, keine guten Vorsätze, so kann man auch nicht enttäuscht werden 🙂
ALLES WIRD GUT!!!

Welle – hin und her gerissen

Die vierte Welle ist ja nun nach mehr oder weniger zehn Tagen sinkender Zahlen für beendet erklärt worden, wobei wir natürlich bei der Höhe der absoluten Zahlen uns vor anderthalb Jahren wohl noch alle zu Hause eingeschlossen und jeden Postboten angeschrien hätten, wenn er zu dicht am Briefkasten stünde. Jetzt ist alles gut.
Sämtliche Nachbarländer sind Hochinzidenzländer, Hochrisikogebiete oder Virusvariantengebiet, egal. Leute demonstrieren immer noch gegen Impfpflicht oder Bevormundung oder what ever, Hauptsache die „Ich-bin-dagegen-Meinung“ rausposaunen.
Ich bin es auch leid, jeden Tag in den Nachrichten das böse C-Wort zu hören, mir jeden Tag sagen zu lassen, dass alles schlimmer wird. Der ständige ängstliche Blick nach vorn, was kommt, wenn die vierte Welle nicht weit genug runtergeht, bevor die nächste Welle kommt. Nicht zu wissen, wann man mal wieder richtigen Urlaub machen kann.
Würde doch viel lieber mal wieder ne Welle sehen, die aus Wasser besteht und in die man sich reinwerfen kann. Aber is wohl nicht. So lang die fünfte, sechste oder x-te Welle vor der Tür steht, kommt wohl früher oder später dann auch die Pleitewelle übers Land.
War die Woche tatsächlich mal wieder abends aus. Zauber-Kleinkunsttheater. Der Magier hat sich da eine Existenz aufgebaut und beschäftigt 6 Leute. Von den rd. 150 Sitzplätzen waren gerade mal 50% besetzt. Wie das auf Dauer funktionieren soll?
In den Nachrichten hört man von Unternehmerverbänden, die mit unterschiedlichem Erfolg gegen die 2G Regelung klagen und ich kann die Unternehmer verstehen, die die Häuser wieder voller haben wollen und auch die Ungeimpften nicht ausschließen wollen. Aber tun die Unternehmer sich da einen Gefallen? Wie erreicht man die Ungeimpften Bedenkenträger sonst noch, als sie aktiv vom weiteren gemeinschaftlichen Leben doch tatsächlich auszuschließen? Wie sollen die weiteren Wellen im Vorfeld bekämpft werden? Wollen wir uns tatsächlich auch in Zukunft alle Vierteljahre wieder mit dem Thema übervoller Krankenhäuser und Lockdown beschäftigen?

Ende der Waldorfschulmentalität!

Wir stecken mitten in einer Pandemie.
Immer noch.
Ich verstehe nicht, wieso es immer noch Leute gibt, die das nicht anerkennen. Die lieber auf RT oder die eigene Facebook-Bubble hören, als zu realisieren, dass die Berichte aus den übervollen Krankenhäusern womöglich der Wahrheit entsprechen.
Mit Freude bzw. Genugtuung hab ich vernommen, dass auch die demnächst mitregierende FDP ihre Ansichten angepasst hat und jetzt auch in Richtung Impfpflicht mitgeht. Denn das wird wohl der einzige Weg sein aus der Endlosschleife. Auch wenn es wohl nochmal ne vierte Spritze geben wird oder das womöglich doch zu ner jährlichen Impfe wird, aber ohne dass alle mitziehen, kommen wir da nicht raus. Und wenn wir bei uns alle davon überzeugt haben, müssen wir die Anstrengungen verstärken, dem Rest der Welt aus dem Kreislauf herauszuhelfen.
Wenn ich jetzt aber lese von vermeintlich angesehenen EthikprofessorInnen, die vor einer Impfpflicht warnen, weil noch nicht alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, frag ich mich noch, welche andere Möglichkeiten sie sehen?
„Auch die Bonner Medizinethikerin und ehemalige Vorsitzende des Europäischen Ethikrats, Christiane Woopen, findet eine Impfpflicht nur „sehr schwer begründbar“. Ihr scheine das „eine sehr lange und sehr differenzierte Diskussion werden zu müssen, denn das liegt alles andere als auf der Hand“, sagte sie in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.“
[zeitonline]
„…eine sehr lange und sehr differenzierte Diskussion…“ Der Mist geht jetzt schon zwei Jahre. Wie lang soll noch geredet werden?! Lasst uns jetzt mal Schluss machen damit, kein Stuhlkreistanzen mehr. Globoli hilft nicht und Räucherstäbchen sind nicht mal zu Weihnachten toll.
Heute morgen zum Boostern gewesen. Boom. Abgehakt.

Tag der heiligen Barbara

Ja, schon wieder ein Jahr vorbei.
Der kleine Neffe wird wieder ein Jahr älter und in normalen Jahren gibts an diesem Tag bei uns Tunnelbauern ne deftige Feier. Einfach mal oben rechts in der Suche „Barbara“ eingeben, dann bekommt ihr nen kleinen Eindruck zu den „normalen“ Jahren.
Nicht dabei in dieser Auflistung ist das Jahr 2005. Liegt einfach daran, dass ich damals noch nen anderen Blog hatte, den ich leider hab einschlafen lassen. Das war zwar ein normales Jahr, aber doch anders als alle anderen zuvor oder danach. Damals befand ich mich am vierten Dezember zusammen mit einem Kollegen auf meinem ersten Weg in ner Austrian Airlines Maschine nach Peking. Der Aufbruch in zwei aufregende Jahre in ner anderen Zeitzone, ner anderen Welt. Ich hab das damals tatsächlich wie einen Aufbruch in die Freiheit gesehen. Something completly different.
Heute, 16 Jahre später, gehts genau in die andere Richtung. Wir schließen uns wieder ein, nennen es aber nicht Lockdown.
Ba Wü hat gerade erst beschlossen, dass man trotz zweifacher Impfung wieder ein Testzertifikat braucht, um ins Sportstudio zu gehen. Ich selber hab zwar schon vor drei Wochen für mich beschlossen, dass ich erstmal ne Weile nicht mehr ins Studio gehe, aber trotzdem find ich es mega ätzend und dämlich. Aber da müssen wir wohl durch. Auf zum Boostern! Dann braucht man hier in Ba Wü so eine Testung nicht mehr, wahrscheinlich aber wohl nur bis sie feststellen, dass auch die Boosterimpfung nicht ausreicht, um gegen Omnikron anzukommen. Wie nennen wir eigentlich die dann erforderliche vierte Impfung? Turbobooster? Supersprinter? Omnikronbekämpfer?

Lieber Olaf,

nachdem Du als Vizekanzler die letzten Monate und leider ja auch schon fast Jahre zu schauen konntest, wie man durch eine epidemische Lage schlittert, immer nur so viel machen, wie gerade irgendwie geht, wäre so ein Neustart, wie die eigene Kanzlerschaft, jetzt doch der richtige Zeitpunkt, mal einen Pflog einzuschlagen.
Müssen wir uns tatsächlich von Österreich zeigen lassen, wie es gehen kann? Die rufen eine Impfpflicht ab Februar 2022 aus und bieten Dir damit doch glatt weg noch die Möglichkeit, der Erste zu sein. Ruf einfach die Impfpflicht ab Januar aus. Geschrei wird gross sein, klar, Volkaufstand und so weiter, aber sei es drum. Es gilt das Weihnachtsfest zu retten. Also das von 2022.

Coronachaos

Das olle Thema lässt uns irgendwie nicht wirklich los.
Beim sonntäglichen Spaziergang merkte man da gestern zum Glück noch nicht so viel. Da ist noch alles gut und ruhig, vor Allem so weit oben im Norden, wo ich das WE verbracht hatte.
Nur arbeitstechnisch sind wir jetzt schon wieder dazu übergegangen, regelmäßig zu testen! Und das, obwohl wir alle geimpft sind. Aber sicher, ist sicher.
Und was macht unsere sich in Koalitionsgesprächen befindliche angehende Regierung (die eigentlich sich noch im Amt befindliche macht ja eh nischt mehr)? Wollen die die kürzlich erst kostenpflichtig gemachten Tests jetzt wieder kostenlos stellen, auf dass die Gemeinschaft den Spaß bezahlt. Sehr nett, auf dass die Impfverweigerer weiterhin am offiziellen gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die Erfahrungen aus Österreich oder Holland, wo nach der offiziell eingeführten 2G Regelung die Impfzahlen nach oben „schossen“, ist wohl leider noch nicht bei den angehenden Koalitionären angekommen. Danke FDP. Wir krepeln weiter bei ner Impfquote von gerade mal 67,1% rum und lassen die Hospitalisierungsinzidenz jenseits der 500 bei Ungeimpften… Ärgerlich.

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