Aus Angst in die Dekadenz abgedriftet

Ich verstehe es einfach nicht.
Vor Monaten schon haben die Experten bzw. die Verantwortlichen gesagt, dass der Zeitpunkt kommen wird, dass wir ein Luxusproblem haben werden. Wir haben eine Pandemie, zu viele Impfstoffe und zu wenige, die sich impfen lassen wollen.
Und nu kräpeln die Impfzahlen seit einigen Wochen in Regionen, die noch weit weg sind von der gewollten Herdenimmunität und bewegen sich nicht weiter nach oben. Wie kann man freiwillig darauf verzichten, in Zukunft sicherer unterwegs zu sein, sich zu schützen? Was bewegt die Leute, die sich sagen, dass es ihnen egal ist, ob sie Covid bekommen, oder nicht? Wie skeptisch kann man sein? Und darf man das noch „skeptisch“ nennen oder ist das einfach nur DUMMHEIT?
Ich kenne leider einige, die zwar nicht wirklich großartig in der Öffentlichkeit drüber reden, dass sie sich nicht impfen lassen wollen, aber wenn das Gespräch explizit mal darauf kommt, sie doch zu geben, dass sie lieber abwarten. Für mich nachvollziehbare Argumente sind da leider nicht dabei. Mit dem „Bill-Gates-Argument“ kam noch keiner, meist war es dann doch dieses „Wer weiß was da drin ist“ oder „Hat doch noch keiner die Langzeitimpffolgen untersucht!“. Was das für Folgen sein sollen, wissen sie natürlich nicht zu berichten.

Ich glaube, wir als Gesellschaft können an der Stelle nur weiter appellieren, werben, überzeugen. Und ja, ich gehöre zu dem Drittel der Deutschen, die für eine Impfpflicht sind. Ab einem gewissen Zeitpunkt X muss es so weit sein, dass nur noch Geimpfte am gesellschaftlichen Leben teilnehmen dürfen. Wer das nicht will, muss sich eben mit den anderen ungeimpften Verweigerern irgendwo im Wald treffen oder besser ganz zu Hause bleiben. Und bis dahin müssen wir natürlich dafür sorgen, dass die Impfstoffe, die wir haben, nicht verfallen. Gebt sie nach Afrika oder auf den Balkan oder sonst wo hin, wo der Impfstoff gebraucht wird, denn die Pandemie ist erst vorbei, wenn weltweit alle durchgeimpft oder anderweitig immunisiert sind. Was wäre das für ein Zeichen, wenn die Menschheit das tatsächlich mal schaffen würde, solidarisch einer echten Gefahr entgegenzutreten…

Sommersonntag

Da ich seit Monaten mich ja nicht wirklich großartig betätigen kann, hat #RadioEins, mein Haus- und Hofsender aus Potsdam, sich mal wieder was Tolles ausgedacht: Die Hundert besten Songs zu einem bestimmten Thema. Vom morgens 9 bis abends 19 Uhr, gewählt von einer „Experten-Jury“…. also Musikexperten. Heute gabs die hundert besten Songs der Achtziger…. Ohje… mein Jahrzehnt. Mal wieder den ganzen Sonntag mit den Lauschern am Radioempfänger gehangen und immer wieder ins Tanzen geraten :-). Aber heute mal eine Prämiere: hab mir die Kopfhörer ins Ohr gesteckt und war mal wieder im Sportstudio!!! Hab beschlossen, dass ich jetzt mal wieder langsam mit dem Training anfange. Noch nicht Laufen, einfach anderweitig sportlich etwas intensiver betätigen. Die letzten Wochen / Monate beschränkte sich das immer nur auf die Hantelbank im Schlafzimmer – logisch, dass das nicht wirklich viel bringt. Aber da meine CoronaWarnAPP mich seit gestern als vollständig geimpft ausweist, kann man ja mal langsam wieder ans normale Leben denken. Hoffe, dass das so bleibt und die jetzt schon wieder steigenden Zahlen nicht unbedingt wieder in den dreistelligen Bereich wandern…

Wenn man sich mal ein Häusschen kauft…

… ich wollt ja eigentlich nicht, der Gatte wollte… ok, das hatte ich schon mal berichtet und auch, dass ich letztendlich mit dem Kauf sehr zufrieden bin.
Also, wenn man sich ein Häusschen kauft, übernimmt man ja in der Regel die Gebäudeversicherung des Vorbesitzers. Das geht allerdings leider erst, wenn man selber im Grundbuch an „erster Stelle“ steht. Und das kann dauern.
Wir wohnen jetzt hier im Häusschen seit Anfang des Jahres. Im April erst hab ich bei der Versicherung angefragt, ob ich jetzt endlich die Versicherung übernehmen kann, was die #Generali verneinte mit dem Vermerk, dass es erst geht, wenn wir an erster Stelle stehen.
Vom letzten Unwetter hier in Stuttgart hab ich berichtet, unter Wasser gesetzter Keller usw. .
Wie sich zum Glück herausstellte, war der entstandene Schaden dann doch recht überschaubar. Was ich natürlich noch nicht wusste, als ich den Schaden bei der Versicherung gemeldet hatte.
Ich möge mir doch bitte eine Vollmacht vom Versicherungsnehmer (=Vorbesitzer) holen und dann wird das schon gehen, teilte man mir von der #Generali telefonisch mit.
Diese Vollmacht hab ich tatsächlich dann doch wider Erwarten aus dem thailändischen Dschungel bekommen und heute kam dann von der Versicherung der Bescheid: Sorry, Schaden kann nicht übernommen werden, da die letzten Beiträge nicht bezahlt wurden…

Ich bin natürlich davon ausgegangen, dass Versicherungen sich jetzt nicht unbedingt darum reißen, Schadensfälle zu begleichen, aber derart unprofessionell und fahrlässig mich offensichtlich unversichert zu lassen, ist echt mies… sorry.

Ich hoffe, sie gehen nicht davon aus, dass ich im Weiteren diese Versicherung von #Generali übernehme…

Impftermin absagen? – Geht ja gar nicht….

Solch Luxusprobleme, wie sie letztens durch die Presse getrieben wurden, wünschen sich wohl so einige Länder.
Die Leute sagen den geplanten zweiten Termin nicht ab, haben irgendwas besseres vor und lassen die armen Freiwilligen mit den fertig vorbereiteten Impfdosen im Regen stehen. Das ist mies.
Nachdem Rosenresli, Gatte und ich Ende Mai kurzfristig organisiert unseren ersten Schuss bekommen hatten, gab es gleich den zweiten Termin Anfang August mit. Neun Wochen Abstand? Hieß es nicht immer, dass es zwölf sein sollten? Naja, damals hieß es dann, acht bis 12…
Nachdem vor Kurzem die Stiko die Empfehlung ausgesprochen hat, dass alle Astra-Empfänger möglichst nen MRNA Impfstoff als zweites bekommen sollten, sind die Impfverantwortlichen halb in Panik ausgebrochen, obwohl die Stiko ja eigentlich diese Empfehlung nur auf die unter 60 Jährigen erweitert hat.
Schieben eben Panik, dass sich Delta ausbreitet und der alleinige erste Schuss nicht ausreicht, um davor genug geschützt zu sein. Und dann kann man auch gleich noch den Mindestabstand zwischen erster und zweiter Impfung verkürzen. Vier Wochen sollten es bei Astraerstimpfung dann noch mindestens bis zur zweiten Impfung sein.
Wir hatten nach der neuen Empfehlung auch erst überlegt, ob wir den ursprünglich geplanten Termin Anfang August beibehalten. Nachdem die in der Presse aber so rumheulen in letzter Zeit, dass es zu viele freie Termine gibt und die schieren Massen an gelieferten Impfdosen nicht weggehen, haben wir drei uns noch kurzfristiger als beim letzten Mal entschieden, den zweiten Schuss dann doch schon gestern abzuholen. Völlig problemlos die freie Auswahl im Fünf-Minuten-Takt mit einem Tag Vorlauf und dann völlig unkompliziert im Impfzentrum im Hegelsaal der Liederhalle, ohne viel warten. Hat schon so seine Vorteile, in der grossen Stadt zu wohnen.
Ich bin überzeugt, dass es die richtige Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt war und doch ist da irgendwie das schlechte Gewissen, als ich unseren anderen Augusttermin jetzt abgesagt habe. Da haben die in Künzelsau alles so weit vorbereitet und freuten sich auf uns und wir rennen einfach woanders hin. Ich hoffe, dass sie die bestellten Dosen jetzt noch anderweitig unter bekommen. 🙂

Ich wollt ja nie ein Haus…

… Der Gatte bestand drauf.
Mit ner schicken kleinen Eigentumswohnung hat man viel weniger zu tun, viel weniger Ärger und einfach seine Ruhe. Bei nem Haus liegt immer irgendwas an, haste immer zu tun. Kenn das ja aus meiner Kindheit.
Gatte hat sich bekanntlichermaßen durchgesetzt. Als wir Anfang des Jahres das Häusschen bezogen haben und entgegen den Absprachen mit dem Vorbesitzer, den Keller immer noch zugemüllt vorgefunden haben, war ich zunächst etwas deprimiert. Mit Hilfe von RosenResli haben wir es aber doch hinbekommen, den Vorbesitzermüll gegen unseren zu tauschen und etwas Ordnung in den Keller zu bringen. Lediglich die hinterste Ecke haben wir nicht angefasst und das alte Brennholz, baumstammgross, da gelassen. Da kümmer ich mich mal irgendwann später drum.
Logischerweise passiert dieses „irgendwann später“ im Normalfall nicht wirklich so schnell. Gibt ja eben immer noch was anderes zu tun.

Nach den etwas wärmeren Tagen zuvor, hat es uns hier im Süden Anfang der Woche ja so richtig erwischt: Sturm, Gewitter, horizontal kommender Starkregen mit bis zu 70l/m². Vom Hagel wurden wir zum Glück verschont. Hat sich der Einsatz der Hagelflieger hier in der Region wohl doch gelohnt, auch wenn Jörg Kachelmann sagt, dass sie nicht wirken.
Wir saßen hier in unserem Wohnzimmerchen und staunten aus dem Fenster schauend, was da draußen abgeht, als es anfing, aus der der Deckenbeleuchtung zu tropfen. Eine leichte Panik machte sich breit. Hab dann gelauscht, wo es tropft und mehr oder weniger genau die Stelle gefunden. Dort hab ich ein kleines Loch in die abgehängte Decke gemacht, so dass die Wassertropfen dann nicht mehr auf der Decke langlaufen und sich da oben irgendwo ansammeln und alles ruinieren kann. Hab die Stelle tatsächlich gefunden und es tropfte dann den Rest des Abends direkt in die Auffangschüssel.
Um mir die Sache an der Decke noch etwas genauer ansehen zu können, bin ich dann runter in den Keller die Leiter zu holen.
Der letzte Schritt von der Treppe runter endete im Wasser. Knöcheltief stand ich da im Fußbad. 😱
Da hat es mir durch den Bodenablauf das Wasser von draußen direkt wieder zurückgedrückt. Die Ränder im Badezimmer deuteten darauf hin, dass es zwischenzeitlich rd. 30cm hoch im Badezimmer stand. Im restlichen Keller hat es sich so schön gleichmäßig verteilt, dass alles, was nicht 5cm höher als der Boden stand, im Wasser stand. … Ein Spaß…
Den Rest des Abends waren wir dann beschäftigt, Dinge zu sichern, hochzuschmeißen, Wasser zu schöpfen und zu wischen.
Den Rest der Woche war ich dann beschäftigt, wieder Klarschiff zu machen, während RosenResli´s Luftentfeuchter, Unmengen an Strom verbrauchend, literweise Wasser aus der Luft zog. Endlich mal ein Grund, Dinge auszusortieren, wegzuschmeißen und auch die Rümpelbrennholzecke in Ordnung zu bringen.
Jetzt steht da ein schick selber gezimmertes großes Regal – aus dem Restholz – und auch an diversen anderen Stellen kommt jetzt durch den Einsatz neuer selbstgebastelter Regale noch ein bisschen mehr Ordnung in den Laden. Für was so ein Unwetter doch gut sein kann. Ich entdecke meine Bastellleidenschaft 🙂

Intelligenz II

Neuer Versuch (Nr. 2), mal was Intelligentes zum Thema zu schreiben.
Manchmal gar nicht so leicht, wenn das Thema, dass einen beschäftigt, frei von Intelligenz ist.
Da kommt ne vermutlich halbwegs intelligente Regierung eines europäischen Landes auf die Idee, sein eigenes Volk zu verdummen bzw. zukünftige Generationen des eigenen Volkes vor zu viel Wissen und sich selbst zu schützen. Wir verbieten mal, dass sich die eigenen Kinder zum Thema Homosexualität selbst ein Bild machen und in diversen Medien informieren. Könnte ja sein, dass ein freier Mensch womöglich glücklicher ist, angstfreier, liberaler. Am Ende womöglich auch intelligenter?
Ein Ding der Unmöglichkeit, hier bei uns in Deutschland, denkt man. Und weil man hier so denkt, steht man auch dazu und spricht es aus, wenn es in anderen, befreundeten Ländern nicht so ist oder sich da etwas komplett falsch, diametral zu den bisherigen Ansichten innerhalb der eigenen partnerschaftlichen Werte-Union entwickelt. Flagge zeigen. Regenbogenflagge zeigen?
OK, das Thema ist durch, ging überall durch die Presse, da ist glaube niemand dran vorbeigekommen, dass die böse uefa sich da lieber nicht so frei gibt und scheinheilig darauf verweist, dass politische Statements nicht zum Sport gehören.
Ist auch ne schöne Einstellung, da kann man dann seine eigenen Veranstaltungen auch gern mal in Schurkenstaaten verlegen und dort richtig Asche machen, egal welches politischen System dort vorherrscht, welche Minderheiten unterdrückt oder ausgebeutet werden. Wo ist die nächste WM?

Neuer Versuch (Manuel). Jupp, der machts richtig, versucht seinem Sport das Ansehen zu erhalten. Auch wenn es eben nur so ne olle kleine Schwuchtelbinde ist.
Die Wortwahl des Herrn bärtigen Ungeheuers von (ehem.) RP-Landtagsabgeordneten ist bei einigen dann doch auf Unbill gestossen, worauf Zwirbelbart, ebenfalls via Twitter, sich entschuldigte, nicht ohne den Begriff nochmal zu wiederholen. Anyway. Die lustige Krönung der Farce: Die Chefin der Partei, selbst lesbisch, in der Partei eher rechts stehend, legt dem Herrn den Parteiaustritt nah.
Ohje…. was hat das mit Intelligenz zu tun? Naja, man muss ja erstmal davon ausgehen, dass da System dahinter steckt. Selbst vermutlich alle nicht ganz ungebildet, wird hier versucht, auf immer der gleichen Schiene Stimmung zu machen und weniger oft Nachdenkende ins Gedanken-Boot zu holen. Und es funktioniert. Das Schlimme. Selbst ich in meinem Umfeld kenne Leute, die megaschlau sind, Leute die ich echt mag, die aber den Vögeln hinterherpfeifen und die Machart der Politik, des Populismus, nicht erkennen, das immer gleiche Spiel, provozieren, bis es mal Widerspruch gibt –
„oh, ich habs doch so nicht gemeint“ – doch, es war so gemeint.
„Aber das wird man doch nochmal sagen dürfen“ – nein, darf man nicht.
„Nichts darf man hier noch sagen“ – doch, darf man, aber nicht so ein Schwachsinn
„Lügenpresse, Unterdrückungsstaat“… ja, genau…
Immer wieder die gleiche Leier. Und die Leute erkennen es nicht.
Und genau deswegen wäre eine Regenbogenarena ein so starkes Signal gewesen.
Ich hoffe jetzt, dass der Wetterbericht recht hat, und es am Mittwoch Abend zu Spielbeginn in München regnet und noch ein richtig toller Sonnenschein dazu kommt und über dem Stadion ein Regenbogen aufleuchtet 🌈

Intelligenz

Jetzt hab ich hier seit Stunden versucht, nen mehr oder weniger intelligenten Artikel zu verfassen. Gedanken schwirren herum, wirr im Nebel, im Unklaren und dann kommt die Erkenntnis:
Dit wird heute nischt mehr und bevor es wieder nur ein Motzartikel wird wie letzte Woche, lösch ich die 1.500 geschriebenen Worte lieber wieder und verweise lieber auf ein Lied, das mein Radiosender derzeit in der Playlist hat.

Intelligenz pur.

Das Thema, worüber ich heute eigentlich schreiben wollte und an dem ich gedanklich die letzte Woche gearbeitet habe, verschieb ich mal lieber auf Tage mit niedrigeren Temperaturen.

Motzbeitrag

Nachdem ich die letzten Monate hier nicht mehr jeden Tag meine Lauferfolge poste(n kann), wird die Häufigkeit der Wortmeldungen doch recht gering.
Ich verurteile dies :-).
Öfter kommt mir dann der Gedanke „… das musst du unbedingt blogtechnisch verarbeiten…
Und dann doch wieder mahnende Gedanke hinterher „… pass auf, dass das kein Motz-Blog wird…„.

Die Woche war offizieller Blutspendetag!
GEHT BLUT SPENDEN!
Das ist wichtig, lebenswichtig, es gibt zu wenig Blutspender. Gerade jetzt wieder in der Urlaubssaison.
Ich würd ja gern gehen. Aber der deutsche Gesetzgeber ist der Meinung, dass keiner mein Blut will!
Nach der letzten Gesetzesnovelle (2017) ist man ja endlich so weit, dass man auch als schwuler Mann blutspenden darf! Das war früher ganz verboten. Man muss nur einmal im Leben mit nem Typen was gehabt haben und schon durfte man nicht mehr blutspenden.
Heute muss man eben nur das kleine Opfer bringen, 1 Jahr auf Sex zu verzichten. Unwichtig, ob unsafe, mit Gummi geschützt oder nur mit dem eigenen Partner: Nein, überhaupt kein Sex. 1 Jahr. Würde mich mal interessieren, wie doll die Anzahl der schwulen Blutspender nach der letzten Gesetzesnovelle nach oben geschossen ist.
Als Hete darf man übrigens rummachen ohne Ende, ohne Gummi und vier Monate später darf man wieder zum Blutspenden.
Diskriminierung im Jahre 2021 in Deutschland….

Unseren schwulen Gesundheitsminister scheint das wenig zu tangieren. Ich glaube, der wäre eigentlich zuständig, aber der muss ja Masken ohne CE Zeichen verstecken.

Wenig wird diese Thematik sicherlich auch die Schwulen in Tschetschenien interessieren.
Einfach mal den Landesnamen und „Schwulenverfolgung“ googlen, falls ihr davon noch nichts gehört habt. Mord, Totschlag, Prügel, Zuchthaus, falls man überhaupt irgendwo wieder auftaucht. Und der autoritäre Herrscher stellt sich hin und meint, es gibt bei ihm keine Schwulen. Logisch, wohnen ja nur anständige Leute dort.
Die Republik Tschetschenien ist weit weg?…. Das ist noch Europa!
Mehr oder weniger russisch kontrolliert bzw. auch finanziert und Putin lässt laufen.
Auch wenn er in seinem Staat ja auch nur anständige Leute haben will, aber dafür sehr tolerant ist, nur reden darf man über seine Homosexualität auch in Russland nicht drüber. Da biste auch da bald weg.
Russland ist weit weg? Sicher… Aber das ist auch Europa!
Geht´s ein wenig dichter?
Schauen wir nach Ungarn! Auch da ist seit dieser Woche verboten, für Homo´s Werbung zu machen. Die armen kleinen zukünftigen Erwachsenen könnten sich ja auf dem Weg des Erwachsenwerdens verirren.
Muss ich jetzt noch was über die regierende Partei in Polen erzählen?
Lass ich lieber…
Ich frage mich bloß, wann wir Europäer der Europäischen Union vergessen haben, Menschenrechte gross zu schreiben. Wenn schon nicht, dass wir uns weltweit für diese einsetzen, wir bekommen es ja selbst in unserem eigenen Laden nicht hin, gesunden Menschenverstand wertzuschätzen, einzufordern und umzusetzen!
Wann kommt endlich mal seitens der EU das Topic auf die Agenda, dass wir Polen und Ungarn ausschließen, so lang die dort rechtsradikal, menschenverachtend, populistisch wählen und die Regierungen die Grundsätze der Zivilisation bzw. der EU verraten?
Wär bestimmt spannend zu sehen, ob die Leute ihre Regierenden beim nächsten Mal wieder wählen würden und wenn ja, wie es sich so ohne EU Zuschüsse lebt?

Genug gemotzt.

Das war anders geplant!

Es ist Sonntag und eigentlich war geplant, das ganze Wochenende schwitzender- und lesenderweise auf dem Balkon zu verbringen.
Doch während Frau Mutter im Brandenburgischen oder Blogger Stephan in Mäc Pomm sich entweder über das tolle Wetter dort freuen oder schon wieder daran denken, dass der Garten gewässert werden muss, hab ich hier im Süden der Republik die letzten Tage meine Sitzmöbel auf dem Balkonanwesen jeweils 5 min sitzenderweise benutzt und dann gleich wieder zugedeckt, um sie vor dem Wasser vor oben zu schützen, was dann meist jeweils nur drei Minuten anhielt. Am heutigen Höhepunkt der Woche lass ich das dann mal lieber wieder gleich und bleib im Wohnzimmer auf der Couch sitzen… 15 Grad draussen…. So hab ich mir den Sommer nicht vorgestellt. Ich kritisiere das!

Nebenwirkungen

Sonntag gabs AZ in den Arm und in der Nacht drauf die erwarteten Nebenwirkungen.
Aber nichts, was ne Ibuprofen nicht hinbekommt. Montag gabs dann noch eine und am heutigen Mittwoch hab ich nur noch nen gefühlten blauen Fleck am Oberarm. Alles gut also.
Bei RosenResli wars genauso und Gatte hat sich mit einer Ibu begnügt. Ok, der ist ja auch jünger, kann das wohl besser ab :-).
Die erhofften Nebenwirkungen, dass das Knie wieder besser wird, stellten sich leider nicht ein und so durfte ich auch heute wieder den Chef mit seinem Ansinnen, gemeinsam laufen zu gehen, enttäuschen. Wird wohl doch ne längere Kiste.
Auch ist mir noch kein dritter Arm gewachsen und die Versuche, mittels Gedankenübertragung jetzt Bill Gates direkt zu erreichen, waren bisher auch erfolglos. Hätte die EU mal besser mehr bezahlt, als die geheim kolportierten 1,78€ :-). Aber vielleicht klappt das ja auch erst nach der zweiten Spritze. Ich werde berichten.

RosenResli – schneller als Breaking News

Als Smartphone-Besitzer kennt man ja solche push-Meldungen: ganz dringend und eilig versucht irgend ein Nachrichten-Medium, dass man vorher mal auf seinem Telefon besucht hat, einem die neuesten Nachrichten mitzuteilen.
Wenn man draufklickt, stellt sich schnell raus, dass man für den vollständigen Artikel nen Plus Account braucht.
Irgendwie hab ich wohl meinen Twitter Account so eingestellt, dass der immer nur Meldungen bringt, die schon 1 Tag alt sind und tausendmal kommentiert wurden. Völlig egal.
Spiegel Online hat mir gestern ne Eilmeldung geschickt, dass jetzt endlich Biontec von der EMA auch für die jüngeren Menschen freigegeben wurde. Das war irgendwie zwei Stunden bevor es wirklich so weit war… aber ist schon wichtig, immer der Erste zu sein, der sich meldet.
Gestern saß ich am Morgen gerade am Frühstückstisch in meinem Büro, als Rosenresli sich meldete, dass er nen Impftermin hat!
Er hat im Radio gehört, dass es da ne Firma im Norden Baden-Württembergs gibt, die am Sonntag ne Impfaktion macht und 1.500 Dosen in die Arme der Impflinge (ein wirkliches Wortungetüm) setzen will.
Hab dann gleich noch am Frühstückstisch versucht, mich in das Online-Anmelde-Portal einzuwählen, aber das zeigte mir nur ne Wartezeit an. Rosenresli war aber gerade noch im System und hat meinen Gatten und mich dort auch gleich noch angemeldet. Termin haben wir nu und so werden wir drei dann morgen nen schicken Sonntagsausflug machen. Bin sehr gespannt. Wenn dit wirklich klappen sollte, bin ich ich mega-happy und werd dann im Anschluss gleich mal ein Foto vom Pflaster auf meinem Oberarm auf Twitter posten… Macht man ja wohl so. Werd dann natürlich auch gleich testen, wie magnetisch mein Oberarm dann ist und versuchen herauszufinden, ob ich dann mit Bill Gates in Direkt-Verbindung stehe :-).
Viel mehr hab ich mich gestern Mittag dann gefreut, als meine Frau Mutter mir mitteilte, dass sie jetzt endlich ihre Impfung abbekommen hat. Eine Sorge weniger. 🙂
Was das Thema „Breaking News“ angeht: Die oben gezeigte Push-Meldung der Stuttgarter Zeitung kam kurz vor halb elf auf mein Telefon…. da waren die Termine logischerweise alle ausgebucht… 😦

Lass Dich impfen!

Jetzt haut die Bundesregierung seit Monaten schon eine Impfkampagne nach der anderen über den Äther und feiert sich über den Impffortschritt und als Normalbürger sieht man dann immer wieder beim elendigen Versuch sich nen Termin zu sichern so eine blöde Meldung.
Auf der einen Seite deprimierend, aber wir wussten ja, dass es so sein würde. Werden wir uns wohl doch noch ne Weile genügsam zeigen müssen.
Man könnte ja auch auf Staatskosten in der Business-Class nach Russland fliegen und sich dort mit Sputnik V impfen lassen, um es der bösen imperialistischen Impfpharmamafia mal so richtig zu zeigen. Aber wohl nur, wenn man ein Bundespolitiker ist, der den Knall nicht gehört hat. Den armen russischen Mitbürgern den Impfstoff wegschnappen, nicht sehr solidarisch…. also wirklich. Und dabei hätte der gute Mann als 71 jähriger sich doch anstands- und problemlos hierzulande impfen lassen können.
Da warte ich doch lieber noch ein bisschen, bis ich an der Reihe bin.

Schnipp schnapp, Haare ab – bohr Dir doch ein Loch ins Knie!

Die Woche war es so weit: ich durfte mich am Donnerstag beim Doc melden und meinen Meniskus richten lassen.
Ich dachte, ich bereite mal vor und hab am Morgen noch mein Knie frisch frisiert, oder viel mehr rasiert.
Die mich sehr lieb betreuende OP Vorbereitungsschwester fand das furchtbar süß, nur hatte sie zu bemängeln, dass ich wohl etwas zu sparsam war, da ich mich ja nur auf das Knie beschränkte. „Nee, das machen wir mal richtig“ und ließ ihrer Frisierkunst bis zur Mitte Schienbein freien Lauf.
Jetzt, drei Tage später, hab ich ein noch immer haarloses Knie, da ich ja mit dem Nassrasierer dran war, und nen klassischen Dreitagewuchs nach nem Maschinenschnitt. Wenn dit eener sieht! Zum Glück hab ich noch ne Woche frei.
Meine Krücken vom Wadenbeinbruch durfte ich auch wieder reaktivieren und soll jetzt erstmal dit Been nur mit 20kg belasten. Die ersten beiden Tage konnte ich das noch gut nachvollziehen, seit gestern trag ich nur noch eine der beiden Krücken mit mir rum. Alles wird gut.
Nach ner „normalen“ Kniespiegelung, meinte die Frau Doktor, bräuchte man nicht mal die Krücken, aber bei mir haben sie den Mensikus natürlich auch gleich behandelt (eingerissenen Teil entfernt) und auch leider feststellen müssen, dass zwei Knorpel nicht so toll aussehen, wo man aber leider auch nichts mehr machen könne. Daher wohl auch die dicke fette Entzündung im Knie, die wir jetzt erstmal wegbekommen müssen. Schauen wir mal, ob das jemals wieder so wird, wie ich mir das wünsche oder ob ich tatsächlich meine Sportart wechseln muss.

Kein Termin verfügbar

So langsam glaub ich ja dran, dass es vorwärts geht.
Überall les ich, dass Leute geimpft sind bzw. in Kürze werden. Und selbst persönlich kenn ich schon den einen oder anderen. Darüber freue ich mich. Die Stadt Stuttgart rühmt sich (Stand 29.04.21) bereits mehr als 313.000 Erstimpfungen gesetzt zu haben. Und das in der Stadt der Querlenker, die sich Teile unserer Vorwahlnummer geklaut haben bei ihrem Namen. Das ist immerhin mehr als die Hälfte der Bevölkerung!
Wenn ich jetzt daran denke, dass wir immer noch nach Prioritätsgruppen impfen, wunderts mich schon ein bisschen: Derzeit werden hier im Ländle nur die Prio 1 und 2 und Teile von 3 geimpft. Find ich ja schon lustig, dass wohl mehr als die Hälfte der Stadt in die Rubrik besonders schützenswert oder gefährdet fällt.
Hab mich heute just for fun mal schlau gemacht, wie man an nen Termin kommen könnte.
Die Seite Impftermin.de wäre noch zu verkaufen. 🙂
Bei Impfterminservice.de kommt man leicht und schnell an sein Ergebnis:
Du kommscht hier net nei

Naja, werden wir uns wohl noch ein bisschen in Geduld üben müssen und es später nochmal probieren.
Eine mir nicht ganz unbekannte Person in verwandtschaftlicher gerader Linie, die in Prio 3 fällt, hat es doch die Woche tatsächlich probiert, bei ihrem Hausarzt anzufragen nach nem Termin. Sie wurde auf die Wartelistenposition 400 gesetzt.
Bei meinem eigenen Hausarzt die Woche bekam ich im Wartezimmer sitzend wartenderweise mit, wie sich am Tresen jemand ebenfalls auf die Liste setzen ließ. Ich hörte da nur die Zahl 1.200…
Ach, da gibt es ja noch die gute alte Telefonvariante 116 117. O.g. verwandtschaftliche nahe Person probiert es am Freitag und bekam als Antwort, man möge doch bitte am Montag nochmal anrufen. Well organized also.
Ich bin ja mal gespannt, wie das dann ab Juni werden soll, wenn die Priogruppen nicht mehr zählen sollen und definitiv alle anderen auf einmal sich da anmelden wollen. Und dann gibts da schon die ersten CDU Politiker bzw. Landesregierungen, die die Impfzentren abschaffen wollen. Toller Vorschlag. Könnte ja zu schnell gehen mit dem Ende des Corona-Quatschs…

Acer Palmatum Atropurpureum

Zu Kindheitstagen hatte ich ja das Glück, auf dem Dorf aufzuwachsen, wir hatten ein kleines Häusschen und nen Garten, der immer wieder richtig Arbeit gemacht hat.
Ein Grund, warum ich eigentlich nie selber ein Haus mit Garten haben wollte.

Naja, Gatte, der in seiner Kindheit nicht das Glück hatte, hat sich nu aber letztes Jahr durchgesetzt und seit Januar sind wir stolze Hausbesitzer. Zu meinem Glück beschränkt sich unser Garten, inkl. der zugehörigen Gartenarbeit, auf eine Fläche von 7 x 7 m. Beim Blick vom Balkon hab ich heute ein rotes Etwas entdeckt, dass mir ehrlich gesagt vorher noch nicht aufgefallen ist.

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Japanischer Ahornbaum, Acer Palmatum Atropurpureum, erstrahlt da seit Kurzem… oder ist mir bis dato einfach nur nicht aufgefallen.
Ich wusste logischerweise nicht, was das für ein rotes Ungetüm ist (hab nie in Bio aufgepasst), aber Schwesterherz konnte nach kurzer Recherche mit Wissen glänzen. Gehen wir mal davon aus, dass sie recht hat.

Frau Mutter wusste zu der Diskussion noch befehlgewohnt beizutragen:
„Daneben vom Hortensienbusch die alten Blüten abmachen“

What?!

Habs dann rausgefunden, was sie meint und dann erst mal noch zwei Stunden lang im Anwesen alte Blüten entfernt, Blätter weggesammelt, Nadeln von der ungepflegten Thujahecke gesammelt, Efeu beschnitten, Natur bewässert und gedüngt….
So bekommt man den Feiertagslockdown auch rum 🙂

Ich weiß, dass ich nichts weiß…

Wenn man es mit dem alten Sokrates hält und diese Wahrheit für sich erstmal akzeptiert hat, ist man meines Erachtens schon mal auf einem recht guten Weg. Man muss nicht unbedingt auf jedem Themengebiet immer derjenige sein, der die ultimative Wahrheit für sich gepachtet hat. Einfach mal akzeptieren, dass es andere Meinungen gibt und richtige Experten, die sich auskennen und die Wahrheit verkünden. Die kann ich dann, wenn sie denn anschaulich und nachvollziehbar dargelegt wird, auch für mich akzeptieren und annehmen, ohne mich darüber aufzuregen, dass es ja nicht sein kann oder alle anderen doof sind, weil sie ja offensichtlich falsche News verkünden oder per se böse sind.
Manchmal gibt es aber dann doch Topics, die ich nicht nachvollziehen will, weil nicht kann.

Seit mehr als einem Jahr bewegt uns nu dieser Coronamist und verleidet uns im besten Fall die eine oder andere Freude im Leben, im schlimmeren Fall noch viel mehr.

Die zugehörigen Experten erklären uns tagtäglich die aktuelle Lage und normalerweise nehm ich das auch allzu gern an und das Wissen hin.
Was aber, wenn es auf den ersten Blick unlogisch ist?
Dann setz ich mich tatsächlich hin und versuche zu ergründen, recherchieren, manchmal schreib ich dann auch in irgendwelche Foren meine entsprechende Frage.
Aber zum Coronathema? Dann landet man leider sehr schnell in der Jammerecke der Querdenker, bei denen das mit dem „Denken“ ja nicht ganz so weit her ist. Die Welt ist so schlecht und die gatesgesteuerte Bundesregierung ist mal wieder an allem schuld. Da lass ich das mit dem Forenbeitrag dann doch wieder.
Heute vermeldet das RKI eine im Vergleich zum letzten Sonntag (sehr) leicht kleinere Zahl an Neuinfektionen. Die zugehörige statistische Zahl auf 100.000 Einwohner gerechnet ist dagegen gestiegen. Wie kann das sein? Sollten sich diese Zahlen nicht eigentlich im Gleichklang entwickeln?
Das ist doch wieder ein gefundenes Fressen für Leugner und Aluhutträger.
Muss man es denen so leicht machen?
Warum wird das einfach so verkündet, ohne auf diesen offensichtlichen Widerspruch einzugehen? Oder ist das einfach nicht widersprüchlich und ich bin einfach nur zu doof, das zu verstehen?

Laufsaison vorbei

Jetzt hat sie noch nicht mal richtig angefangen und schon kann ich die Laufsaison für dies Jahr wohl für beendet erklären.

Das liegt jetzt nicht daran, dass ich schon sämtliche selbst gesteckten Laufziele für dies Jahr erfüllt habe, sondern mal wieder eher am körperlichen Gebrechen. Alt werden ist wohl nichts für Weichlinge…
Nachdem ich Anfang des Jahres ja gerade mal wieder genesen war von meinem Herbst-Wadenbeinbruch und mit dem Training den Wiedereinstieg wagte, merkte ich recht schnell, dass sich da im Knie des anderen Beins ein Problem entwickelte. Jetzt hab ich mal acht Wochen gewartet, schauen, ob es sich selbst richtet. Aber das machts wohl nicht, wie ich mir jetzt eingestehen muss. Doc berichtete mir, dass wir wohl nicht um ne Arthroskopie rumkommen werden.
Hatte ja mit dem Schlimmsten gerechnet, ein bisschen deprimiert bin ich trotzdem… 😦

Kurve nach oben

wp-1617896101777.jpgWenn man regelmäßig die Nachrichten verfolgt, so wie ich es gern tue, kann man manchmal schon echt depressiv werden. Überall nur schlechte Nachrichten, böse Dinge, Ungerechtigkeiten und logischerweise jeden tag die Lage zur Coronasituation.
Wann kommen denn mal die positiven Nachrichten?
Gestern.
Nur war die leider mal wieder so versteckt, dass man sie kaum wahrnehmen konnte und auch in den TV Nachrichten hab ich davon nicht viel gesehen. Eine Kurve, die steil nach oben zeigt und mal nicht die Neuinfektionen darstellt, sondern die der frisch Geimpften! Mehr als 600.000 an einem Tag! Wenn das so weiter gehen würde, wären wir wirklich bald durch.

Reichweitenvergrößerung

Wenn ich normalerweise so meine Läufe mache, beweg ich mich ja meist nur im Umkreis von 5 bis 10km rund um die Home-Base. In Ausnahmefällen zu den Feiertagen kommt es vor, dass man eben auch mal woanders ist und der Kartenhintergrund der Laufhistorie sich ändert, aber der Umkreis um den Startpunkt herum ist auch nicht größer.
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Da ich ja nun seit geraumer Zeit das mit dem Laufen sein lasse, hat mir Frau Mutter mal Ihre neumodische Erfindung zur Verfügung gestellt. Sie nennt es „Fahrrad“.
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Zur heutigen Vormittagsstunde fuhr ich mit dem unheilvollen Teil nordostwärts in die mittelalterliche Örtlichkeit in der Mitte des Waldes. So nennen es die Eingeborenen zumindest, obwohl das wohl schon ne Weile her sein muss, denn so viel Wald gibt es da nicht mehr.
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So ein Feiertag mit schönem Wetterchen lädt quasi gerade dazu ein, das Mutter-Rad auch am Nachmittag nochmal zu strapazieren.
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Diesmal in südwestliche Richtung.
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Osterruhe für Impfzentren, oder die böse Pharmaindustrie

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Seit Sonntag bin ich nun mal wieder uff Besuch in der alten Heimat.

Hier gehört zum morgendlichen Frühstück die Literaturrecherche der Lokalpresse. Hat sich Frau M. also doch mit der „Osterruhe“ durchgesetzt. Wobei ich mir aber nicht so sicher in, dass sie eine solche Osterruhe meinte. Aber sei mal dahin gestellt.

Nach dem Frühstück war ich noch kurz in der hiesigen Apotheke. Da stand doch unsere alte, mittlerweile pensionierte Landärztin, die von allen nur „Frau Doktor xy“ angesprochen wird, obwohl eigentlich doch jeder weiss, dass sie nicht wirklich nen Doktortitel hat. Sie klönt grad mit der Apothekersfrau, die ja nun „auch schon 64 und kurz vor der Rente ist… und die Welt ist so schlecht… und dieses Corona schlägt mir aufs Gemüt, macht mich fertig und so richtig glaub ich ja da nicht dran. Wissen Sie noch wie das damals mit dem BSE war, war doch alles nur aufgebauscht und wenn man hinterher schaut, bleibt da nichts von übrig. Diese Pharmaindustrie…“

Querdenker in Brandenburg? Hätte nicht gedacht, dass man die echt in freier Wildbahn trifft und dann auch noch in nem Laden, wo man mehr oder weniger seinen Lebensunterhalt mit den Produkten der Pharmaindustrie verdient und gerade jetzt auch versucht, zwischen 10 und 16 Uhr Schnelltest an den Mann zu bringen?
Habt ihr gewusst, dass der Astra-Impfstoff mehr oder weniger für den Selbstkostenpreis über den Ladentisch geht? 1,78€ pro Dosis, als „Geschenk für die Menschheit“ hab ich irgendwo gelesen. Passt nicht ganz zur verruchten Pharmaindustrie. Schade, dass es da gerade so unrund läuft.

Ansonsten hab ich mir noch das E-Bike von Frau Mutter ausgeborgt und ne kleine Spritztour gemacht.

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Was soll man auch sonst machen, wenn die Knochen noch immer nicht mitspielen und man sich und die Knochen eigentlich schonen will.

Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung

Ist ganz schön was los derzeit in unserer politischen Landschaft. Erst wird vollmundig verkündet, dass wir einen ganzen Gründonnerstag in den gemeinschaftlichen Lockdown gehen und den Karsonnabend nur im Supermarkt einkaufen können und nur einen Tag später wird zurückgerudert.

Nun kann man sicherlich über Sinnhaftigkeit von anderthalb zus. Ruhetagen streiten. Für die einen ist es eine Katastrophe und der Untergang des Abendlandes, für die anderen ist das nicht genug, zu wenig gelockdowned. Weitere zwei Tage im Geschäft gestört zu werden ist bestimmt für einige der nächste Schritt in den wirtschaftlichen Lockdown forever. Die andere Seite sieht wohl nur, dass diese zwei Ruhetage nicht wirklich was bringen, die Inzidenzszahlen maximal nur etwas weniger stark steigen.

Abseits von diesen Überlegungen war meine erste Reaktion: Whow…. Welches Land hat schon einen politischen Führer, der so offen und kurzentschlossen ohne viele Palaver zu gibt, dass er / sie sich geirrt hat. Das schafft wohl nur unsere Angela, die erste.

Ja klar, kann sie sowas natürlich nur machen, weil sie in sechs Monaten eh in Rente geht. Hätte sie vorgehabt, sich nochmal zur Wahl zu stellen, hätte sie sich das wohl nie getraut. Aber trotzdem: Respekt, dass sie das gemacht hat. Aber das gehört wohl auch noch ein bisschen zum Basteln am eigenen Renommee. Ihr Vermächtnis.
Die seit Monaten von der Opposition vorgetragene Kritik an der Ministerpräsident*Innenkonferenz unter der Leitung der Kanzlerin find ich einfach zu lustig. „Kein verfassungsmäßiges Organ“ und so weiter. Die kleinen Parteien heulen rum, dass der Bundestag nicht mit einbezogen und alles über den Köpfen der Mandatsträger entschieden wird. Das ist doch der Job der Regierung?! Entscheidungen treffen. Dafür bevollmächtigt der Bundestag mit Mehrheit die Bundesregierung. Zu arbeiten. Und jetzt erkennt die Bundesregierung, dass sie nicht zuständig ist, da wir einen föderalen Staat haben und ruft daher die ebenfalls (von den Landtagen) bevollmächtigten Ministerpräsidenten alle zusammen und vereinbart eine gemeinsame Vorgehensweise. Sie bestimmt, äh koordiniert, so mit in Bereiche hinein, in denen sie eigentlich nichts zu bestimmen hätte. Kann man schon glatt weg als ein bisschen „Machtbefugniserweiterung“ durch die Hintertür nennen. Aber spricht ja auch nichts dagegen, wenn die Länderfürsten das mit sich machen lassen. Ich war ja noch nie so richtig ein Freund von dieser Kleinstaaterei.

Durch das jetzige Eingestehen des „Fehlers“ der Osterruhe zeigt Frau Merkel, wer hier im Land tatsächlich die Hosen anhat. Qua Amt. Und da kann sie auch im Vorfeld im Rahmen der Videokonferenzabstimmung die Ministerpräsidenten sechs Stunden vor dem Bildschirm ohne Info warten lassen und die sich dann danach über ihr Verhalten aufregen (wobei ich mir sicher bin, dass Bodo Ramelow die Zeit genutzt hat, um sein Candy Crush Level zu verbessern). Sie kann es einfach. Qua Amt. Und nach dem Betonen in aller Öffentlichkeit, dass es „Ihr“ Fehler war, die Feiertagsruhe anzuordnen und sie es hiermit wieder zurücknimmt, pflichten ihr alle Länderchefs einhellig bei und geben zu, dass sie an der Entscheidung ihrer Exzellenz ja auch beteiligt waren…. „bitte beachtet mich“….
Das ist einfach nur unwürdig und zeigt, dass es richtig war von ihrer Hoheit, das Land zu verändern.

Das wird wohl in ihrem Vermächtnis stehen: Sie hat das Land geprägt und verändert, weg vom föderalen Staat, hin zur Zentralregierung. Nur bringt das in der jetzigen Lage leider nicht wirklich viel, weil sie zur gleichen Zeit die wirklich wichtigen Themen (z.B. Impfstoffversorgung) an die Zentraleuroparegierung in Brüssel abgegeben hat und die Bürokraten dort noch nicht wirklich so weit sind, den Job qua Amt zu übernehmen.

Statistik, oder die Reise nach St. Kitts und Nevis

Für mich als alter Statistik-Fan sind solche Zeiten wie jetzt ja richtige Hoch-Zeiten.
Jeden Tag werden in den Nachrichten neue, frische, tolle Zahlen verkündet, die man zusammenzählen, sich notieren, vergleichen, drüber ärgern, wundern oder freuen kann.
Deutschland hat lt. aktuellen Zahlen 12.616 Impfdosen / 100.000 Einwohner verteilt. Kann man sich drüber freuen, dass es überhaupt Impfungen gibt oder wir im weltweiten Vergleich deutlich besser stehen als der weltweite Durchschnitt (5.400 / 100.000EW), oder aber wundern, wie ein „Land“ wie St. Kitts und Nevis hier einen leicht besseren Wert erreicht, obwohl die nicht mal 100.000 Einwohner haben.
Seit Anbeginn der Coronakrise ärger ich mich ja beim Lauschen der Nachrichten am Wochenende bzw. -beginn über den stets sich wiederholenden Satz „Am Wochenende sind die gemeldeten Zahlen des RKI immer etwas geringer, weil nicht alle Gesundheitsämter aktuelle Zahlen melden“.
Scheint die Pandemie echt keine wirkliche Staatskrise sein, wenn die Staatsmitarbeiter am Wochenende nicht oder weniger arbeiten.
Und das gleiche setzt sich jetzt auch beim täglichen Impffortschritt fort.
Die Spitzen nach oben sind meist die Montage, nachdem am Sonntag mal richtig ausgeschlafen wurde.
Nun soll das Ganze hier natürlich kein Staatsmitarbeiter-Bashing werden. Jeder Einzelne von denen wird natürlich sein Bestes geben und aufs Äußerste schuften. Keine Frage. Aber insgesamt gesehen, muss es doch besser gehen! Heute verkündet, dass nach Ostern die Arztpraxen mit einbezogen werden. Yeah! Endlich. Wenn man dann weiter hinhört: Je 20 Impfdosen / Praxis und Woche.
omg…. So wird das bestimmt was.
Schau ich mir doch lieber wieder eine nach oben gerichtete Kurve an.
Über 10 Mio. Impfungen. Begeistert mich doch glatt weg total.
Und irgendwann bin ich als Normalbürger dann auch mal dran. Freu ich mich schon auf das Ende des Sommers bzw. auf die Bundestagswahl. Bis dahin sollen wir ja alle durchgeimpft sein.
Sagt die Chefin.
Naja, sie muss sich ja an ihren Ansagen auch nicht mehr messen lassen, wenn Sie in Rente geht. Bin dann mal weg.
Auch wenn die Kurve hier zum Glück auch nach oben zeigt, lässt sie mich doch an dem Ziel ein bisschen zweifeln, ehrlich gesagt. 1,7 Mio / Woche derzeit im Schnitt.
Doppelt so viel müsste es sein – pro Woche(!) – wenn wir das Ziel bis 21.09. noch erreichen wollen.
Aktuell wird auf den offiziellen Seiten der Bundesregierung veröffentlicht, dass wir im Schnitt alle 0,4 Sekunden eine Impfung durchführen. Das hört sich doch imposant an. So kann man die aktuellen Zahlen doch viel besser verkaufen.
Aktuell sagt mir der Impfrechner mit der tatsächlichen Impfrate, dass ich bis Anfang April 2022 vollständig geimpft sein werde. Freu ich mich doch drauf und buch mir ne Reise nach St. Kitts und Nevis…

(alle hier verwendeten Zahlen übrigens von den Seiten des RKI)

Seit einem Monat nicht mehr gemeldet…

Sorry, ist doch tatsächlich bereits exakt 1 Monat her, dass ich mich gemeldet habe. Wie die Zeit vergeht. Aber irgendwie war mir nicht nach schreiben…

Heute ist Wahltag in BaWü. Und auch wenn ich ursprünglich nicht von hier komme, darf ich doch auch meine Stimme abgeben. Logisch, ist das eine demokratische Pflicht und Ehrensache.

Nachdem Gatte und ich uns Anfang des Jahres aus der Stuttgarter Innenstadt nach nur 20 Jahren verabschiedet haben und in die Vorstadt (oder eher Vordorf?) gezogen sind, wurde mir auch ein neues Wahllokal zugeteilt. Kein zelebrierter Wahlsonntagsspaziergang mehr in die Hoppenlauschule.
Das unserem Domizil nächstgelegene Wahllokal ist das alte Plieninger Rathaus aus dem Jahre 1747.

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Unglaubliche 20m von meinem Hoftor entfernt.
Aber Demokratie soll ja nicht einfach sein, man muss auch mal was opfern und Beschwerlichkeiten auf sich nehmen. Und so haben sich die Wahllokalzuweiser gedacht, dass ich auch mal ein bisschen weiter laufen kann und wiesen mir die Zehntscheuer als Ort meiner Stimmabgabe zu.

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Unglaubliche 100m weit weg. Faktor 5! Aber von dieser Ungerechtigkeit lasse ich mich natürlich nicht abhalten.

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Nochmal rund 200 Jahre älter als das alte Rathaus, aber top renoviert und äusserst schick anzusehen.

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Ob die Erbauer dieser ursprünglichen Zehntsteuer-Abgabenstelle damals schon daran gedacht hatten, dass hier unterm Dach mal direkte Demokratie gelebt werden kann? Wohl kaum.
Und ob ich als Stammwähler, der immer die gleiche Kleinstpartei wählt, mit meinem Umzug hierher die bisherigen Wahlergebnisse im Stadtteil massiv beeinflusse? Sicherlich doch. Das Stimmergebnis der ehemaligen Arbeiterpartei wird wohl verdoppelt werden…. *lach*
Im Ernst: 35,4% hatten die mal hier in der Gegend…. allerdings ist das genau 20 Jahre her. 2.045 Stimmen gab es damals, was aber auch nur den zweiten Platz bedeutete. CDU hatte rd. 100 Stimmen mehr. Heute geht es wohl darum, die 745 Stimmen (11,3%) von 2016 zu toppen. Bin sehr gespannt.

Fehlanpassung – Stella Kyriakides

Bei meiner morgendlichen Online-Nachrichtenlektüre musste ich heute doch etwas schmunzeln:
Die zypriotische EU Gesundheitskommissarin bezeichnet doch tatsächlich ihre europäische Impfstrategie als ein Erfolgsmodell, weiß der Spiegel zu berichten.
Fragt man sich ja schon mal, ob die gute Frau noch alles so mitbekommt, wie es angeraten wär. In ihrem Lebenslauf auf der EU Seite findet man aber auch gleich eine Erklärung: Sie hat studiert.

Master of Education, Fachbereich Fehlanpassung.
Ich glaub, lustiger kann man sich das nicht ausdenken….
Von den, Stand heute, 159 Mio gesetzten Impfungen, wurden gerade mal rd. 19.5 Mio in der EU verteilt.
Wobei ich persönlich ja immer noch an die Aussage von Frau Bundeskanzlerin glauben möchte, wonach jeder von uns bis Ende des Sommers ein Impfangebot bekommt. Also 21.09.2021 steht. Hab mir den Termin schon in den Kalender eingetragen.
Dass die Ansage jetzt noch nicht ganz konform geht mit dem offiziellen Impfplan der Bundesregierung – geschenkt. Der Impfterminrechner gibt mir derzeit aus, dass ich wohl erst irgendwann zwischen April 22 und
Juni 23 dran bin. Egal. Ich glaub Frau Bundeskanzlerin. Irgendwie wird sie bis dahin schon die Impfbereitschaft der Deutschen von derzeit 59% auf 34% senken, denn dann klappt das mit dem Septembertermin 🙂

Sendungsverfolgung II

Vor ner knappen Woche hab ich hier berichtet, dass ich nicht ganz zufrieden bin mit dem Lieferservice eines Paketlieferanten… nicht zufrieden, weil das Paket nicht ankam und trotzdem als zugestellt angepriesen wurde.
Der Nachforschungsantrag bei dem Unternehmen war dann so erfolgreich, dass das Paket vier Tage später ungefragt und unangemeldet vor der Tür im Regen lag. Auch eine Art von Service. Zwischendurch 3 E-Mails bekommen und jetzt auch noch einen Brief (!) mit einem Formular, auf dem ich den Erhalt der Sendung quittieren sollte. Naja, zumindest war ein Freiumschlag mit dabei.

Frau Mutter hat mir letzte Woche Freitag in Ossiland einen Brief geschrieben und ihn bei der Post abgegeben.
Eine Woche später ist der immer noch nicht da.

Die Woche zwei E-Mail-Benachrichtigungen bekommen, dass Pakete bei uns nicht abgegeben werden konnten, da niemand da gewesen ist und man könne die Sendungen in der benachbarten Post selber abholen. Naja, gut, dass der Gatte den ganzen Tag im Home Office sitzt. Wird er sich wohl die Ohren zugehalten haben, als der Paketbote klingelte.

Das gleiche grosse deutsche Paketversendeunternehmen ist von einem chinesischen Paketversendeunternehmen jüngst (vor sechs Wochen) beauftragt worden, ne Kiste mit chinesischem Tee mir zuzustellen. Ein Geschenk eines Freundes des Gatten.
Die superneumodische Sendungsverfolgung online ergab, dass das Paket seit drei Wochen (!) beim Zoll in Hannover liegt und „bearbeitet“ wird.
Eben dann aus dem Briefkasten einen Brief aus Leipzig, datiert auf vorgestern, gezogen, in dem um Erklärung gebeten wurde, was in dem Paket ist (und was der Inhalt kostet). Rückmeldung erbeten bitte innerhalb von drei Tagen, ansonsten wird das Paket zurückgeschickt. Naja, zwei Tage sind schon rum…
Auf die Idee, die auf dem Paket angegebene Nummer anzurufen (denn die muss bei Abgabe in Chinaland immer deutlich sichtbar auf dem Paket stehen, sonst nehmen die das nicht an), kam keiner.

Irgendwie beschleicht mich mehr und mehr der Verdacht, dass wir in unserer Gesellschaft ein grundsätzliches Problem haben.
Service? Kann man vergessen.
Probleme? Gibt’s nicht, denn die werden weggeschoben.
Job? Ist ja um 5 eh beendet.
Mitdenken? Wird überbewertet.

Der Gatte schimpft ja schon länger über deutschen Service. So langsam verstehe ich ihn irgendwie.

CLK kam die Woche auf die Idee, mal wieder ersten gemeinsamen Lauf zu veranstalten. Haben wir ja schon seit Monaten nicht mehr gemacht.

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Mit dabei diesmal auch der dritte Vertreter unserer kleinen Laufgruppe, der mich die letzten Monate würdig vertreten hat.
War ein sehr schöner Lauf, nur im Nachhinein betrachtet, wohl keine gute Idee. Nach dem Wadenbeinbruch links im September, dem kleinen Hexenschuss vor zwei Wochen, der sich immer noch bemerkbar macht, muckert jetzt das rechte Knie und meint dick zu sein.

Irgendwie beschleicht mich mehr und mehr der Verdacht, dass ich mit dem derzeitigen Alterungsprozess des eigenen Körpers auch ein grundsätzliches Problem habe.

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